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Blu-ray-Besprechung - Die Legende der Wächter
Story:
Die Jungeulen Soren und Kludd werden von den Häschern des Tyrannen Tyto Eisenschnabel entführt, welcher das Oberhaupt der Eulen der „Reinsten“ ist. Sie sehen sich als eine elitäre Rasse an, der andere Eulenarten entweder als Soldaten oder als Sklaven beitreten. Die, die dem Sklaventum bestimmt sind, werden durch den Mond verzaubert und zu willenlosem Frondienst herangezogen. Während Kludd sich den „Reinsten“ anschließt, hofft Soren darauf, dass sich die Legende der Wächter von Ga’Hoole als wahr erweist und diese das Eulenreich von der Tyrannei Eisenschnabels befreien werden. Und tatsächlich … die Legende lebt.
Meinung zum Film:
„Die Legende der Wächter“ kam zwar als 3D-Animations-Film ins Kino, kann aber, im Gegensatz zu manch anderer räumlichen Produktion, nicht nur mit visuellen Effekten aufwarten. Es ist eine Art Fantasy-Abenteuer-Film für die ganze Familie. Im Kino war der Film schon ab sechs Jahren freigegeben, aber nur weil die FSK gute drei Minuten gekürzt sehen wollte. Die Verleiher beugten sich dem Druck, da sie im Kino natürlich möglichst hohe Einnahmen generieren wollten. Für das Heimkino ist der Film nun in voller Länge zu sehen, allerdings mit der Freigabe ab zwölf Jahren. Im Verlaufe des Films, vor allem in der zweiten Filmhälfte, wird deutlich, warum dies so ist. Da wird es für die ganz Kleinen sicherlich zu spannend und auch gruselig.
Die Geschichte des Films basiert auf dem bewährten Prinzip Gut gegen Böse und die Charaktere fallen entsprechend eindimensional aus. Natürlich gibt es auch auf der Seite der fiesen Vögel Figuren, mit denen der Zuschauer etwas anfangen kann, so z.B. die beiden Soldateneulen, welche die Eulenbrüder Kludd und Soren zu Beginn des Films in das „Reich der Reinsten“ entführen. Die beiden sind eine Art Running Gag, da sie sich stets in ihren bösesten Grimassen messen. Trotz der Laufzeit von gut 96 Minuten entstehen keine Längen, da entsprechend viele kleine Spannungssteigerungen vorhanden sind. Nach nicht einmal 20 Minuten sind die Fronten geklärt und der Zuschauer kann sich an die fremden Namen wie Tyto-Königreich oder Eulen von Ga’Hoole gewöhnen.
Wenn ein Film ohne große Innovationen aufwartet und zudem eigentlich für den 3D-Sektor produziert wird, dann ist es für den Zuschauer ein echtes Plus, wenn die Produzenten auch Wert auf die Unterhaltung legen. Neben der bereits erwähnten sehr linearen Story betrifft dies auch gelegentlichen Humor, der das Geschehen immer wieder auflockert. Da ist z.B. die kleine Eulendame Eglantine, die ihre erste feste Nahrung zu sich nimmt und dann mit der natürlichen Verdauung der Greifvögel so ihre kleinen Probleme hat. Sie findet die Nebenerscheinungen nämlich eklig. Oder die freundliche Schlange Mr. P, die gleichzeitig die Kinderfrau der Eulen ist - und zudem noch eine sehr geschwätzige. Der Film bietet grundsolide gute Unterhaltung.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray kann getrost als Referenz bezeichnet werden. Sicherlich haben Animationsfilme ihre kleinen Vorteile, aber ein Blick auf die vielen verschiedenen Eulengefieder zeigt, wie viel Qualität und Rechenleistung in den Bildern sitzt. Die Farben sind sehr ausgewogen und auch der Kontrast kann sich sehen lassen. Die Bildschärfe ist hervorragend und zeigt auch viele andere Details. Der Ton passt sich dem hohen Niveau an und der Sound ist jederzeit passend präsent. Viel Volumen, wenn die Dramatik gesteigert werden soll, und dezent bei den weniger pompösen Szenen. Hier passt die Abstimmung perfekt.
Die Extras beginnen mit einem Kapitel zu den wahren Wächtern der Erde (15:09 Minuten), in dem der Zuschauer einen kleinen Einblick über die tatsächlichen Eulenarten auf der Erde erhält. Der zum Hauptfilm zuschaltbare „Kids Mode“ bietet während des Films erläuternde Zusatzinformationen an. Dann gibt es noch ein Memoryspiel, bei dem die leckeren Speisen der Eulen passend aufgedeckt werden müssen. „Der Aufstieg der Wächter“ (02:12 Minuten) ist eine separate kurze Erzählung, wie die Wächter entstanden sind, gefolgt von einem neuen Duell zwischen dem Roadrunner und dem Kojoten (03:04 Minuten). Den Abschluss bilden Bildergalerien und ein Musikvideo. Alle Extras haben deutsche Untertitel.
Fazit:
„Die Legende der Wächter“ ist ein sehr schöner Animationsfilm, der zwar keine Überraschungen bietet, aber eine souveräne Geschichte, die bestens inszeniert wurde und unterhalten kann. Spannend, witzig und dramatisch. Die technische Umsetzung ist sehr gut und lässt keine Wünsche offen. Die Extras sind gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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96:47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englische Audiodeskription für Sehbehinderte Dolby Digital 5.1 |
Flämisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Niederländisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Niederländisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Der Maximum Kids Mode
- Memory-Spiel
- Der Aufstieg der Wächter
- Musikvideo
- Vier Bildergalerien
- Wahrhaftige Wächter der Erde
- Looney Tunes Cartoon: Der rabiate Rotor
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Die Legende der Wächter
Legend of the Guardians: The Owls of Ga'Hoole
Animationsfilm auf einem erstklassigen Niveau
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/Australien, 2010 Regie: Zack Snyder Drehbuch: John Orloff, Emil Stern
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 25.02.2011
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