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DVD-Besprechung - Zombie Uproar

Story:
Bevor der Serienmörder Shadow (Tony Todd) hingerichtet wird, holt sich der Schlächter von Frauen, Kindern, Embryos und Polizisten Unterstützung aus der Hölle. Er wird zwar hingerichtet, aber sein Blut macht sich selbständig und verteilt sich im Gefängnis. Es kommt zu einem brutalen Aufstand, bei dem jeder versucht, jeden zu massakrieren. Die sterblichen Überreste der Getöteten werden auf dem Gelände des Gefängnisses verbuddelt und in den darauffolgenden Jahren vergessen. Jahre später wird das alte Gemäuer als Frauenknast für eine neue Therapie genutzt und eines Tages tritt die junge Solitaire (Carla Greene) ihre Haftstrafe an. Doch mit ihr tut sich nun einiges in der unseligen Erde und Shadow wird wieder aktiv, allerdings ist Solitaire eine ganz besondere Gegnerin für ihn.

Meinung zum Film:
Im Jahr 2008 erschien „Zombie Uproar“ bereits unter dem Originaltitel „Shadow: Dead Riot“, wobei die Neuauflage eine identische Laufzeit und technische Ausstattung vorweisen kann, die Extras aber verbessert wurden. Eines bleibt aber, denn am Ende von „Shadow: Dead Riot“ muss sich der Zuschauer schon fragen, was er denn da in den vergangenen knapp eineinhalb Stunden gesehen hat. Zum einen gibt es eine typische Wiedergängerstory, in der ein menschlicher Teufel mit dunklen Kräften paktiert und so den eigenen Tod überdauern will. Kein geringerer als die Horrorikone Tony Todd („Candyman“) schlüpft in die Rolle des Shadow. Seine imposante Körpergröße von 196 cm bringt er auch prompt ein und mit den Rastazöpfen und den spitz gefeilten Zähnen gibt er das perfekte Bild eines dunklen Voodoopriesters ab. Welche Dämonen er ruft, bleibt hingegen ein kleines Mirakel, allerdings ist dies auch vollkommen egal. Er taucht eben nach zwanzig Jahren wieder aus seinem Grab auf und verlangt erneut nach kostbarem Blut.

Zum anderen gibt es einige für die Handlung und den Film vollkommen überflüssige Nacktszenen. Irgendwie kommt einem der Eindruck in den Sinn, dass diese blanken üppigen Brüste und Lesboszenen von irgendetwas ablenken wollen. Es ist vermutlich die Einsicht, dass die Geschichte recht simpel ist und irgendwie der Film auf ein volles Kinoformat gezogen werden soll. Anders sind dann auch die teilweise derben Splattereffekte nicht zu erklären, die in verstärktem Maß ab der Mitte des Films einsetzen. Ungefähr zur gleichen Zeit bekommt dann auch die Hauptfigur der Solitair enorme Kräfte und kann sich mit dem kompletten Wachpersonal anlegen. Bei dieser Mixtur aus Knastfilm und Splatter kommt dem versierten Zuschauer schnell „The Story Of Ricky“ in den Sinn.

Die B-Movie-Produktion wurde durchgehend, Tony Todd ausgenommen, mit Darstellern besetzt, die bislang nur wenige Rollen, vor allem in TV-Serien besetzten. Tony Todd ist gewohnt bestialisch, diabolisch und von Herzen böse. Den Part beherrscht er aus dem Stegreif und die Rolle als Shadow hat ihn wohl kaum unter wirklichen Druck gesetzt. Carla Greene spielte schon in „Law & Order“ mit und als streitbare Gefängnisinsassin steht sie beachtlich ihre Frau. Als Action-Darstellerin kann sie auf jeden Fall gerne wieder in einer Produktion erscheinen. Die blutigen Spezialeffekte sind in Ordnung und nur wenige wirken zweitklassig.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für ein typisches B-Movie sehr passabel und verfügt über ein ausgewogenes Farbmuster. In einige Rückblenden wird das Bild dann etwas körnig, was aber ein Stilmittel ist und kein Zeichen schlechter Qualität. Einzig der Kontrast könnte ein wenig besser sein. Die Dolby-Digital-5.1-Spur ist völlig misslungen, denn die Dialoge wurden fast komplett auf die rückwärtigen Boxen gelegt und so empfiehlt es sich bei eingeschaltetem Surroundsystem auf die Dolby-Digital-2.0-Spur zu wechseln. Da fühlt man sich nicht so permanent in einer leeren Halle.

Bei den Extras hat die Neuauflage zugelegt. Sie liegen allerdings nur in englischer Sprache vor. Nach dem Trailer folgt das Making Of (58:06 Minuten), welches einen tiefen Einblick in die Dreharbeiten bzw. die gesamte Entstehung des Films bietet. So kann der Zuschauer staunend zur Kenntnis nehmen, dass „The Story of Ricky“ auch Einfluss auf diese Produktion hatte. Zusätzlich gibt es noch geschnittene Szenen (07:44 Minuten), sowie ein Rap-Video zum Hauptfilm.

Fazit:
„Zombie Uproar“ ist nicht schlecht, aber auf jeden Fall zu lang geraten. Um die magische 90 Minuten-Grenze zu erreichen, haben sich die Produzenten zu sehr auf die Faktoren Sex und Gewalt gelassen. Bildtechnisch ist die DVD in Ordnung, nur der deutsche Dolby-Digital-5.1-Ton wurde in den Sand gesetzt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
86:43 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  •  Making Of
  • Deleted Scenes
  • Musikvideo
Zombie Uproar - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Zombie Uproar
Shadow: Dead Riot

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Mäßiger Knasthorror mit Abstrichen


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Derek Wan
Drehbuch:
Michael Gingold, Richrad Siegel
Darsteller:
Carla Greene, Tony Todd, Nina Hodoruk, Michael Quinlan, Tatianna Butler, Cat Miller, Andrea Langi, Misty Mundae, Anna Curtis, Ruby Larocca, Danielle Riley

Label Deutschland :
Savoy Film
Verkaufsstart Deutschland :
25.03.2011