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DVD-Besprechung - Flash Gordon - Staffel 1.2

Story:
Steve Gordon (Eric Johnson) arbeitet irgendwo in Maryland als Automechaniker und liebt es, in seiner Freizeit an Marathonläufen teilzunehmen. Seine Geschwindigkeit hat ihm dabei den Spitznamen "Flash" eingebracht. Eines Tages findet Flash heraus, dass sein Vater nicht vor vielen Jahren gestorben ist, wie er bisher annahm, sondern stattdessen bei einem mysteriösen Experiment durch einen Riss im Raum-Zeit-Gefüge verschwand. Zusammen mit seiner Jugendliebe Dale (Gina Holden) und Dr. Zarkov (Jody Racicor), einem früheren Mitarbeiter seines Vaters, will er der Sache auf den Grund gehen. Dabei landen die drei selbst auf dem Planeten Mongo, wo der böse Herrscher Ming (John Ralston) an der Macht ist. Fortan springen die Drei zwischen Erde und Mongo hin und her und erleben dabei diverse Abenteuer.

Meinung zum Film:
Nachdem bereits die vorherigen Filmadaptionen von "Flash Gordon" keine wirklichen Glanzlichter waren (in Erinnerung ist den Zuschauern wohl primär der 1980er Realfilm geblieben, an dem das Beste der Soundtrack von Queen war), hatte auch die erste Hälfte der ersten Staffel dieser TV-Neuauflage des Sci-Fi-Channels diverse Schwierigkeiten. Die Versetzung der Handlung in die Gegenwart war eigentlich keine schlechte Idee, aber warum aus dem ursprünglichen Footballspieler Flash in dieser Fassung nun ein lokaler Marathonläufer werden musste (eine völlige Nischensportart in den USA), blieb fraglich. Auch fiel direkt auf, dass Flash (Eric Johnson, "Smallville") nicht etwa auf dem frenden Planeten Mongo festsitzt, sondern durch Weltenportale von der Erde dorthin und wieder zurück springen kann, was der Handlung ein gutes Stück ihrer Grundspannung nimmt.

Auch in dieser zweiten Hälfte der ersten (und einzigen) Staffel werden die Storys nicht wirklich besser. Oberschurke Ming beeindruckt nach wie vor wenig mit seinen Wasserwirtschaftskontrollplänen und auch ansonsten bleibt die Handlung recht schleppend. Zu Beginn der Box, in Folge elf, gibt es eine kurze Storyline, in der Polizist Joe (Giles Panton) - der Verlobte von Flashs alter Freundin Dale (Gina Holden, "Final Destination 3"), die immer noch Gefühle für Flash hat - mit Flash kämpft, dabei zufällig über eines der Portale stolpert und so auf Mongo landet. Danach ist er natürlich der Ansicht, dass man die ganze Sache der Welt gegenüber auf keinen Fall verheimlichen darf. Kurzentschlossen rennt er also zum Polizeichef und berichtet ihm von seinen Erlebnissen. Der tut allerdings das einzig Richtige und suspendiert Joe erst mal, da potenziell Verrückte nicht unbedingt mit Waffe herumlaufen sollten. Doch Joe gibt nicht auf und versucht im Lauf der nächsten Folgen immer wieder, Beweise für die Existenz von Mongo zu bekommen. Wenig originell und eher ein Fall für die Kategorie "nervige und unsympathische Nebenfiguren".

Der Rest der Staffel ist leider ebenfalls nicht wirklich originell. Ming versucht das Wasser aus einem Erdsee zu stehlen, um so etwas gegen die Wasserknappheit auf Mongo zu unternehmen (uhuuuu, wie böse!), doch Flash weiß das natürlich zu verhindern. Die einzige etwas spannendere - und dabei gleich völlig überfrachtete - Story kommt dann in der Doppelfolge "Revolution", die das Staffelfinale bildet. Während sich die Cantons auf Mongo auf eine große Revolution vorbereiten, bekommt Dale auf der Erde Besuch von zwei Men-in-Black-Verschnitten und verschwindet nach ein paar Verfolgungsszenen zusammen mit Flashs Mutter nach Mongo. Dort kommt es endlich zur großen Wiedervereinigung von Flashs Vater Dr. Gordon und seiner Familie und auch die Revolution ist irgendwann erfolgreich. Doch natürlich hat man es sich nicht nehmen lassen, sich für das Staffelende noch einen tollen Cliffhanger auszudenken, der für eine - den Comics ähnlichere - neue Ausgangssituation für weitere Folgen sorgt. Da es allerdings nie eine zweite Staffel gegeben hat, stellt sich die Frage gar nicht erst, ob dies zu künftig potenziell besseren Storylines führen wird. So ist das einzige Resultat dann vielmehr Verärgerung der Zuschauer über ein mal wieder völlig offenes Serienende.

Digitale Aufarbeitung:
Technisch bewegt sich die DVD-Box auf recht gutem Niveau. Das Bild bietet kräftige Farben und über weite Strecken gute Schärfe. Hin und wieder bemerkt man mal mehr, mal weniger starkes Rauschen, zudem machen sich gelegentlich Kompressionsartefakte bemerkbar. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Stereo vor. Beide Fassungen bieten gut verständliche Dialoge und stimmig abgemischte Hintergrundmusik.

Bonusmaterial ist nicht vorhanden.

Fazit:
"Flash Gordon" bietet leider auch in der zweiten Hälfte der ersten und einzigen Staffel der Serie keine wirklich überzeugenden Storylines. Während die regulären Episoden relativ unspannend bleiben, zeigt zumindest das Staffelfinale ein paar interessante Ansätze, verärgert dann aber durch ein offenes Ende, das nicht mehr aufgelöst wird, da es keine weiteren Folgen gab. Technisch bietet die Box gute Qualität, Bonusmaterial gibt es nicht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
11 Folgen à ca. 40 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Flash Gordon - Staffel 1.2 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Flash Gordon
Flash Gordon

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Im All wird's nicht spannender


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 2007
Regie:
Rick Rosenthal u.a.
Drehbuch:
Peter Hume u.a.
Darsteller:
Eric Johnson, Gina Holden, Karen Cliche, Jody Racicot, John Ralston, Jonathan Walker, Anna Van Hooft, Giles Panton

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
10.03.2011