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DVD-Besprechung - WWE - TLC 2010
Story:
Als letzte PPV im Jahr 2010 fand TLC - Tables Ladder & Chairs am 19. Dezember im Toyota Center in Houston, Texas statt. 11.500 Zuschauer sahen die Matches live vor Ort, bei denen die angepasste Reglementierung für zusätzliche Spannung sorgte: Der Einsatz von Leitern, Stühlen und Tischen war ausdrücklich gestattet und sogar bei speziellen Matches unumgänglich. Um ein Leitermatch zu gewinnen, muss der hoch über dem Ring hängende Gürtel via Leiter erreicht werden. Der Sieger eines Tischematches muss mit dem Körper des Gegners einen Tisch zum Zerbrechen bringen und beim Stühlematch können die vorhandenen Sitzgelegenheiten für jegliche Manöver verwendet werden. Diese Voraussetzungen bescheren "TLC 2010" den speziellen Charakter und heben das Event "thematisch" von anderen Wrestling-Großereignissen ab.
Meinung zum Film:
Im Eröffnungskampf, der als Leitermatch konzipiert war, trafen mit Dolph Ziggler, Jack Swagger und Kofi Kingston gleich drei Fighter aufeinander. Zigglers Intercontinental-Titel stand auf dem Spiel. Die Besonderheit: Der Gürtel hängt meterhoch über dem Ring, die Kontrahenten müssen diesen via Leiter erreichen, aus der Verankerung lösen und auf den Ringboden zurückkehren. Obwohl die Teilnehmer allesamt ausgewiesene Techniker sind, kann das Match weniger durch seine technischen Qualitäten überzeugen, sondern vielmehr die Leiter-Dramaturgie ausspielen. Im Rahmen dieser PPV ist dies zwar zu erwarten, dennoch werden technikaffine Zuschauer dem Kampf nicht viel abgewinnen können. Zusätzlich verliert die Ansetzung durch das unrühmliche Ende an Eindruck. Eine deutliche Steigerung ist im nachfolgenden Tag-Team-Tables-Match zwischen den Diven Beth Phoenix und Natalya gegen Laycool festzustellen. Sowohl die vielseitigen Aktionen als auch der spannende Kampfverlauf können überzeugen. Endlich wird den weiblichen Athletinnen die Gelegenheit gegeben, ihr Können zu zeigen und nicht bloß in knappen Outfits die Menge anzuheizen. Eine Chance, die zumindest drei der Kontrahentinnen ergriffen haben. Das Match um den Tag-Team-Titel zwischen Santino Marella und den Nexus-Gefolgsleuten ist hingegen kaum erwähnenswert, da er lediglich dazu herhalten musste, den Prügelknaben der Nexus-Bruderschaft ein Forum zu bieten.
Im Leitermatch zwischen Sheamus und John Morisson gibt es wenig ansehnliche Raffinessen zu bestaunen, obwohl mit Morisson ein talentierter Highflyer im Ring stand. Dieser konnte seine Fertigkeiten kaum oder nur sehr selten unter Beweis stellen, da das Match eher einer Prügelei glich als einem Wrestlingmatch. Auch hier wieder der Hinweis: Wer Leitermatches und die ihr eigene Dramaturgie mag, wird gut bedient. Nachfolgend stand das Tablesmatch zwischen Randy Orton und The Miz um den WWE Championtitel auf der Setcard. Da Orton im Vorfeld angeschlagen gegen Miz seinen Titel verlor (Stichwort: Money-in-the-Bank-Einlöse), war diese Ansetzung von Beginn an rasant und hitzig und konnte sowohl die Zuschauer in der Halle als auch die Fans vor den Schirmen mitreißen. Die Abwechslung zwischen Leiter- und Tischematches bringt durchaus Bewegung und Dynamik in die Kampfabfolge, was insgesamt gesehen zu einem guten Unterhaltungswert führt. Wer generell wenig mit solchen Matchkonstellationen anfangen kann, ist - allein schon am Grundkonzept der PPV betrachtet - nicht die Zielgruppe dieser Großveranstaltung.
Das Tables-, Ladders- & Chairs-Match um den World-Heavyweight-Championtitel zwischen Kane, Edge, Alberto del Rio und Rey Mysterio war wie das Stühlematch zwischen John Cena und Wade Barrett als TLC-Main-Event angesetzt. Letztgenannte Auseinandersetzung hat es in dieser Form oder wenigen Abänderungen kürzlich mehrfach gegeben, sodass sich langsam aber sicher Gewohnheit einstellt. Dennoch kann der Kampf als wichtig für die Cena/Nexus-Storyline beschrieben werden und erhält auf diese Weise einen Spannungsschub. Die Athleten versuchen engagiert diesen Erwartungen gerecht zu werden und rufen dazu ansprechende Leistungen ab, die mit ihren typischen Moves garniert werden. Auch das Vierfach-Match konnte überzeugen, führte es doch als Leiter-Tische-Stühle-Match alle Fäden zusammen. Beide Hauptkämpfe verfügen über eine ausgeprägte Dramaturgie, die sie schließlich einem Höhepunkt gerecht werden lässt. Zusammenfassend betrachtet kann die PPV aufgrund ihrer stimmigen Kämpfe überzeugen, wobei noch immer die Ideenlosigkeit der Fehden - Stichwort: Nexus - angeprangert werden muss.
Digitale Aufarbeitung:
Die technische Qualität des TLC-Silberlings unterscheidet sich nicht von der anderer aktueller WWE-Produktionen. Helligkeit, Farben und Kontraste sind ordentlich abgestimmt, während wenige Bewegungsunschärfen auffallen. Im Tonmenü kann der Zuschauer zwischen englischem Original oder dem deutschen und französischen Kommentar wählen (Dolby Digital 2.0). Untertitel auf Englisch, Niederländisch und Griechisch runden die Audio-Sektion ab.
Als Extra wird dem Zuschauer ein Kurz-Interview mit John Cena geboten.
Fazit:
"WWE TLC 2010" präsentiert sich ausgereift und zeigt ansehnliche Matches, die bestens auf die angepasste Reglementierung ausgelegt sind. Stühle, Tische und Leitern stehen jedoch stets im Vordergrund und verhindern oft bei vielen Superstars das Abrufen ihres technischen Know-Hows. Die Disc ist qualitativ gut, nur die Extra-Sektion ist mit lediglich einem Interview zu dünn ausgefallen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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176:29 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Englisch, Griechisch, Niederländisch |
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Bonusmaterial:
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WWE TLC 2010
WWE TLC 2010
Prügelei um und mit Leitern, Stühlen und Tischen
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Darsteller: John Cena, Wade Barrett, Kane, Edge, Rey Mysterio, Alberto Del Rio, The Miz, Randy Orton, John Morrison, Sheamus, Santino Marella, Vladimir Kozlov, Heath Slater, Justin Gabriel, Natalya, Beth Phoenix, Lay-Cool, Dolph Ziggler, Kofi Kingston, Jack Swagger
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 01.04.2011
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