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Blu-ray-Besprechung - Fired
Story:
Joy Mittal (Rahul Bose) ist allein im Bürogebäude seiner Firma. Eigentlich sollte dort noch ein geschäftiges Treiben herrschen, doch es regiert die Ruhe. Kein Wunder, denn um selbst weiter aufzusteigen, hat Joy den meisten Mitarbeitern gekündigt. Während er in das größte Büro einzieht, beginnen plötzlich unheimliche Dinge. Im Spielzimmer machen sich Spielzeuge selbständig und Joys außereheliches Verhältnis erscheint ihm als Geist. Sind die Ereignisse nun echt, oder spielt ihm sein Verstand einen Streich? Ein Blick auf die Aufzeichnungen der Überwachungskameras eröffnet ihm eine erschreckende Wahrheit.
Meinung zum Film:
Die indische Horrorproduktion „Fired“ ist im Ergebnis eine Produktion, an der sich die Geister scheiden werden. Während die einen Zuschauer den Produzenten auf die Schulter klopfen und ihnen zuraunen, dass sie bunte Tanz- und Gesangsfilme in Überlänge machen sollen, werden andere angesichts der Psychoaspekte von „Fired“ Loblieder singen. In der Mitte der Meinungen werden sich sicherlich nur wenige Zuschauer wieder finden. Der Film soll auf einer wahren Begebenheit basieren, wobei lediglich das Ende bekannt ist, die rund 80 Minuten davor sind die Interpretation der Ereignisse durch Regisseur und Drehbuchautor Sajit Warrier („Shoo Fly“).
Rahul Bose („Tahaan“) hat schon in rund 30 Bollywoodproduktionen mitgewirkt und das merkt man ihm auch an. In der Besetzungsliste finden sich zwar viele Namen, aber im Prinzip wird hier eine One-Man-Show durchgezogen. Nur wenn es unbedingt notwendig ist, dann werden auch andere Charakter präsentiert, vorzugsweise durch Rückblenden. Bose spielt das geschäftsführende Vorstandsmitglied Joy Mittal, der seiner Firma eine Menge Geld einsparen möchte. Er feuert kurzerhand fast die komplette Belegschaft seiner Niederlassung in London, steigt selbst dabei aber weiter auf. Hier liegt ein kleines Problem für den Zuschauer, denn bis auf einen Wachmann in seinem Überwachungsbüro, ist sonst niemand mehr da.
So rein gar niemand mehr arbeitet dort und doch soll der Standort weiter produzieren. Das ist schon schwierig zu akzeptieren, aber der Film funktioniert theoretisch nur, wenn niemand mehr da ist. Rahul Bose agiert an sich gut, nur die Auflösung dessen, was da passiert ist leider zu banal und kann, trotz diverser Schockeffekte, nicht überzeugen. Die Szenen, in denen der Zuschauer erschreckt werden soll, sind zu vorhersehbar und viel zu früh gibt es die Erklärung für die Ereignisse und das Ende kündigt sich quasi in leuchtenden Neonlettern an. Immerhin ist es ein Versuch gewesen, vielleicht schafft das indische Kino es ja doch noch, den Fuß in die Tür des Psychohorrors zu bekommen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray-Disc kann nicht überzeugen, da die Möglichkeiten des Mediums nicht ausgenutzt werden. Es mag sein, dass das Stilmittel der farblichen Bildgestaltung eine Rolle spielt, denn blaugraue Farbe ist sehr dominant und soll für Atmosphäre sorgen. Gleichzeitig bleibt aber die Bildschärfe auf der Strecke. Das Bild ist wenig detailfreudig ausgefallen und es zeigt sich phasenweise ein merkliches Rauschen. Der Ton ist akzeptabel, zumal er auch ein Träger der Spannung ist. Bei diesem Genre ist dies nicht unüblich und die akustische Kulisse passt.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
Die indische Psychoproduktion „Fired“ ist nichts für das Mainstream-Publikum, eher werden die Freunde des Genres ihre Unterhaltung finden. Letzteres auch nur, wenn sie bereit sind, die „Kunstgriffe“ des Drehbuchs zu akzeptieren. Das Bild hat merkliche Schwächen, der Ton hingegen ist in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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84:04 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Hindi Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Fired
Fired
Vorhersehbarer Psychofilm
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Indien, 2010 Regie: Sajit Warrier Drehbuch: Sajit Warrier, Shripal Morakhia Darsteller: Rahul Bose, Dinesh Lamba, Nassar Abdulla, Pail Clerkin, Yusuf Hussain, Nickul Hathi, Mo Idriss, Vanessa Lam
Label :
WGF Verkaufsstart : 24.03.2011
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