 |
Blu-ray-Besprechung - Dinocroc vs. Supergator
Story:
In einem geheimen Forschungslabor auf Hawaii lässt Geschäftsmann Drake (David Carradine) an einem Mittel arbeiten, das für überdimensionales Wachstum bei Pflanzen - vor allem Obst und Gemüse - sorgen soll. Doch heimlich lässt er das Mittel auch an Tieren ausprobieren, was allerdings fatale Folgen hat. "Dinocroc" und "Supergator" brechen nämlich kurzerhand aus und sorgen auf der Insel für allerlei Schrecken. Ein Regierungsbeamter (Corey Landis) und die Tochter (Amy Rasimas) des örtlichen Sheriffs sind dem Treiben von Drake aber bereits auf der Spur und versuchen, die beiden Megaechsen aufzuhalten. Hilfe bekommen sie außerdem von einem Großwildjäger (Rib Hillis), den ursprünglich Drake angeheuert hatte, der sich nun jedoch gegen seinen Auftraggeber gestellt hat.
Meinung zum Film:
Was gibt es schöneres als trashige Riesen-Filmmonster, die entweder irgendwelche Städte zertrümmern oder sich gegenseitig den Garaus machen? King Kong, Godzilla, King Kong gegen Godzilla, Godzilla gegen dieses Mottenvieh... die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Kein Wunder also, dass der amerikanische SyFy-Channel schon seit einiger Zeit diverse Low-Budget-Monsterfilme produziert, die zwar nie besonders anspruchsvoll sind, aber dafür umso erfolgreicher. Zentrales Element dieser Filme sind meistens äußerst ausgefallene genmanipulierte Kreuzungen diverser Raubtiere. So wird beispielsweise in Kürze "Sharktopus" am Start sein, eine Mischung aus Oktopus und Hai, die sowohl an Land als auch im Wasser einhundertprozentig tödlich ist.
"Dinocroc vs. Supergator" fährt dann auch erwartungsgemäß die gleiche Schiene: In einem geheimen Forschungszentrum auf Hawaii, das dem zwielichtigen Geschäftsmann Jason Drake (David Carradine, "Kung Fu") gehört, wird an einem Mittel gearbeitet, das eigentlich dazu dienen soll, großes Gemüse zu züchten. Aber natürlich experimentiert man insgeheim auch mit Raubtieren, nur dummerweise brechen das Dinosaurierkrokodil und der Riesenalligator dann aus und fressen sich durch die Insel. Das ist die gesamte Story, mehr Inhalt gibt es nicht, mal abgesehen davon, dass natürlich ein paar Leutchen versuchen müssen, die Mönsterchen aufzuhalten. Klingt doof? Ist es auch! Komischerweise macht der Film aber trotzdem eine Menge Spaß! Das liegt zum einen an der durchweg sympathischen Darsteller-Riege und den schönen Bildern von Hawaii, die man ab und zu zu sehen bekommt. Der andere Grund ist der unglaubliche Mut zur Blödheit und das ganz bewusste Spiel damit. Der Film ist Billigtrash, weiß, dass er Billigtrash ist und will das auch sein. Dadurch, dass "Dinocroc vs. Supergator" sich selbst nicht ernst nimmt, regt man sich als Zuschauer dann auch kein bisschen mehr über die billig wirkenden CGIs der Monster auf oder über die ständigen Goofs wie z.B. dass das "Festmachen" eines Boots am Steg durch einmaliges hastiges Umwickeln eines Pfostens mit einem Tau (ohne Knoten!) erfolgt oder besagtes Tau in der nächsten Szene gar einfach nur schnell auf(!) den Holzsteg gelegt wird. Während man sich bei anderen Filmen über so etwas ärgern würde, wäre es hier schon fast enttäuschend, wenn die Szenen realistisch wirken würden. Etwas schade ist lediglich, dass das finale Battle zwischen Dinocroc und Supergator - aufgrund dessen sich die meisten Zuschauer so einen Film wohl überhaupt erst anschauen - extrem unspektakulär und einfallslos ist und vor allem schnell vorüber. Hier hätte man ruhig ein paar Minuten an zusätzlichem Gerangel und Gebeiße einbauen können.
Produziert wurde "Dinocroc vs. Supergator" von B-Movie-Urgestein Roger Corman, der Genrefans am besten durch Klassiker wie "Death Race 2000" bekannt sein dürfte und der auch schon für Vorgängerfilme wie "Dinocroc", "Supergator" oder "Dinoshark" verantwortlich war. Bei den Darstellern darf man natürlich keine oscarreifen Leistungen erwarten, überraschenderweise liefert der Maincast aber eine durchaus solide Leistung ab, soweit das in den Rahmen des irrwitzigen Drehbuchs möglich ist. Für den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen David Carradine, der mit Corman bereits bei "Death Race 2000" zusammenarbeitete, war ein Fiesling wie Drake natürlich reine Routine. Dadurch wirkt seine Performance zwar ein bisschen gelangweilt, gehört aber immer noch zu den besten des Films. Leider bekommt man von ihm aber insgesamt nur recht wenig zu sehen, da Drake nur in ein paar Szenen vorkommt.
Digitale Aufarbeitung:
Erstaunlicherweise bietet die Blu-ray von "Dinocroc vs. Supergator" bessere Qualität als viele andere aktuelle Produktionen. Das Bild ist jederzeit klar, sauber und äußerst scharf, gerade auch im Detailbereich, wodurch alles sehr plastisch wirkt. Auch die kräftigen, leuchtenden Farben wissen zu gefallen. Gedreht wurde in HD, weswegen Rauschen nur vereinzelt und sehr dezent auftritt. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in dts-HD Master Audio 7.1 vor. Beide Fassungen bieten gute Dialogverständlichkeit und voluminösen Klang. Räumliche Effekte tauchen allerdings nur gelegentlich auf, wodurch der Mix die meiste Zeit über frontlastig bleibt.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Dinocroc vs. Supergator" ist extrem blöder, aber auch extrem spaßiger Monstertrash mit sympathischen Darstellern und einer Story, die man lieber nicht hinterfragen sollte. Lediglich der finale Showdown zwischen den beiden mutierten Raubechsen enttäuscht ein wenig. Technisch bietet die Blu-ray hervorragende Qualität, bei der vor allem das sehr gute Bild gefällt. Bonusmaterial gibt es aber leider keins.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,85:1
|
87:37 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch DTS-HD High Resolution 7.1 | Englisch DTS-HD High Resolution 7.1 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Dinocroc vs. Supergator
Dinocroc vs. Supergator
Extrem dummer Monstertrash mit hohem Fun-Faktor
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Rob Robertson Drehbuch: Jay Andrews, Mike MacLean Darsteller: David Carradine, Corey Landis, Amy Rasimas, Rib Hillis, Lisa Clapperton, John Callahan, Jeff Rector, Travis Richey
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 10.03.2011
|