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Kino-Besprechung - Das Schmuckstück
Story:
Suzanne (Catherine Deneuve) ist mit dem Fabrikanten Robert (Fabrice Luchini) verheiratet. Obwohl die Fabrik eigentlich von ihrem Vater gegründet wurde, interessieren ihn ihre Ansichten bei deren Leitung nicht im Geringsten. Doch dann erleidet er während eines Streiks plötzlich einen Herzinfarkt und fällt aus. Weil niemand anderes da ist, springt Suzanne ein. Mit Hilfe des kommunistischen Bürgermeisters Babin (Gérard Depardieu) gelingt es ihr tatsächlich den Arbeitskampf beizulegen. Auch bei der anschließenden Leitung der Fabrik zeigt sie sich erstaunlich erfolgreich. Doch dann wird Robert gesund und möchte die Führung wieder übernehmen.
Meinung zum Film:
„Das Schmuckstück“ ist ein Film des französischen Regisseurs Francois Ozon („8 Frauen“), der auch das Drehbuch verfasst hat. Ähnlich wie schon bei „8 Frauen“ basiert es auf einem Theaterstück, in diesem Fall von Barillet und Gredy. Im Gegensatz zum Vorgänger hat dieser Film aber nicht mehr das Gefühl eines Kammerstücks, sondern kommt durchaus real daher. Besonders das Flair und die Stimmung der siebziger Jahre wurden schön getroffen, wobei nicht zuletzt die Musikauswahl hilft. Der Film ist in erster Linie eine Komödie, hat aber auch sozialkritische Untertöne, auch wenn sie immer locker präsentiert werden. So geht es um die Rolle der Frau in Arbeitswelt und Politik, Homosexualität und mehr.
Die Hauptrolle der Suzanne wird von Catherine Deneuve („8 Frauen“) gespielt. Man merkt ihr die Freude daran an, eine Rolle jenseits ihres üblichen Typs der kühlen Schönheit zu spielen. Schon die Anfangsszene, in der sie in einem roten Jogginganzug durch einen Park joggt, sagt viel über ihren Charakter aus. Aber Deneuve vermittelt auch sehr überzeigend die Wandlung, die ihr Charakter im Laufe des Films durchmacht. Während sie am Anfang tatsächlich nur das „Schmuckstück“ quasi im Besitz ihres Mannes ist, entwickelt sie im Laufe des Films immer mehr Selbstbewusstsein und Eigeninitiative.
Ihr Mann Robert wird von Fabrice Luchini („So ist Paris“) dargestellt. Man merkt ihm wunderbar an, wie verwundert ihn die Wandlung seiner Frau zurücklässt. Und so sehr man sich über sein herablassendes Verhalten ihr, aber auch seinen Arbeitern, gegenüber ärgert, schafft er es doch, seinem Charakter auch sympathische Züge zu verleihen. Die dritte wichtige Rolle im Film spielt Gérard Depardieu („36 – Tödliche Rivalen“) als Bürgermeister Babin. Während er am Anfang Suzannes Helfer ist, kommt er später doch auch nicht mit ihrer Wandlung mit. Trotzdem merkt man aber auch die Chemie zwischen Depardieus Babin und Suzanne. Was auch nicht überrascht, da es schon ihr zehnter gemeinsamer Spielfilm ist und oft spielten sie dabei ein Liebespaar.
Fazit:
„Das Schmuckstück“ ist eine entspannte Komödie, aber mit durchaus vorhandenen sozialkritischen Untertönen. Im Zentrum des Films steht eindeutig eine hervorragende Catherine Deneuve, aber auch der Rest des Casts weiß zu überzeugen. Sehr schön ist auch die Stimmung der siebziger Jahre getroffen.
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Das Schmuckstück
Potiche
Eine Komödie um eine Frau, die ihre innere Stärke findet
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2010 Regie: Francois Ozon Drehbuch: Francois Ozon (basierend auf einem Theaterstück von Barillet und Gredy) Darsteller: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini, Karin Viard, Judith Godrèche, Jérémie Renier, Sergi Lopez, Evelyne Dandry
Verleiher:
Concorde Film
Kinostart : 24.03.2011
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