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Life of CrimeMädelsabendSchneewittchen und die sieben Zwerge (Diamond Edition)

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Kino-Besprechung - Ohne Limit

Story:
Der erfolglose Autor Eddie Morra (Bradley Cooper) kämpft mit einer Schreibblockade und dem Ende der Beziehung mit seiner langjährigen Freundin Lindy (Abbie Cornish), als ihm auf der Straße sein Ex-Schwager Vernon (Johnny Whitworth) begegnet, der ihm eine neuartige Droge anpreist, die quasi ohne Nebenwirkungen den menschlichen Intellekt um ein Vielfaches steigern soll. Er gibt Eddie eine Kostprobe, die dieser nach einigem Zögern einnimmt. Der Effekt ist verblüffend: in kürzester Zeit schreibt Eddie sein Buch zuende und kann sich plötzlich an alles erinnern, was er jemals wahrgenommen hat. Durch eine Verkettung von Zufällen gelangt Eddie schließlich an einen größeren Vorrat der Pillen und beginnt einen kometenartigen Aufstieg in der Wirtschaftswelt, der ihn schließlich in die Firma des Großindustriellen Van Loon (Robert DeNiro) bringt. Doch da beginnt Eddie festzustellen, dass die Droge doch nicht ganz ohne Nebenwirkungen ist.

Meinung zum Film:
Die Karriere des Schauspielers Bradley Cooper folgte keinem ganz gewöhnlichen Pfad. Als er vor einigen Jahren in der Agentenserie "Alias – die Agentin" den harmlosen besten Freund der Hauptfigur Sidney Bristow spielte, konnte sich wohl noch kaum jemand vorstellen, dass aus dem sympathischen, aber zunächst eher unscheinbaren Darsteller einmal ein waschechter Filmstar werden sollte. Doch in den letzten zwei Jahren folgten größere Rollen in "Hangover" und "Das A-Team", und plötzlich war Cooper in aller Munde. Bald schon wurde er als Top-Kandidat für mehrere große Superhelden-Rollen gehandelt, und auch wenn er bisher kein buntes Spandex-Kostüm anziehen durfte, spielt er in "Ohne Limit" nun doch so eine Art Übermenschen. Ob der Schauspieler wohl selber irgendein Mittelchen genommen hat, das ihm hilft, sein Potenzial voll auszunutzen? Der Aufgabe, einen Film fast allein auf seinen Schultern zu tragen und sogar in Gegenwart von Schauspiellegende Robert DeNiro ("Goodfellas") gut auszusehen, scheint er in "Ohne Limit" jedenfalls voll und ganz gewachsen zu sein.

Cooper überzeugt in "Ohne Limit" im Grunde in einer Art Doppelrolle. Sowohl als erfolg- und antriebsloser Loser als auch als erfolgsverwöhnter Over-Achiever macht er eine gute Figur. Dabei ist besonders letzterer Part ihm wie auf den Leib geschrieben. Coopers etwas schmieriger Charme, mit seinem fast schon zu perfektes Grinsen und seiner manischen Energie, passen perfekt zu dem Übermenschen, zu dem die Droge seine Figur Eddie macht und es ist eine Freude, ihn in dieser Rolle zu sehen. Doch auch der Rest der Darsteller ist sehr überzeugend, allen voran natürlich Robert DeNiro, der in "Ohne Limit" eine seiner besten Schauspielleistungen seit Jahren abliefert. Abbie Cornish ("Sucker Punch") hinterlässt in ihren wenigen Szenen als Eddies Freundin ebenfalls einen guten Eindruck. Auch die reißerisch gehaltene, an höchst stilisierte Filme wie "Fight Club" erinnernde Regie kann man als gelungen betrachten. Regisseur Neil Burger ("Der Illusionist") geizt nicht mit ausgefeilten Tricks wie Montagen, in denen mehrere Versionen des Darstellers gleichzeitig im Bild sind, scheibar endlosen Highspeed-Kamerfahrten durch New Yorks Straßen und Änderungen in der Farbstimmung, wenn Eddie die Droge genommen hat. Der Regiestil spiegelt somit bestens den rastlosen Charakter der Hauptfigur wieder und lässt den Film ein bisschen wie einen Drogentrip wirken.

Der schwächste Punkt von "Ohne Limit" ist wahrscheinlich das Drehbuch. Eigentlich sollte man erwarten, dass eine Geschichte über einen Mann mit einem unfassbaren Intellekt auch ziemlich intelligent geschrieben sein müsste; das ist jedoch nur bedingt der Fall. Der Film neigt dazu, Dinge etwas zu häufig und zu detailliert zu erklären, manche der visuellen Metaphern sind einfach nur plump und ein paar Logikklöcher lassen sich ebenfalls finden. Das alles schränkt den Unterhaltungswert des Films jedoch kaum ein. Wer sich nicht allzusehr den Kopf über jedes Detail zerbricht und sich nicht an dem überraschenden und etwas irritierenden Ende stört, dürfte mit "Ohne Limit" eine Menge Spaß haben.

Fazit:
Bradley Cooper und Robert DeNiro überzeugen in diesem sehr unterhaltsamen SF-Reißer, der mit ideenreicher Regie und einer spannenden Grundidee punktet. Dem Erfolg von "Ohne Limit" sollten somit keine Grenzen gesetzt sein.

Ohne Limit - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ohne Limit
Limitless

Bild unseres Mitarbeiters Adrian vom Baur
Ein unterhaltsamer Reißer mit spannender Grundidee


Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
Neil Burger
Drehbuch:
Leslie Dixon (basierend auf dem Roman von Alan Glynn)
Darsteller:
Bradley Cooper, Robert DeNiro, Abbie Cornish, Andrew Howard, Anna Friel, Johnny Whitworth, Tomas Arana, Robert John Burke

Verleiher:
Concorde Film
Kinostart Deutschland :
14.04.2011