 |
DVD-Besprechung - Elizabeth Taylor Classic Collection
Story:
Unser Leben mit Vater
Mr. Day (William Powell) ist ein exzentrischer Mann und Oberhaupt seiner Familie. Doch seine Lieben wissen ihn zu nehmen und dank seiner Schrullen wird es auch nie langweilig. Als eines Tages die junge Mary (Elisabeth Taylor), eine Bekannte der Familie, zu Besuch kommt, gerät Mr. Days Alltag vollkommen aus den Fugen.
Ein Geschenk des Himmels
Nachdem der Stress um die Hochzeit seiner Tochter Kay (Elisabeth Taylor) endlich vorüber ist, sollte nun endlich Zeit für die vergnüglichen Dinge des Lebens da sein, findet Stanley Banks (Spencer Tracy). Doch mit seinen Hoffnungen ist es schon bald vorbei, als Stanley erfährt, dass er bald Großvater wird. Und wieder einmal hält das Chaos Einzug bei Familie Banks, dass Stanley fast verzweifeln lässt.
Damals in Paris
Paris ist die Stadt der Liebe. Das denken auch James (Walter Pidgeon) und Helen (Elisabeth Taylor), und beschließen spontan zu heiraten und fortan in der französischen Metropole ein neues Leben zu beginnen. Doch das Leben besteht nicht nur aus Glückseligkeit. Diese bittere Tatsache muss auch die junge Familie lernen und droht daran zu zerbrechen.
Enthüllungen
Der berufliche Ehrgeiz Martin Reynolds (Richard Burton) führt zur Zerrüttung seiner Ehe. Doch jede Medaille hat zwei Seiten, und so erzählen beide Ehepartner, Ehefrau Elisabeth (Elisabeth Taylor) und Martin die Geschichte ihres Scheitern aus ihrer eigenen Perspektive.
Meinung zum Film:
Die „Elizabeth Taylor Classic Collection“ ist eine Zusammenstellung einiger der schönsten Filme aus den Jahren 1947-1973. Durch die unterschiedlichen Entstehungsjahre wird eine Entwicklung der schauspielerischen Fähigkeiten Taylors dargestellt, was besonders dem Taylor-Fan gefallen könnte. Für ihr Können wurde die Schauspielerin zwei Mal mit dem Oscar in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ geehrt. Ihr Mitwirken bei Filmen wie „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (Richard Brooks) und „Plötzlich im letzten Sommer“ (Joseph L. Mankiewicz) brachte sie in enge Verbindung mit Tennesse Williams, was ihr Ansehen als dramatische Künstlerin bestärkte. Ihre vielseitige Karriere begann zwar schon in England, doch erst als sie mit ihren Eltern zu Beginn des II. Weltkriegs in die Staaten auswanderte, entwickelte sie ihr wahres Talent. Als sie in dem Film „Lassie" (Fred M. Wilcox) bei MGM mitwirken durfte, gelangte sie zu internationalem Erfolg. Kurz darauf unterschrieb sie einen 10jahres-Vertrag bei dem Studiogiganten, dem sie lange Zeit treu blieb. Für ihr soziales Engagement, besonders in der AIDS-Hilfe wurde Elizabeth Taylor im Jahre 2000 von der Queen in den Adelsstand erhoben.
Die Collection ist in zwei Teile unterteilt. Die erste DVD enthält Komödien aus den Anfangsjahren Taylors. In „Unser Leben mit Vater“ (Michael Curtiz) spielt Elisabeth Taylor nur eine Nebenrolle als Mary. Die Geschichte dreht sich um die Familie Day, dessen exzentrisches Oberhaupt Clarence Day (William Powell) durch seine Allüren die gesamte Familie in Aufruhr versetzt. Taylor spielt eine Bekannte der Familie, die auf der Durchreise einige Tage im Haus der Days verbringt und somit Zeuge der alltäglichen Verrücktheiten wird. „Ein Geschenk des Himmels“ (Vincente Minelli) zählt zu den bekannteren Filmen Taylors. Bereits im gleichen Jahr war der Film „Vater der Braut“ (Vincente Minelli) erschienen, der zu einem Erfolg an den Kinokassen sorgte. „Ein Geschenk des Himmels“ ist der zweite Teil der erfolgreichen Komödie, die mit der gleichen Schauspielercrew aufwartete. Es ist vor allem Spencer Tracys unglaublichem komödiantischem Talent zu verdanken, dass der Film zu einem erneuten Erfolg führte. Als neurotisch veranlagte Vater, der nach der Hochzeit seiner geliebten Tochter Kay nun endlich wieder ein eigenes Leben führen möchte, jedoch von der plötzlichen Schwangerschaft Kays von seinen Plänen abgehalten wird, erlangte vor allem Tracy Weltruhm als Komödiant.
Der zweite Teil der Collection widmet sich einer späteren Phase der Schauspielerin. Die hier enthaltenen Filme gehören eher in die Klasse der Dramen. „Damals in Paris“ (Richard Brooks) erzählt die Geschichte des Ehepaares Ellswirth, das sich nach den ersten glücklichen Jahren zunehmend voneinander entfernt. Schuld hierbei trägt die Erfolglosigkeit des Schriftstellers James Ellswirth (Walter Pidgeon) und der zunehmenden Langeweile seiner Frau Helen (Elisabeth Taylor). Fehlende Kommunikation und der starke Drang zur Selbstverleumdung führt letztlich zu einem großen Unglück, der die Familie fast zerstört. Der zweite Film „Enthüllungen“ (Waris Hussein) ist besonders durch seine zwei geteilten Handlungsstränge interessant, die jeweils eine Seite der Perspektive des Ehepaares Reynolds darstellt. Durch den beruflichen Ehrgeiz Martin Reynolds (Richard Burton) wird das Verhältnis zu seiner Frau Elisabeth (Elisabeth Taylor) zerrüttet. Der Weg des Niedergangs wird durch die Perspektive der jeweiligen Ehepartner erzählt, was für den Zuschauer den Effekt hat, die Fehler der beiden Protagonisten aus der Sicht des jeweils anderen zu sehen. Interessant ist dabei vor allem die Konstellation Burton/Taylor, die zu dieser Zeit miteinander verheiratet waren, ihre Ehe aber bereits zu bröckeln begann. Durch die zwei unterschiedlichen Genre der Collection gelingt ein erster Überblick über das Talent einer außergewöhnlichen Schauspielerin, der es immer wieder gelang, die Welt zu überraschen.
Digitale Aufarbeitung:
Die Filme weisen unterschiedliche Bild,- und Tonqualitäten auf. Die Schwarz/Weiß-Filme haben aufgrund ihres Alters am meisten gelitten. Sie weisen starke Verschmutzungen auf, das Bild ist körnig und es kommt zu Kontrastschwankungen, die dazu führen, dass es manchmal schwierig wird, Unterschiede in der Dunkelheit wahr zu nehmen. Bei den Farbfilmen hält der Kontrast zwar ein gutes Niveau, doch es kommt manchmal zu starken Übercolorationen, die zu extremen Farbintensitäten führt. Der Ton schwankt von Film zu Film. In den Schwarz/Weiß-Filmen sind die Tonaufnahmen durch leichtes Rauschen und zu lauten Hintergrundgeräuschen gestört. Das trifft auch für die Farbfilme zu. Die Abstimmung zwischen Musik und Dialogen ist jedoch gelungen und gibt keinen Anlass zur Beschwerde.
Leider besitzt die Collection keinerlei Extras.
Fazit:
Die "Elizabeth Taylor Classic Collection“ ist eine Sammlung verschiedener Filme mit Elizabeth Taylor zwischen den Jahren 1947-1973. Auch wenn hier nicht unbedingt ihre bekanntesten Filme präsentiert werden, so kann doch dank der unterschiedlichen Genre und der abgestuften Entstehungsjahre ein erster Einblick über das große Talent Elizabeth Taylors entstehen. Insgesamt gesehen wurde hier ausgewählte Stücke der Filmgeschichte zusammengeführt, die bestens miteinander harmonieren.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,33:1
|
Unser Leben mit Vater: 112:40 Minuten Ein Geschenk des Himmels: 77:44 Minuten Damals in Paris: 110:58 Minuten Enthüllungen: 141:12 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 1.0 | Deutsch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Keine |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Unser Leben mit Vater / Ein Geschenk des Himmels / Damals in Paris / Enthüllungen
Strife with Father / Father's Little Dividend / The Last Time I Saw Paris / Divorce His-Divorce Hers
Zur Hälfte komisch, zur Hälfte tragisch!
Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1947-1973 Regie: Michael Curtiz, Richard Brooks, Waris Hussein, Vincente Minelli Drehbuch: Howard Lindsay, Albert Hackett, Frances Goodrich, Julius J. Epstein, Phillip G. Epstein, John Hopkins Darsteller: Elisabeth Taylor, William Powell, Irene Dunne, Edmund Gwen, Zasn Pitts, Jimmy Lydon, Emma Dunu, Moroni Olsen, Spencer Tracy, Joan Bennett, Don Taylor, Billie Burke, Richard Rober, Russ Tamblyn, Van Johnson, Walter Pidgeon, Donna Reed, Eva Gabor, Kurt Kasznar, George Dolenz, Roger Moore, Sandy Descher, Celia Lovesky, Richard Burton, Thomas Baptiste, Ronald Radd, Rudolph Walker, Mark Colleano, Rosalyn Landor, Eva Griffiths, Marietta Meade
Label :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart : 29.04.2011
|