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DVD-Besprechung - Taro - Der Drachenjunge
Story:
Taro lebt bei seiner Großmutter in einem mittelalterlich anmutenden Dorf. Wegen seiner Gefräßigkeit aber vor allem wegen seiner Faulheit ist er bei den Dorfbewohnern nicht unbedingt beliebt. Wenn Taro mal nicht schläft oder isst, geht er zu seinen tierischen Freunden im Wald, die ihn alle sehr mögen. Als er dort eines Tages einen Tengu trifft, fordert dieser Taru zu einem Ringkampf auf. Obwohl der Junge verliert, ist der Tengu von dessen Kraft und Mut so beeindruckt, dass er ihm die Kraft von hundert Männern schenkt. Taro kann diese Kraft allerdings nur selbstlos einsetzen, indem er anderen hilft. Als ihm seine Großmutter kurz darauf eröffnet, dass seine Mutter noch lebt, gibt es für Taro kein halten mehr. Ausgestattet mit der Kraft von hundert Männern und mit einem Lied auf den Lippen macht er sich auf seine Mutter zu suchen- eine Reise, die auch Gefahren mit sich bringt.
Meinung zum Film:
Der Film „Taro-Der Drachenjunge“ beruht auf dem japanischen Kinderbuchklassiker „Tatsu no Ko Taru“ von Miyoho Matsutawi. Auch wenn die Handlung nicht immer den üblichen europäischen Regeln folgt, so hat er doch eine einfache Moral: Glück findet man nur, wenn man anderen hilft. Taro muss eine Menge Prüfungen über sich ergehen lassen, bis er an sein Ziel kommt, wieder mit seiner Mutter vereint zu sein. Erst als er all seine schlechten Angewohnheiten abgelegt hat, seine Faulheit durch Fleiß und seinen ständige Gefräßigkeit durch Entbehrung ersetzt hat, wird er vom Schicksal für seine Bemühungen auch belohnt. Bei seiner Reise begleiten ihn verschiedene Götter und Dämonen, die in der japanischen Mythologie eine wichtige Rolle spielen.
Mit teilweise höchst eigenwilligen, aber dennoch liebevollen Zeichnungen schafft es Regisseur Kiriro Urayama („Anshitsu“), der Kindergeschichte Leben einzuhauchen. Dabei legte er vor allem Wert darauf, dass sich auf den Gesichtern von Taro und Aya Empfindsamkeit und Gefühl widerspiegeln, während die Gesichter einiger Dorfbewohner eher starr und ausdruckslos aussehen um so dem Zuschauer die Wichtigkeit der einzelnen Figuren zu demonstrieren. Verblüffend ist auch die Vielzahl von Tieren, die sich in Taros Freundeskreis befindet. Die Zeichnungen orientieren sich dabei sehr detailgetreu am Original, wie man unschwer an der Darstellung der Rehe, Waschbären, Wildschweinen, Dachsen, Hasen, Vögel und Bären erkennen kann. Diese Realitätstreue schafft es dann auch, den Figuren und ihren Handlungen Authentizität zu verleihen.
Die Farbwahl spielt bei dem Film eine besondere Rolle. Zwar ließ sich Urayama auch dabei von der Realität leiten, aber die Farben strahlen eine besondere Intensität aus, die das Geschehen unterstreichen und ihm Lebendigkeit verleihen. Ein leichtes Defizit ist jedoch die Abstimmung zwischen Bildern und Musik, bzw. Gesang. Leichte zeitliche Verschiebungen und akustische Verzerrungen schwächen den sonst so positiven Eindruck des Films. Doch außer dieser leichten Unstimmigkeit, hinterlässt der Film einen unglaublichen positiven Eindruck und begeistert die Zuschauer ungemein. Letztlich hat es Urayama geschafft einen wunderschönen Kinderfilm mit einer gut gemeinten Moral zu kreieren, der Jung wie Alt begeistert.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hat für sein Alter eine erstaunlich gute Qualität. Die Farbkraft ist zwar intensiv, jedoch nicht über das normale Maß hinaus. Es gibt keine Überblendungen oder sonstige Störungen. Der Kontrast bewegt sich im normalen Bereich, so dass selbst dunkle Szenen nichts von ihrer Schärfe verlieren. Über den Ton kann man leider nicht viel Gutes sagen. Er ist nicht nur sehr dumpf, sondern auch Schwankungen in der Lautstärke unterworfen, so dass die Verständlichkeit sehr leidet. Teilweise verschwinden die Dialoge unter einem altersbedingten Rauschen, und bei der Abstimmung zwischen Soundtrack und Bilder gibt es Verzerrungen.
Es existieren keine Extras.
Fazit:
„Taro-Der Drachenjunge“ ist ein wunderschön gestalteter, mit viel Liebe zum Detail gezeichneter und anspruchsvoller Zeichentrickfilm. Seine Realitätstreue verschafft dem Film die Glaubwürdigkeit, die Zuschauer jeden Alters begeistert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,00:1
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73:03 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Japanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Taro- Der Drachenjunge
Tatsu no ko Taro
Kleiner Junge ganz groß
Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 1979 Regie: Kiriro Urayama, Peter Fernandez Drehbuch: Kiriro Urayama Darsteller: Rosemarie Deibel, Roswitha Marks, Heidemarie Gohde
Label :
WGF Verkaufsstart : 21.02.2011
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