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Blu-ray-Besprechung - Insane
Story:
In ein abgelegenes Hotel in Schweden verlieren sich im Winter nur wenige Gäste. David (Lars Bethke) ist der Eigentümer und macht in dem Hotel alles alleine. Ob Putzen, Kochen oder Servieren, David ist eine Ein-Mann-Show. Ein Problem hat er allerdings schon, denn hin und wieder verschwinden seine wenigen Gäste und tauchen nicht wieder auf. Grund dafür ist ein Killer mit Gasmaske und langem Ledermantel, der bevorzugt junge Frauen meuchelt.
Meinung zum Film:
Mit „Insane“ kommt ein Film auf den Markt, der ganz in der Tradition von „Psycho“ steht. Die schwedischen Filmemacher haben sich viel vorgenommen und sind leider auf der ganzen Linie gescheitert. Sie verschleiern, wer der Meuchelmörder ist, indem sie diverse Szenen einstreuen, die den Zuschauer glauben lassen, dass da noch jemand anderes sein könnte. Diese Methode fällt aber dann prompt in sich zusammen, wenn die Rückblenden in die Kindheit einer der handelnden Personen einsetzen. Sofort ist klar, wer der Killer ist. Nun kann ein gutes Drehbuch mit einer spannenden Handlung einen solchen Faux Pas verkraften, doch ein solches liegt hier leider nicht vor.
Dabei haben sie sich alle Mühe gegeben, um die großen Meister des Suspense und des Horrors zu kopieren. Eindeutig ist die starke Anlehnung an Hitchcocks „Psycho“, wobei die Rolle der Mutter eine ganz andere ist. Dann kann der versierte Zuschauer noch den Inszenierungsstil von John Carpenter („Das Ende“) und Dario Argento („Phenomena“) erkennen. Die beiden letzteren hätten auch für den Score sorgen können, denn die Melodien könnten direkt aus deren Meisterwerken stammen. Schade, dass „Insane“ selbst dann mehr den letzten Werken der einstigen Top-Regisseure folgt, denn diese waren alles andere als eine Erbauung. Die blutigen Szenen wurden zielgerichtet eingebaut und es wurde nicht übertrieben. Die Spezialeffekte sind hart.
Der Auftakt ist zunächst ordentlich, doch dann raubt die Geschichte gleich eine scheinbare Protagonistin, um diese dann gegen ihre Schwester auszutauschen. Das Erzähltempo ist nicht sonderlich rasant ausgefallen. In der zweiten Filmhälfte verliert der Killer dann auch noch die Kontrolle und vergreift sich an der Staatsmacht. Überhaupt ist sein Beuteschema etwas wirr und es gibt keine Erklärung für seine anfängliche Konzentration auf junge Frauen. Hauptdarsteller Lars Bethke („Der Kommissar und das Meer“) legt seine Figur des David sehr maskenhaft an und hält sich sehr in Sachen Mimik zurück. Die hierzulande unbekannten Alida Morberg und Johanna Leamo funktionieren als Scream-Queens, mehr aber leider auch nicht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray hat deutliche Probleme bei der Klarheit. Ein sehr deutliches Bildrauschen begleitet den Film über die komplette Spieldauer. Für dieses Medium ist das ein schwaches Ergebnis. Hinter dem Rauschen ist durchaus eine Optik erkennbar, die über eine gute Bildschärfe verfügt. Ebenso sind viele Details erkennbar, nur das Rauschen stört. Der Ton ist eher frontlastig ausgefallen und nur bei einigen spannenden Szenen setzt der Score rundherum ein.
Als Extra gibt es eine Bildergalerie, sowie ein Behind The Scenes. Letzteres hätten man sich aber schenken können, da die dieses lediglich in schwedischer Sprache vorliegt.
Fazit:
„Insane“ ist ein schwedische Slasher, der den großen Meistern des Genres nacheifert, sie aber zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd erreicht. Er ist nur einer von vielen und kann zudem beim Bild nicht überzeugen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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87:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Behind The Scenes
- Bildergalerie
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Insane
Insane
Schwächelnder Hotelhorror, frei nach alten Meistern
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Schweden, 2010 Regie: Anders Jacobsson, Tomas Sandquist Drehbuch: Mikael Fuchs, Anders Jacobsson Darsteller: Lars Bethke, Johanna Leamo, Jacobsson Anton, Maria Litorell, Sanna Messo, Tommy Hall, David Lennemann, Alida Morberg
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 10.03.2011
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