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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Blu-ray-Besprechung - Versunken - Tod im Atlantik

Story:
Der Meeresboden rund um die Gewässer Großbritanniens ist die letzte Ruhestätte einiger Schiffe. Ein britisches Unterwasser-Kamerateam begab sich auf die Suche nach ganz besonderen, bislang noch nicht gefundenen Exemplaren dieser langsam vor sich hin rostenden Zeitzeugen und vergisst dabei nicht die Geschichten zu erzählen, die zum Sinken auf den Meeresgrund führten.

Meinung zum Film:
„Versunken – Tod im Atlantik“ ist eine 5-teilige Dokumentation, die sich mit der Suche nach versunkenen Schiffen beschäftigt. Die gesuchten Schiffwracks in den 5 Episoden sind von unterschiedlicher Ausprägung. In der ersten Mission begibt sich das Forscherteam auf die Suche nach dem sogenannten „Knochenwrack“, bei dem es sich um einen Viehtransporter handelt. Die „SS Armenian" war mit 1400 Maultieren beladen und wurde von einem deutschen U-Boot im Bristolkanal versenkt. Anschließend ist das deutsche U-Boot „U-480“ das Objekt der Suche, das für einige Verluste bei der britischen Marine sorgte, bevor es dann selbst auf dem Meeresgrund seinen ewigen Frieden fand. Die nächste Suche gilt der "HMS Curacoa", die als Begleitschiff des Truppentransporters "RMS Queen Mary" unterwegs war und durch ein Navigationsverständnisproblems vom Mutterschiff gerammt und dadurch in zwei Stücke geteilt wurde. Das nächste Suchziel ist die „SS Leopoldville“, die kurz vor der Hafeneinfahrt von Cherbourg in Frankreich von einem Torpedo versenkt wurde. Zu guter Letzt wird dann Jagd auf die Überreste das lange Zeit als unsinkbar geltendes Dreadnought-Schlachtschiffs "HMS Audacious" gemacht, dem kurz nach dem Ende des 1. Weltkrieges eine deutsche Mine zum Verhängnis wurde.  

Es beginnt stets damit, dass sich das Team auf die Suche nach dem Wrack begibt und sich anschließend Taucher auf den Meeresgrund begeben und mit der Kamera in der Hand die Überreste untersuchen. Zu jeder Tauchaktion wird auch immer die Geschichte hinter dem Untergang näher beleuchtet. Dazu werden in Computer-Animationen die Momente nachgestellt, die letzten Endes zum Sinken des Schiffes führten. Zusätzlich kommen Zeitzeugen zu Wort, die über ihre Erinnerungen an den Untergang reden. Dabei erzählen diese unter anderem, wie sie selbst es geschafft haben, ihr Leben zu retten, während andere vergeblich um ihr Leben kämpften. In jeder Episode wird auch darauf eingegangen, welche Fehlentscheidungen oder politischen Motivationen mit Grund dafür waren, dass ein Schiff auf dem Meeresgrund endete. Teilweise wird dabei aber ein wenig sehr stark auf die Tränendrüse gedrückt. Etwa wenn eine ältere Frau weinend vor dem Grab ihres auf einem der gesunkenen Schiffe gestorbenen Vaters kniet. Diese Form der melodramatischen Emotionserzeugung hätten sich die Macher der Dokumentation besser sparen sollen.  

Dargestellt werden die einzelnen Sucharbeiten durch dokumentarische Bilder. Die Kamera folgt den Tauchern unter Wasser und fängt dabei einige sehr interessante Bilder ein. Einzelne Beteiligte erzählen dann teils mit einer Stimme aus dem Off, teils direkt vor der Kamera, was für Probleme bei den einzelnen Missionen aufkamen und welche Unstimmigkeiten es bei den einzelnen Tauchexpeditionen gab. Dazu gehört unter anderem auch die Klärung, welches der zahlreichen, auf dem Meeresboden ruhenden Wracks das aktuell gesuchte Schiff ist. Zusätzlich gibt es auch immer wieder zeitgenössische Aufnahmen und Zeitungsbilder zu sehen. Aufgelockert wird der dokumentarische Teil immer wieder durch nachgestellte Szenen aus den Zeiten, wo das Schiff noch auf dem Wasser schwamm. Die Qualität dieser Sequenzen ist leider nicht ganz so hoch wie der Rest der Dokumentation, da die deutsche Synchronisation der verschiedenen Stimmen nebst Betonung nicht sonderlich gelungen ist. Da der Einsatz gespielter Momente aber überschaubar ist, stört dieser Makel nur minimal die ansonsten gute Präsentation der Themen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild von aktuellen Aufnahmen macht einen sehr guten Eindruck. Die Konturen sind scharf gezeichnet und die Details sehr schön herausgearbeitet. Die Farbgebung wirkt natürlich, Helligkeit und Kontrast sind gut abgestimmt. Bei zeitgenössischen Aufnahmen aus Archiven sind natürlich deutliche Abstriche zu machen. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 2.0 ist durchweg gut zu verstehen und erklingt zweckdienlich aus der Lautsprecherfront.

Extras gibt es keine auf den BDs zu finden.

Fazit:
„Versunken – Tod im Atlantik“ ist eine gelungene Dokumentation, die auf Grundlage der Suche nach fünf Schiffwracks die Geschichte der jeweiligen Schiffe erzählt. Die nachgespielten Szenen können wegen der deutschen Synchronisation zwar nicht ganz überzeugen und stellenweise wird ein wenig zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt, insgesamt bietet die Dokumentation aber kurzweilige Unterhaltung, mit einigen interessanten geschichtlichen Details.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,40:1
2,40:1
5 Episoden à ca. 50 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD Master Audio 2.0
DTS-HD Master Audio 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Versunken - Tod im Atlantik - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Versunken - Tod im Atlantik
Deep Wreck Mysteries

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Auf den Spuren versunkener Schiffe und ihrer Geschichte


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2009
Regie:
Crispin Sadler
Drehbuch:
Jeremy Evans
Darsteller:
-

Label Deutschland :
Lighthouse Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
25.02.2011