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DVD-Besprechung - Glenn No. 3948

Story:
Als der begnadete Pianist Jack (Billy Boyd) sich die rechte Hand verletzt und deshalb vorübergehend nicht spielen kann, stürzt ihn dies in eine psychische Krise. Zusätzlich macht ihm zu schaffen, dass sein Handicap seinem ärgster Konkurrent Henry (Dominic Gould) zu Gute zu kommen scheint, dessen Erfolg nun drastisch zu nimmt. Um seinen täglichen Alltag zu meistern, schafft sich Jack einen neuartigen Haushaltsroboter an, den er Glenn nennt. Doch Glenn kann nicht nur kochen, abwaschen und putzen, er besitzt die Fähigkeit, alle Eigenschaften seines Besitzers in Perfektion zu kopieren. Doch da Jack nicht nur positive Eigenschaften hat, beginnt Glenn auch dessen negative Seite zu kopieren und dies macht den Umgang mit ihm sehr gefährlich.

Meinung zum Film:
Es ist unübersehbar, dass „Glenn No. 3948“ ein intelligent gemachter Film ist, der die Entwicklung künstlicher Intelligenz kritisch unter die Lupe nimmt. Natürlich ist dies nicht der erste Film, der sich mit der Verantwortung der Menschen gegenüber ihren technischen Errungenschaften auseinandersetzt. Schon „I Robot“ (Alex Proyas) und „A.I.“ (Steven Spielberg) hatten sich diesem Thema angenommen. Im Gegensatz zu „Glenn No. 3948“ waren das jedoch Filme mit einem großen Budget, die es sich leisten konnten, tief in die Trickkiste zu greifen, um die Visionen von künstlichen menschlichen Abbildern zu visualisieren. Newcomer Marc Goldstein, der bei diesem Film nicht nur die Regie führte, sondern auch als Produzent und Drehbuchautor fungierte, hatte zwar keine Goldmine, aus der er für diesem Film schöpfen konnte, dafür setzt er auf eine spannenden Plot, gut gemachte CGI-Effekte und eine gute Schauspielcrew.  

Das Schauspielerensemble kann sich wirklich sehen lassen. Die Hauptrolle, den Part des verzweifelten Musikgenies Jack, verkörpert „Herr der Ringe“-Darsteller Billy Boyd. Seine Performanz lässt erkennen, dass der Schauspieler gereift und er bei Weitem nicht nur dazu fähig ist, Hobbits zu verkörpern. Er macht die Ängste der Figur greifbar und für den Zuschauer nachvollziehbar, was zur Glaubwürdigkeit des Films ernorm beiträgt. Sein Kollege Dominic Gould („Die Schachspielerin“) steht ihm in nichts nach. Auch er verkörpert die Figur des Henry mehr als authentisch. Überhaupt erhöht das Zusammenspiel zwischen den beiden Schauspielern das Niveau des Films enorm. Einzig eine Person enttäuscht nicht nur durch die Kürze seiner Rolle, sondern vor allem durch die Lieblosigkeit seiner Darstellung: Gerard Depardieu, der in zwei kurzen Sequenzen einen Fernsehmoderator spielt, dessen warnenden Worte eher an ein verkapptes griechisches Orakel erinnern, als an einen unglaublich guten Schauspieler.  

Bei einem Film, der sich mit fortgeschrittener künstlicher Intelligenz beschäftigt, muss der Regisseur zwangsläufig auf CGI-Effekte zurückgreifen, um den Roboter glaubwürdig präsentieren zu können. Ansonsten müsste man diese Rolle mit Schauspielern besetzen, wie einst beim „200 Jahre Mann“ (Chris Columbus), bei dem die Rolle des Roboters durch Robin Williams verkörpert wurde. Vermutlich war die Tatsache, dass „Glenn No. 3948“ über kein großes Budget verfügte, der Grund dafür, dass Glenn äußerlich nicht unbedingt hoch entwickelt daher kommt. Doch gerade seine Fehlerhaftigkeit und seine eingeschränkte Mimik sorgt beim Zuschauer für eine starke Identifikation und Sympathie, die dafür sorgt, dass im Laufe des Films die Emotionen umso deutlicher in blanken Horror umschlagen können. Goldstein schuf so eine Figur, die die Glaubwürdigkeit des Film steigert und gleichzeitig dafür sorgt, dass die Spannung nicht zum Erliegen kommt.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild entspricht allen Anforderungen einer gut gemachter Aufarbeitung. Die Bilder sind klar und stets deutlich erkennbar. Die Farbqualität lässt auch nicht zu Wünschen übrig und die auftretenden grau-grün-Schattierungen sollten dem künstlerischen Aspekt des Films selbst zu geschrieben werden. Der Kontrast hält die Balance und behält dieses Niveau den ganzen Film über. Der Ton ertönt gleichmäßig aus allen Boxen und auch der Mix zwischen Musik, Hintergrundgeräuschen und Dialogen ist gut gelungen.  

Als Extras bietet die DVD einen Originaltrailer und ein Making Of. Letzteres ist jedoch eher eine Art „Behind the Scenes“, das ohne Kommentar auskommen muss, und bei dem lediglich der Dreh einiger Szenen gezeigt wird.

Fazit:
„Glenn No. 3948“ ist ein spannender und gut gemachtes Science-Fiction-Spektakel, dessen Story zwar nicht unbedingt Neues bringt, es aber trotzdem schafft, den Zuschauer zu überzeugen. Diese Tatsache ist nicht zuletzt den guten Hauptdarsteller, dem kreativen Engagement des Regisseurs und der überzeugenden Darstellung des Roboters zu verdanken. Der Film zeigt mal wieder, dass es nicht unbedingt nötig ist, über ein unendlich großes Budget zu verfügen, um einen glaubhaften und spannenden Film zu machen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
80:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Originaltrailer
Glenn No. 3948 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Glenn No. 3948
Glenn- The Flying Robot

Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Hände weg von künstlicher Intelligenz!


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Belgien, 2010
Regie:
Marc Goldstein
Drehbuch:
Marc Goldstein
Darsteller:
Billy Boyd, Dominic Bauchau, Gèrard Depardieu, Smadi Wolfman, Geoffrey Carey, Vincent Eaton, Malinda Coleman, Nathan Kemp, David Lopez

Label Deutschland :
WGF
Verkaufsstart Deutschland :
19.04.2011