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Blu-ray-Besprechung - Duell der Magier
Story:
Meistermagier Balthazar Blake (Nicolas Cage) war früher Schüler des großen Merlin und schützt die Welt seit langer Zeit vor dem Bösen. Eines Tages meint er, in dem kleinen Jungen Dave einen geeigneten Nachfolger zu entdecken, doch dieser setzt aus Versehen Blakes Erzfeind, den bösen Zauberer Maxim Horvath (Alfred Molina), frei, der in einem magischen Gefängnis eingesperrt war. Es entflammt ein Kampf zwischen den beiden Magiern und sie geraten in eine antike chinesische Vase mit magischem Verschluss, der sich erst zehn Jahre später wieder öffnen wird. Die Zeit vergeht und Dave (Jay Baruchel) ist inzwischen ein Physikstudent an der New Yorker Universität. Als sich die Urne wieder öffnet, um Blake und Horvath freizusetzen, beginnt der Kampf um das Schicksal der Welt erneut - und Dave muss endlich seine Bestimmung als Lehrling Blakes antreten, damit das Gute den Sieg davontragen kann.
Meinung zum Film:
Micky Maus als Zauberlehrling, der im Stil der uralten Geschichte (die durch Goethes Ballade zwar berühmt, aber nicht von ihm erfunden wurde!) ein paar Besen verzaubert, um sich Putzarbeit zu ersparen - was aber ordentlich schiefgeht - gehört zu den bekanntesten Trickfilmszenen aller Zeiten. Der Zaubermicky ist zudem eine der wichtigsten Figuren in den Disney-Themenparks und war darüber hinaus jahrelang das Maskottchen von Walt Disney Home Video. So darf es wohl nicht verwundern, dass sich die kreativen Köpfe des Konzerns früher oder später gedacht haben, auf sehr loser Grundlage genau dieser Besenszene einen in der Gegenwart spielenden Realfilm zu schaffen. Wenn dann noch Jerry Bruckheimer als Produzent und Nicolas Cage als Hauptdarsteller mit ins Boot geholt werden, weiß man als Zuschauer genau, was man zu erwarten hat.
Dass sich "Duell der Magier" als familienfreundliches Effektfeuerwerk mit relativ dünner Story herausstellt, bei dem man die Logik nicht so sehr hinterfragen darf, überrascht dementsprechend auch wenig. Der Film macht durchaus Spaß und lässt während seiner etwas mehr als eineinhalbstündigen Laufzeit keine große Langeweile aufkommen, ein besonders intensives Filmerlebnis bekommt man aber trotzdem nicht geboten. Die einzige bemerkenswerte Szene ist die recht gelungene und charmante Adaption der sich verselbstständigen Besen - in dieser Fassung will "Zauberlehrling" Dave (Jay Baruchel, Million Dollar Baby) das Labor seines "Meisters" auf Vordermann bringen, weil ein Besuch von Freundin Becky (Teresa Palmer, "Bedtime Stories") ins Haus steht -, der Rest ist jedoch eher ein relativ lieblos zusammengewürfelter Mix aus mal mehr, mal weniger beeindruckenden Effektszenen, die mit einem etwas sorgfältiger ausgearbeiteten Drehbuch genauso gut gewirkt hätten.
Das hätte auch den Charakteren gutgetan, deren Entwicklung deutlich zu flach ausfällt. Baruchel gibt zwar einen ganz glaubwürdigen Verlierertypen ab, doch die persönliche Wandlung, die der plötzliche Besitz enormer Zauberkräfte mit sich bringt, hätte eindeutig stärker ins Drehbuch eingearbeitet werden müssen. So wirkt er letztlich etwas gleichgültig, statt vor Begeisterung über seine neuen Fähigkeiten zu sprühen. Auch der natürlich unvermeidlichen Love-Nebenstory hätte ein bisschen weniger Standard-Hollywood-Schema nicht geschadet. Nicolas Cage macht - trotz der allgemeinen Weisheit, dass man sich eigentlich keine Filme ansehen sollte, in denen er lange Haare oder Bart trägt - einen überraschend überzeugenden Eindruck als Zaubermeister, dem man seine Rolle abnimmt (auch wenn er hier wie eine gealterte Version von Nickelback-Sänger Chad Kroeger aussieht). Optisch leistet sich "Duell der Magier" auch keine größeren Schwächen. Das nächtliche New York bietet einen schönen Hintergrund für die von Feuer- und Lichteffekten bestimmte Handlung.
Digitale Aufarbeitung:
Wie von Disney gewohnt, bietet auch "Duell der Magier" technisch hervorragende Qualität. Das Bild gefällt durch eine außerordentliche Schärfe, vor allem im Detailbereich. Dadurch entsteht - genauso wie durch die knallig bunten Farben - ein sehr plastischer Eindruck, den auch das dezente, feine Filmkorn nicht stört. Kompressionsprobleme sind zu keiner Zeit auszumachen. Tonspuren gibt es auf Deutsch in dts-HD High Resolution 5.1, auf Englisch in dts-HD Master Audio 5.1 sowie auf Spanisch als normale dts-Spur. Erwartungsgemäß lassen es sämtliche Fassungen ordentlich krachen und warten mit zahlreichen direktionalen Effekten auf, die alle Lautsprecher umfassend ins Geschehen mit einbeziehen. Der Subwoofer hat ebenfalls ständig etwas zu tun, während die Dialoge trotzdem zu jeder Zeit klar verständlich bleiben und nicht zu leise wirken.
Das Bonusmaterial erscheint auf den ersten Blick zwar recht umfangreich, besteht aber leider größtenteils nur aus relativ kurzen Clips, die noch dazu sehr promolastig sind. "Magie in der Stadt" ist ein 13-minütiges Making Of, in dem auf die Dreharbeiten in New York eingegangen wird. "Die Wissenschaft der Zauberei" und "Die Magie wird wahr" widmen sich auf ähnliche Weise und mit etwa gleicher Laufzeit den Themen Magie und Wissenschaft sowie Realisierung von visuellen Effekten. In "Fantasia: Eine neue Fassung einer klassischen Filmszene" dürfen sich Team und Darsteller ein paar Minuten lang an den Trickfilmklassiker erinnern. Darüber hinaus gibt es noch einige Kurzclips (jeweils ca. zwei bis vier Minuten) zu Nebenfigur Drake Stone, Requisiten, Arbeit mit Tieren beim Film und Blakes Rolls Royce. Den Abschluss bilden fünf entfernte Szenen mit einer Gesamtlaufzeit von rund acht Minuten und ein dreiminütiges "Pannen vom Dreh"-Gagreel.
Fazit:
"Duell der Magier" ist ein unterhaltsames Fantasy-Action-Feuerwerk für die ganze Familie. Die Jerry-Bruckheimer-Produktion langweilt zwar nie, hat aber mit einer etwas unausgereiften Story und zu oberflächlich ausgearbeiteten Charakteren zu kämpfen, was dazu führt, dass der Film ein wenig lieblos wirkt. Technisch bietet die Blu-ray hervorragende Qualität, das Bonusmaterial erweist sich als ganz nett, aber etwas zu promolastig und wenig tiefgründig. Die getestete Blu-ray aus der Schweiz ist mit der in Deutschland erhältlichen identisch, allerdings kommt bei ihr ein eigens angefertigtes Cover ohne FSK-Logo zum Einsatz.
Technische Daten (Schweizer Version):
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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109:02 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD High Resolution 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 | Spanisch DTS 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Portugiesisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Magie in der Stadt
- Die Wissenschaft der Zauberei
- Die Magie wird wahr
- Fantasia: Eine neue Fassung einer klassischen Filmszene
- Der stylische Drake Stone
- Der Seelengral: Ein teuflisches Kunstwerk
- Der Incantus
- Wölfe und Welpen
- Das coolste Auto der Welt
- Zusätzliche Szenen
- Pannen vom Dreh
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Duell der Magier
The Sorcerer's Apprentice
Etwas dünnes, aber unterhaltsames Fantasyspektakel
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Jon Turteltaub Drehbuch: Matt Lopez, Doug Miro, Carlo Bernard Darsteller: Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Teresa Palmer, Toby Kebbell, Omar Benson Miller, Monica Bellucci, Alice Krige
Label :
Walt Disney Studios Home Entertainment Germany
Verkaufsstart : 13.01.2011
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