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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Blu-ray-Besprechung - Detour

Story:
Lina (Marte Christensen) und Martin (Sondre Krogtoft Larsen) wollen für eine Hochzeit ein paar Flaschen Alkohol von Schweden nach Norwegen schmuggeln. Als sie auf eine polizeiliche Straßenabsperrung treffen, glauben sie schon, dass dies das Ende der Tour sei. Doch ein freundlicher Polizist erklärt ihnen, dass die Straße wegen eines Unfalls gesperrt sei und sie entweder warten können oder einen Umweg nehmen müssen. Das Pärchen mit dem schlechten Gewissen entscheidet sich für den Umweg und erlebt eine Nacht von der die beiden nicht mal geträumt hätten, dass so etwas passieren kann.

Meinung zum Film:
Mit „Detour“ präsentiert sich ein norwegischer Horrorthriller, der sich an den üblichen Eckpunkten solcher Produktionen orientiert. Ein bisschen Thriller, ein wenig Backwood-Horror und eine Prise moderner Internet-Exploitation sind die Grundlagen für einen Film der Genrefreunden gefallen könnte. Regisseur und Drehbuchautor Severin Eskeland („The Chamber“) hat sich bei einer Laufzeit von rund 77 Minuten für eine straffe Handlungsabfolge entschieden. Dies bedeutet zwar, dass es keine Längen gibt und der Film recht flott abläuft, auf der anderen Seite bleiben einige Informationen eher rudimentär. Es gibt in einer Filmszene eine nonverbale Erklärung für die vielen Kameras die in der abgelegenen schwedischen Gegend installiert sind, aber sonst keine weiteren Hinweise.

Die Motivation der Initiatoren bleibt hingegen dem Zuschauer und seiner eigenen Erklärung überlassen. Im Prinzip erhält das Publikum kaum mehr Informationen als die beiden Protagonisten. Anfänglich sind Lina und Martin im Fokus der Kameraarbeit, doch dann richtet sich das Augenmerk auf Lina. Sie wird zur weiblichen Heldin, auch wenn es Situationen gibt, die zunächst nicht darauf schließen lassen. Leider sind einige Spannungsmomente, die das Publikum überraschen sollen, vorhersehbar, so dass die Spannung ein bisschen auf der Strecke bleibt. Das ist nun mal der Nachteil, wenn ein Film sich aus bekannten Mustern zusammensetzt.

Allerdings hat der Film auch seine Vorteile, denn die Bösewichte sind nicht unbezwingbare Superschurken, die jeden Widerstand im Keim ersticken. Da geht auch mal ein Maskenmann zu Boden und wird ausgeknockt. Das ist schon ein realistischer Ansatz, den der Zuschauer dem Film auch abnimmt. Gezielt versucht das Drehbuch, dem Zuschauer durch kleinere Kunstgriffe den wahren Täter zu verschleiern bzw. falsche Spuren zu legen. Der erfahrene Filmfan kann jedoch schnell erkennen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Die schauspielerischen Leistungen sind gut, die Darsteller versuchen nicht, das typische Survivalgekreische zu reproduzieren.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray hält zwei Qualitäten für den Zuschauer bereit. Die hellen und gut ausgeleuchteten Szenen bieten das, was das Medium ausmacht: scharfe Bilder im Nah- und Fernbereich, verbunden mit dem passenden Detailreichtum. Die Farben sind lebensecht und wirken ausgewogen. In den vielen dunklen Szenen verwischt der gute Eindruck und Bildrauschen und ein etwas schwacher Kontrast stellen sich ein. Der Ton ist gut und Score, Nebengeräusche und Dialoge sind harmonisch ausgepegelt. Beim Raumklang legt sich vornehmlich der Score auf die hinteren Boxen.

Einziges Extra ist der deutsche Trailer.

Fazit:
Der norwegische Horrorthriller „Detour“ bietet eine realistische Handlungsbasis und gute Ansätze. Ein wenig mehr Innovation und weniger Blicke auf bestehende Genreproduktionen hätten den Film noch besser aussehen lassen. Immerhin gibt es keine Längen und die Produktion kann man als kurzweilig ansehen. Das Bild hat Schwächen bei dunklen Aufnahmen, ansonsten ist die technische Umsetzung in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
76:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Norwegisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • deutscher Trailer
Detour - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Detour
Snarveien

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Spannung auf Norwegisch


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Norwegen, 2009
Regie:
Severin Eskeland
Drehbuch:
Severin Eskeland
Darsteller:
Marte Christensen, Sondre Krogtoft Larsen, Jens Hulten, Johan Hedenberg, Malin King, Inga Didong Harrie, Jeppe Laursen, Kurt Walle

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
12.04.2010