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DVD-Besprechung - WWE - Survivor Series 2010
Story:
Der November ist SurvivorSeries-Zeit: Dieser Regel folgend, fand am 21. November des abgelaufenen Jahres die aktuellste Ausgabe dieser traditionellen WWE-Großveranstaltung statt. 8.000 Zuschauer sorgten in der American Airlines Arena in Miami, Florida für die richtige Stimmung. Titelmachtes zwischen Nexus-Guru Wade Barett und Randy Orton unter der Leitung John Cenas als Special Referee und Kane gegen Edge waren die Main Events. Die Setcard sah Ansetzungen mit Beteiligung von Sheamus, John Morrison, Laycool und Natalya vor, bot jedoch nur ein klassisches SurvivorSeries-Ausscheidungsmatch.
Meinung zum Film:
Die SurvivorSeries PPV ist eine der vier traditionellen WWE Großveranstaltungen, die seit den klassischen Tagen als feste Termine im Kalender eines jeden Wrestlingfans markiert sind. Zu Jahresbeginn der Royal Rumble, dann im späten Frühling Wrestlemania, gefolgt vom SummerSlam in den Sommermonaten ist die im Herbst gelegene SurvivorSeries ein Highlight zum Abschluss des Wrestlingsjahres gewesen. Seit einiger Zeit wird nun monatlich eine PPV abgehalten: TLC, Bragging Rights oder Extreme Rules sind nur drei dieser Neu-Kreationen. Zumeist ist jedes Event durch eine ihm spezielle Regelvariante (z.B: Käfig- oder Leitermatches) bestimmt. Die Etablierung dieser Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen wird von vielen Fans kritisch betrachtet, da ein Bedeutungsverlust der Events unvermeidbar ist. So muss man feststellen, dass zumindest die 2010er Variante der SurvivorSeries genau unter diesem Problem leidet. Die SurvivorSeries hatte in der Urform Tag Team Matches zu bieten, bei dem Gruppen mit vier oder mehr Mitgliedern gegeneinander antraten. Wer gepinnt wurde, schied aus. Auf diese Weise waren dynamische Konstellationen an der Tagesordnung, die PPV konnte lange durch diese ihr eigenen Kreativkraft überzeugen, dynamische Matchkonstellationen zeichneten das Event über Jahrzehnte aus. Mittlerweile hat man lediglich einen klassischen Ausscheidungskampf auf der Setcard belassen, alle weiteren Ansetzungen haben rein gar nichts mit der ursprünglichen Konzeption der Series zu tun.
Von offizieller Seite wird diese Entwicklung als zeitgemäß beschrieben. Man sieht in den oberen Etagen das Konzept als ausgedient an und will die PPV grundlegend ändern. Mal wieder wird durch pure Unvernunft Traditionelles verändert, um möglichst modern zu erscheinen. Erfolg - der einzig und allein in Pay-TV-Absatzzahlen zu liegen scheint - zählt mehr als Geschichte. Unverständlich bleibt, weshalb ein jahrelang erfolgsversprechendes Prinzip plötzlich schlecht ist. Sind es nicht vielmehr die Scriptwriter, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben? Weshalb erstreckt sich die Undertaker/Kane-Storyline über mehr als ein halbes Jahr? Auch die Fehde zwischen John Cena und dem Nexus-Stable ist ein solcher Dauerbrenner gewesen, der bei und nach der SurvivorSeries einen erneuten Höhepunkt der Unkreativität offenbarte: Cena musste als Special Referee das Match zwischen Orton und Batett leiten, welches jedoch durch die nervtötende Nexus-Geschichte die Sonderregelung erhielt, bei Sieg Orton müsse Cenas Karriere enden. Um nicht zuviel vorwegzunehmen, sei nur soviel verraten: Sinnfreier hätte die Auflösung nicht ausfallen können - das wird deutlich, wenn man die direkten Ereignisse in der Woche nach der PPV sieht. Bedenkliche Wege, die man seitens der WWE geht. Von Nachwuchsaufbau will man da gar nicht anfangen.
So darf sich der geneigte Wrestlingfan also mit nur einem Ausscheidungsmatch abspeisen lassen. Dies ist in seiner Durchführung zwar ok, doch gerade bei der Ansicht liegt die Tatsache, dass dieses Konzept wohl bald von der Bildfläche verschwunden sein wird, schwer auf der Seele. Beide Titelmatches werden den Anforderungen eines Main Events gerecht, die Intercontinental und United States Titelmatches ebenfalls. Wobei hier schon deutlich wird, wer die erste Geige spielt und wo die Nebenbuhler ihr Dasein fristen. Wie gesagt, Nachwuchs oh weia. Das Diven-Match kann an dieser Stelle erneut vernachlässigt werden - auch hier stagniert die Entwicklung. Gut möglich, dass Zuschauer jüngeren Alters Gefallen an den unterm Strich ordentlichen Matches finden. Ältere Semester, für die die vier traditionellen PPVs unantastbar sind, werden sich arg schwer tun, dieses neue Konzept, welches der Series den besonderen Charakter nimmt, anzunehmen.
Digitale Aufarbeitung:
"WWE SurvivorSeries 2010" ist mit den aktuellen Produkten des Labels vergleichbar: Das Bild ist in Ordnung. Kontraste und Helligkeit erscheinen in guter Ausprägung. Auch an der Bildschärfe hat sich einiges getan, wer allerdings ganz genau hinschaut wird sicher die eine oder andere Bewegungsunschärfe feststellen. Im Tonmenü (Dolby Digital 2.0) findet sich das englische Original, der französische wie der deutsche Kommentar. Als Untertitel stehen die Sprachen Englisch, Niederländisch, Französisch und Griechisch zur Auswahl.
Als Extras steht ein Clip aus der Monday Night RAW-Sendung vom 22. November - also dem direkten Nachspiel zur SurvivorSeries - parat. Dies macht Sinn, da auf diese Weise ein offener Handlungsstrang geschlossen wird.
Fazit:
"WWE SurvivorSeries 2010" erscheint auf einer technisch ordentlichen DVD. Da das traditionelle Konzept der PPV verlassen wird, verliert das Event sein Alleinstellungsmerkmal. Die Schwächephase beim Scriptwriting und Charakteraufbau - welche sich durch das gesamte letzte Jahr zieht - wird auch hier wieder mehr als deutlich!
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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168:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Englisch, Französisch, Griechisch, Niederländisch |
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Bonusmaterial:
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- Clip "Ereignise bei Monday Night Raw - 22.11.2010"
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WWE SurvivorSeries 2010
WWE SurvivorSeries 2010
Profillose PPV, die den Großteil ihres Potentials verschenkt
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Randy Orton, Wade Barrett, John Cena, Justin Gabriel, Heath Slater, Santino Marella, Vladimir Kozlov, Kane vs. Edge, Layla, Michelle McCool, Natalya, Rey Mysterio, Kofi Kingston, Chris Masters, Big Show, MVP, Alberto Del Rio, Tyler Reks, Drew McIntyre, Jack Swagger, Cody Rhodes, Dolph Ziggler, Kaval, John Morrison, Sheamus, Daniel Bryan, Ted DiBiase
Label :
1 Verkaufsstart : 11.03.2011
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