Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  The Chaperone - Der etwas andere Aufpasser
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Blu-ray-Besprechung - The Chaperone - Der etwas andere Aufpasser

Story:
Ray Bradstone (Paul "Triple H" Levesque) führt es nach seiner langjährigen Haftstrafe direkt zu seiner Tochter Sally (Ariel Winter). Diese will allerdings nichts von ihrem Vater wissen, den sie nun zum ersten Mal sieht. Durch einen Zufall landet er bei einem Ausflug ihrer Schulklasse jedoch auf einmal als Chaperone, Aufpasser bei der Gruppe, was ihm die Möglichkeit gibt das Verhältnis zu seiner Tochter vielleicht doch noch zu retten. Doch das Ganze stellt sich als nicht ganz so einfach heraus, da sein alter Räuber-Kollege Phillip Larue (Kevin Corrigan) die Beute aus einem fehlgeschlagenen Raubzug bei ihm vermutet.

Meinung zum Film:
Dass Wrestler der WWE in Filmen Auftritte haben, hat spätestens mit Hulk Hogans Auftritt in „Rocky 3“ eine lange Tradition. Und seitdem die WWE mit den „WWE Studios“ ihre eigene Produktionsabteilung für Spielfilme besitzt, wird aus der Ausnahme so langsam eine Regel. Nachdem Paul „The Big Show“ Wight sich jüngst in „Knucklehead“ unter anderem im rosa Kostüm präsentieren durfte, zieht es nun Paul "Triple H" Levesque in die Rolle eines Vaters, der die Zuneigung seiner Tochter gewinnen möchte. So ganz unbekannt ist das Filmgeschäft für ihn nicht. Bereits in „Blade: Trinity“ konnte er sich außerhalb des Rings beweisen. Für die Rolle der Teenager-Tochter wurde Ariel Winter („Kiss & Kill“) verpflichtet, die in den USA unter anderem durch ihre Auftritte in der Mockumentary-TV-Serie „Modern Family“ bekannt ist. Regie führte Stephen Herek, der in den 80er- und 90er-Jahren mit Filmen wie „Bill & Ted's verrückte Reise durch die Zeit“, „Critters - Sie sind da!“ oder „Mighty Ducks - Das Superteam“ durchaus den einen oder anderen Zuspruch bei Filmfreunden finden konnte.

Wem es in erster Linie darauf ankommt, Triple H mal außerhalb des Rings in Action zu sehen, wird durchaus auf seine Kosten kommen. Mit ähnlicher Mimik und Gestik, wie man es rund um die Storylines bei der WWE von ihm kennt, beherrscht er die Szenen, in denen er zu sehen ist. Sei es reumütig seiner Ex-Frau und seiner Tochter gegenüber zu treten, die Schulkinder mit imposantem Auftreten zur Ruhe zu bringen oder seinen alten Partners-in-Crime entgegen zu treten – Paul Levesque verkörpert das, was man aus der WWE von ihm gewohnt ist. Er ist der Fels in der Brandung, der alles im Griff hat. Allzu viele Emotionen dürfen allerdings nicht erwartet werden. Während Levesque in den eher auf Action, männlicher Ausdruckskraft oder Comedy setzenden Momenten über hinreichend Geschick zum Darstellen der Szene verfügt, scheitert er in den eher ruhigeren Momenten mit seiner Tochter dann doch. Da diese Szenen aber in der Anzahl aber überschaubar sind, fällt dies nicht weiter tragisch ins Gewicht.

Was aber leider dann doch deutlich ins Gewicht fällt ist die Plattheit und Abgedroschenheit der Story. Die gesamte Handlung ist selbst von Gelegenheits-TV-Zuschauern bereits nach wenigen Minuten komplett vorhersehbar. Es fehlt an jeglicher Zündung auch nur einer einzigen Idee. S.J. Roth legt mit dem Skript zum Film zwar seine erste Drehvorlage vor, doch ist er als Bühnenautor schon vorher tätig gewesen. Aus diesem Grund kann sein Einstieg ins Filmgeschäft nur als Schlag ins Wasser gewertet werden. Natürlich bedarf es bei einer Familienkomödie wie „The Chaperone“ keiner ausgetüftelten Story oder ausgefeilten Charaktere. Doch wenn diese schon sehr eindimensional ausfallen, muss zumindest die Comedy stimmen. Aber auch hier gibt es maximal Einheitsbrei geboten. Wer nicht mehr als die aus dem Ring gewohnte Präsenz von Triple H in einer Komödie erwartet, dürfte nicht enttäuscht werden. Wer allerdings auch ein bisschen etwas Drumherum sehen möchte, wird wahrscheinlich mit diesem Aufpasser keine große Freude haben.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck. Vor allem bei der Herausarbeitung der Details gibt es einige Feinheiten zu bewundern. Die Schärfe trägt ihren Teil dazu bei, dass die Stärken der Blu-ray bei dieser Veröffentlichung zu erkennen sind. Der deutsche Ton liegt im unkomprimierten LPCM 5.1 vor und ist durchweg gut zu verstehen, Die Surroundeffekte sind aber kaum der Rede wert.  

Bei den Extras gibt es zunächst einen Audiokommentar mit den Darstellern Triple H, Ariel Winter und Yeardley Smith, der sehr unterhaltsam ausgefallen ist und bei dem das Trio offensichtlich viel Spaß hatte. Weiter geht es mit dem witzigen "Ariels Videotagebuch", in der die junge Darstellerin mit ihrer Videokamera über den Set schleicht und ihre Kollegen nervt. Hinter "Ein Bus voller Missgeschicke" versteckt sich ein Gag-Reel, während "Ich bin der Aufpasser: Triple H" zeigt, welche Wirkung die Anwesenheit von Paul Levesque auf seine Kollegen und Kolleginnen am Set hatte. Es gibt noch das Musikvideo "Come Back" von Ariel Winter, den Beitrag "Stunt-Unterricht" über die Stunts im Film, "Das sind sie, Kinder" mit einem Portrait über die Kind-Darsteller, "Das ist ein Raptor - In der Dinosaurier-Ausstellung" mit ein paar Infos über die Dinosaurier-Ausstellung im Film, sowie abschließend eine Foto-Gallerie. Zusätzlich gibt es mit "That's what I am - ein Einblick", einen Hintergrundbericht über eine neuen WWE-Filmproduktion mit Superstar Randy Orton in einer der Hauptrollen.

Fazit:
„The Chaperone“ ist eine Familienkomödie, die einzig auf die Präsenz von Hauptdarsteller Triple H in Zusammenarbeit mit Ariel Winter setzt. Wer lediglich den WWE-Superstar mal in einer Komödie sehen möchte, wird sicherlich nicht enttäuscht. Wer allerdings auch gerne eine Geschichte dabei erleben möchte, die nicht bereits nach wenigen Minuten komplett vorhersehbar ist, sollte sich den Ausflug mit dem Aufpasser besser gleich schenken.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
103:39 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Linear PCM 5.1
Linear PCM 5.1
Englisch
Linear PCM 5.1
Linear PCM 5.1
Französisch
Linear PCM 5.1
Linear PCM 5.1
Untertitel:
Englisch für Hörgeschädigte, Niederländisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar mit den Darstellern Triple H, Ariel Winter und Yeardley Smith
  • Ariels Videotagebuch
  • Ein Bus voller Missgeschicke
  • Ich bin der Aufpasser: Triple H
  • Musikvideo "Come Back" von Ariel Winter
  • Stunt-Unterricht
  • Das sind sie, Kinder
  • Das ist ein Raptor - In der Dinosaurier-Ausstellung
  • Foto-Gallerie
  • "That's what I am" - ein Einblick
The Chaperone - Der etwas andere Aufpasser - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Chaperone - Der etwas andere Aufpasser
The Chaperone

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Triple H im üblichen Format, die Story aber platter als ein Busreifen ohne Luft


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
Stephen Herek
Drehbuch:
S.J. Roth
Darsteller:
Paul "Triple H" Levesque, Ariel Winter, Ashley Taylor, Kevin Corrigan, José Zúñiga, Kevin Rankin, Annabeth Gish, Enrico Colantoni, Cullen Chaffin

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
08.04.2011