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Blu-ray-Besprechung - Jackass 3

Story:
Die Chaoten-Truppe ist wieder da und versucht mit wahnwitzigen Stunts, hinterhältigen Fallen und geschmacklich grenzwertigen Mutproben wieder Punkte beim Publikum zu sammeln. Leader Johnny Knoxville führt seine Rasselbande wieder zu den unmöglichsten Aktionen, wobei er sich selbst nicht schont. Schmerzen gehören bei dem Team dazu und nie sind sie voreinander sicher. Da kann schon mal die „High Five“ genannte Hand einen ganzen Kerl zu Boden strecken, wenn sie aus einer Spannung heraus gelöst um die Ecke schnellt. Auch ein wilder Gorilla kann in einem Hotel für so viel Furore sorgen, dass es auf den Magen schlägt. Für derbe und schräge Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt.

Meinung zum Film:
„Jackass 3“ ist der dritte Kinofilm zur gleichnamigen Chaotenserie, die von 2000 bis 2002 vom Musiksender MTV produziert wurde. Vor dem Hintergrund des Erfolges von 3D wurde der dritte Teil entsprechend für das Kino umgesetzt, aber noch nicht für das Heimkino. In der Reihe geht es darum, dass eine Reihe von Protagonisten dämliche Ideen realisieren. Es geht von Stunts, über Mutproben bis hin zu fiesen Streichen und es ist kein Wunder, dass zu Beginn der Sendung Warntafeln eingeblendet werden. Auf diesen steht, dass Kinder diese Aktionen unter keinen Umständen nachmachen sollen. Kopfschütteln über die aberwitzigen Ideen ist erlaubt und so mancher Stunt ist mitunter auch lebensgefährlich. Da rasen die durchgeknallten Typen um Johnny Knoxville („Men In Black 2“) auch mal auf einem Tandem ohne funktionierende Bremsen einen steilen Abhang hinunter.

Andere Einfälle sind absolut eklig und die Gruppe freut sich riesig, wenn der Ekelfaktor so hoch ist, dass sich jemand vor laufender Kamera übergeben muss. Gleich zu Beginn wird Preston Lacy in Küchenfolie gewickelt und auf ein Laufband geschickt. Ziel ist es seinen Schweiß aufzufangen, damit dieser dann von Steve-O getrunken wird. Da Ergebnis ist ein Teppich voller Erbrochenem und auch der Kameramann kann sein Essen nicht mehr zurückhalten. Knoxville selbst rast durch einen Swimmingpool mit einem Wasserscooter und katapultiert sich durch eine Gartenhecke einen Abhang hinunter. Dabei knallt er mit dem Brustkorb auf den Lenker und verletzt sich leicht. Er und seine Mitglieder von Jackass sind aber stets bemüht coole Sprüche zu reißen.

Andere Mutproben sind z.B. ein Block gegen Footballprofis, die Attacke eines ausgebildeten Schutzhundes auf den Allerwertesten von Johnny Knoxville oder auch ein Apfel zwischen den Hinterbacken von Preston, den ein ausgewachsenes Schwein dort heraus frisst. Dann gibt es noch einen Test, ob ein Widder Blasmusik mag und wie man einen Zahn mittels eines Lamborghinis zieht. Eine alte Mutprobe wird wieder neu aufgelegt und dieses Mal muss Steve-O sich in das benutzte Dixie-Klo setzen, das dann in einem umgekehrten Bungee-Effekt in den Himmel geschossen wird. Das Ganze stinkt so sehr, dass sich selbst Mitglieder der Truppe übergeben müssen, obwohl sie sich nicht in der Toilettenkabine befinden.

Digitale Aufarbeitung:
Der dokumentarische Stil der Aufnahmen bietet tatsächlich eine hoch auflösende Bildqualität. Die Bildschärfe bei Nahaufnahmen ist gut gelungen und zeigt viele Details wie z.B. das frische und blutende Zahnloch nach der Sportwagenextraktion. Die Tiefenschärfe ist etwas mäßig ausgefallen. Die Farben sind realistisch und wirken so, als stünde der Zuschauer neben den Ereignissen. Der Ton ist gut und die Synchronisation harmoniert mit den echten Nebengeräuschen, wenn auch auf deutsch nicht als DTS HD Master Audio.

Das Making Of (28:39 Minuten) bietet viele Informationen zur Entstehung des dritten Teils, vor allem vor dem Bestreben, dies nun in 3D zu filmen. Doch als das Team zusammen kam, war es schnell mit 3D vorbei und sie waren wieder in den Jackassverhaltensmustern. Die entfernten Szenen (16:05 Minuten) können in der Tat vernachlässigt werden, nicht jedoch die üppigen verpatzten Szenen (27:37 Minuten), die zeigen, was u.a. bei den Filmszenen mit der Flugzeugturbine alles schief gegangen ist. Der Trailer bildet den Abschluss des Bonusmaterials.

Fazit:
„Jackass 3“ ist ganz klar an die Fans der Serie gerichtet, denn der „normale“ Zuschauer wird den irren, gefährlichen und ekligen Ideen nichts abgewinnen können. Die Produktion fällt in die Kategorie des Partyfilms und erfüllt auf diesem Gebiet voll und ganz seine Zwecke. Knoxville und seine Truppe sind einfach schräg, aber nicht schmerzfrei.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
99:44 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Italienisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Entfernte Szenen
  • Outtakes
  • Trailer
Jackass 3 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Jackass 3
Jackass 3D

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Die Bewahrer des schlechten Geschmacks sind wieder da


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Jeff Tremaine
Drehbuch:
Preston Lacy
Darsteller:
Johnny Knoxville, Bam Margera, Ryan Dunn, Steve-O, Jason Acuna, Preston Lacy, Chris Pontius, Ehren McGehey

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
14.04.2011