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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Kino-Besprechung - Willkommen bei den Rileys

Story:
Der Geschäftsmann Doug Riley (James Gandolfini) aus Indianapolis reist wegen einer Fachmesse nach New Orleans. Bei einem Besuch in einem Stripclub fällt ihm die junge Tänzerin Mallory (Kristen Stewart) auf. Sie erinnert ihn an seine Tochter, die vor Jahren bei einem Unfall ums Leben kam. Er versucht, sich mit der scheuen jungen Frau anzufreunden. Nach anfänglichen Zweifeln zieht er sogar bei ihr ein und nimmt immer mehr eine Vaterrolle für sie ein. Mit der Nachricht, vorerst nicht nach Hause zurückzukehren, schockiert er allerdings seine Frau (Melissa Leo). Auch sie hat den Tod ihrer Tochter nie verwunden und fürchtet, nun auch noch ihren Mann zu verlieren.

Meinung zum Film:
„Willkommen bei den Rileys“ ist ein Film von Regisseur Jake Scott („Plunkett & Macleane – Gegen Tod und Teufel“), der aus einer berühmten Familie von Filmschaffenden stammt. Sowohl sein Vater Ridley Scott („Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“) als auch sein Onkel Tony Scott („Domino – Live Fast, Die Young“) gehören zu den bekanntesten Regisseuren überhaupt. Jake Scott selbst hat sich in seiner Karriere bisher besonders auf Musikvideos und Werbespots spezialisiert, für die er schon viele Preise bekommen hat.

Am Beginn des Films zeigt Scott eine Familie in einer Schockstarre, obwohl der Unfall, der diesen Schock ausgelöst hatte, nun schon acht Jahre zurückliegt. Zwischen Doug und seiner Frau Lois ist die Kommunikation zusammengebrochen. Doug verweigert jedes tiefer gehende Gespräch. Lois wiederum traut sich praktisch nicht mehr aus der Sicherheit ihres Hauses. Selbst den Gang zum Briefkasten, um die Post reinzuholen, muss jemand anderes für sie machen. Dougs Begegnung mit der jungen Stripperin Mallory bringt nun plötzlich Bewegung in die Situation. Sein Beschluss, bei ihr einzuziehen, zwingt nun auch Lois zu handeln. Mallorys dreckige Wohnung in einem heruntergekommenen Teil von New Orleans ist dabei ein starker Kontrast zum schmucken Vororthaus der Rileys in Indianapolis. Dabei hilft die Atmosphäre von New Orleans dem Film ungemein. In kaum einer anderen amerikanischen Stadt hätte diese Geschichte auf die gleiche Weise erzählt werden können.

Doug wird von James Gandolfini („Die Sopranos“) perfekt verkörpert. Schon von der Statur her passt er zu diesem hemdsärmeligen Geschäftsmann, der die Reparaturen in Mallorys Wohnung selbst übernimmt. Nach Jahren als Mafiaboss in einer Fernsehserie war es Gandolfinis Wunsch, endlich mal eine Rolle zu spielen, in der er niemanden umbringen muss. Melissa Leo („The Fighter“) spielt die psychisch so stark angeknackste Ehefrau. Sie zeigt hier, warum sie inzwischen verdient einen Oscar gewonnen hat. Besonders hervorheben muss man aber auch die Leistung von Kristen Stewart („Twilight – Biss zum Morgengrauen“), die die junge Stripperin Mallory darstellt. Sie vermittelt ihr Misstrauen, ihre Verletzlichkeit, aber auch ihre versteckte Freude darüber, plötzlich eine positive Vaterfigur in ihrem Leben zu haben, was ihr bisher nicht gegönnt war.

Fazit:
„Willkommen bei den Rileys“ ist eine ruhige Familiengeschichte. Sie wird getragen von ihrem Cast und der unnachahmlichen Stimmung von New Orleans. Gelegentlicher feiner Humor und eine hoffnungsvolle Botschaft kennzeichnen den Film.

Willkommen bei den Rileys - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Willkommen bei den Rileys
Welcome to the Rileys

Bild unseres Mitarbeiters Martin Asbach
Eine ungewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung zwischen hemdsärmeligem Geschäftsmann und Stripperin


Autor der Besprechung:
Martin Asbach

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Jake Scott
Drehbuch:
Ken Hixon
Darsteller:
James Gandolfini, Kristen Stewart, Melissa Leo, Joe Chrest, Ally Sheedy, Tiffany Coty, Elisa Davis, Lance E. Nichols

Verleiher:
Kein Verleih bekannt
Kinostart Deutschland :
07.04.2011