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DVD-Besprechung - Novel Romance
Story:
Die begabte Lektorin Max Normance (Traci Lords) ist sich der Tatsache bewusst, dass beruflicher Erfolg allein nicht glücklich macht. Um ihrer Einsamkeit ein Ende zu machen, beschließt sie, ein Kind zu bekommen. Doch woher so schnell den richtigen Mann für dieses Unternehmen finden? Als ihr das Manuskript des gut aussehenden jedoch erfolglosen Schriftstellers Jake Buckley in die Hände fällt, hat sie eine geniale Idee. Sie schlägt Jake vor, ihr seinen Samen zu spenden, wogegen sie dafür sorgen wird, dass seine Bücher auch veröffentlicht werden. Doch die Liebe lässt sich nicht so leicht überlisten, was für Jake und Max bittere Folgen hat.
Meinung zum Film:
Auch wenn der Plot für „Novel Romance“ anfangs innovativ und frisch wirkt, hält dieser Eindruck leider nicht lange an. Die Geschichte wirkt unausgereift und schlecht erzählt, auch wenn sich Drehbuchautorin und Regisseurin Emily Skopov („Xena-Die Kriegerprinzessin“) zunächst viel Mühe gibt, die Ambivalenz der Charaktere dem Zuschauer nahe zu bringen. Der berufliche Erfolg Jakes wird geradezu in Nebensätzen erwähnt, während Max Glück mit ihrer Tochter nur oberflächlich und in erheblichen Zeitraffern dargestellt wird. Die Handlung ist zu überfüllt, um irgendeine der vielen Beziehungen, die hier erwähnt werden, sei es nun die zwischen Max und Jake, oder Max und ihrer Schwester Liza (Sherilyn Fenn), oder Max und ihrer Tochter Emma, oder Jake und seiner Geliebten Isabelle (Jacqueline Pinol), tiefer zu behandeln, als nur in Nebensätzen. Oberflächlichkeit ist denn auch das große Manko dieses Films, der den Zuschauer dadurch nicht wirklich erreichen kann.
Die ehemalige Pornodarstellerin Traci Lords, deren letzter großer Auftritt, eine Nebenrolle in „Blade“ (Stephen Norrington), schon ein Weilchen her ist, verkörpert hier, allerdings ziemlich unzulänglich, die ehrgeizige und egozentrische Max. Ihre Darstellung wirkt hölzern und selbst die humorvollsten Dialoge haben bei ihr die Wirkung von Schlaftabletten. Gleiches kann man von Paul Johansson („Toxic“) sagen, der den erfolglosen Schriftsteller Jake mimt. Seine Emotionen haben keine Tiefe, geschweige denn, dass sie sich auf den Zuschauer übertragen. Am glaubwürdigsten ist da noch die Darstellung von Sherilyn Fenn, deren Gesicht noch aus "Twin Peaks" (David Lynch) bekannt ist, als verzweifelte und einsame Liza Normance. Auch die schauspielerische Leistung von Jacqueline Pinol, in der Rolle als Isabelle, ist wenigstens einigermaßen authentisch. Doch leider können kleine gute Einzelleistungen nicht über das Defizit der Hauptdarsteller hinweg täuschen, und so leidet der Film letztlich an mangelnder schauspielerischer Kompetenz.
Mit der künstlerischen Aufarbeitung hat sich Skopov viel Mühe gegeben. Bild-in-Bild-Szenen, Untertitel, Gedankenblasen und kryptische Traumsequenzen sollen dem Film nicht nur den nötigen Pfiff geben, sondern auch seinen Humor unterstreichen. Auch wenn dies durchaus effektvoll und teilweise sogar gut gelungen ist, tragen diese Szenen letztlich nur dazu bei, dass die schon viel zu überfüllte Handlung noch mal anzufüllen und den Zuschauer zu überfordern. Einige Schnitte werden mit einfachen Abblenden gehandhabt, was zu leichten Irritationen führt, da der Grund dafür nicht unbedingt deutlich wird. An der Kameraeinstellung ist zwar nicht auszusetzen, jedoch Neues bringt sie auch nicht. Das einzig, wirklich positive, ist der gelungene Soundtrack, der so mancher übertrieben unglaubwürdigen Szene, doch noch ein wenig Würde verleiht. Letztlich ist „Novel Romance“ so überfüllt, dass man daraus locker drei Filme hätte machen können, allerdings hätte man für diese talentiertere Darsteller engagieren sollen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchgehend gut abgestimmt. Die Farbintensität wie Qualität hält sich im normalen Spektrum. Gleiches kann man über die Kontraste sagen, bei denen selbst bei Nachtaufnahmen Einzelheiten deutlich zu erkennen sind. Der Ton ist anfänglich gut verständlich, doch der Lautstärkepegel schwankt dann im Laufe des Films manchmal. Die Abstimmung zwischen Soundtrack und Filmsequenzen geben jedoch keinen Grund zur Kritik.
Als Extras gibt es lediglich den Originaltrailer.
Fazit:
„Novel Romance“ ist ein übertriebener, unglaubwürdiger, humorloser und überfüllter Möchtegern-Liebesfilm, der mehr Schein besitzt als Sein. Den Todesstoß bekommt er allerdings durch seine hölzernen und untalentierten Hauptdarsteller- wahrlich kein Film, der in Erinnerung bleiben sollte.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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87:32 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Novel Romance
Novel Romance
Mehr Schein als Sein
Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2006 Regie: Emily Skopov Drehbuch: Emily Skopov Darsteller: Traci Lords, Paul Johansson, Sherilyn Fenn, Mariette Hartley, Jacqueline Pinol, Mikaila Baumel, Pia Artesona, Kamall Shaikh
Label :
Infopictures
Verkaufsstart : 25.03.2011
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