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DVD-Besprechung - Evil Bong 2 - King Bong
Story:
Für die Überlebenden des ersten Teils ist zwar der Kampf mit der bösen Bong-Königin gerade nochmal gut ausgegangen, doch ihr berauschendes Abenteuer zieht ganz unterschiedliche Nebenwirkungen nach sich: Bachman (Mitch Eakins) erlebt plötzlich auftretende Schlafattacken, Brett (Brian Lloyd) leidet unter einer immensen Fressucht und Larnell (John Patrick Jordan) überkommen urplötzliche Sextriebe. Einzig Alister (Brett Chukerman), der Rauschmitteln jeglicher Art abgeschworen hat, zählt 1 und 1 zusammen: Die böse Bong muss der Schlüssel zum merkwürdigen Verhalten seiner Kumpels sein und als Paketbote Rabbit (Sonny Davis) - der einst das unheilvolle Paket zustellte - auftaucht schnellt die Lösung in die zugedröhnten Köpfe: Sie müssen gemeinsam nach Südamerika reisen, von wo die böse Bong stammt und nachforschen, weshalb diese noch immer Macht über sie hat. Gesagt getan: Bald finden sich alle durch den Dschungel stapfend wieder und es dauert nicht lange bis sie Bekanntschaft mit der hübschen Forscherin Velicity (AmyPaffrath) machen. Für die Wissenschaftlerin ist klar, dass sie den Eingeborenenstamm Poontang nach dem Stoff befragen müssen und schon bald entdeckt der Trupp nicht nur die barbusigen Poontang-Damen, sondern auch King Bong, der noch mächtiger ist als die wiedererstarkte Evil Bong. Die Freunde müssen jetzt alle Sinne beisammen halten, um die vielfältigen Gefahren zu meistern.
Meinung zum Film:
"Evil Bong 2 - King Bong" setzt die Horrorkomödie "Evil Bong" aus dem Jahr 2006 fort. Der Kalifornier Charles Band - Schöpfer der Horror-Kultreihe "Puppet Master" (1989-2010) und diverser weiterer Trash-Perlen - nimmt nach Teil eins erneut auf dem Regiestuhl platz und liefert eine merkwürdige Show ab: "Evil Bong 2 - King Bong" ist schlichtweg völlig durchgeknallt. Allein schon die Story kann nur aus einem ausgeprägten Rauschzustand der Macher resultieren. Die verfolgen ihren abgefahrenen Mix aus Horrorfilm und Komödie jedoch mit breiter Brust und treiben ihr Werk - so skurril wie es sich anhören mag - zu einem in sich schlüssigen Ende. Mit derben Witzen, einem Drehbuch, welches meilenweit unter der Gürtellinie liegt sowie trashigen Special Effects gelingt ein filmisches Highlight für Freunde des schlechten Geschmacks - ein paar nackte Tatsachen inklusive. "Evil Bong 2 - King Bong" spielt mit allerlei Klischees, Geschmacklosigkeiten und Ekel-Humor, die gequirlt zur seichten Mixtur für den niederen Anspruch werden. Dabei wird das Abenteuergenre, der Horror- und Gruselfilm ordentlich durch den Kakao gezogen.
Wem die Story aus dem Vorgängerfilm nicht hanebüchen genug war, der wird mit diesem Sequel seinen Spaß bekommen: Die Protagonisten aus "Evil Bong" schätzen sich glücklich, mit dem Leben davongekommen zu sein. Dumm nur, dass sich bald unschöne Nebenwirkungen bemerkbar machen. Brett (Brian Lloyd) unterliegt dem Zwang, alles mehr oder weniger essbare in sich hineinzustopfen. Für eine Low-Budget-Produktion dieser Art sind die Leistungen der Maskenbildner recht gut gelungen, denn die Fettpölsterchen um Hals und Bauch sehen vergleichsweise ordentlich aus. Auch wenn Charaktere und Film an sich völlig überzeichnet erscheinen, wer sich auf den Kiffer-Spaß einlassen kann, dem wird sicher der ein oder andere Lacher entlockt. Gängigen Sehgewohnheiten entzieht sich Bands Streifen jedoch: Die simple Story, schlechte Sprüche und nur bedingt hervorzuhebende Spezialeffekte begrenzen die Zielgruppe auf einen engen Kreis.
Bachman (Mitch Eakins) kippt plötzlich um, klatscht tiefschlafend auf den Boden, Larnell (John Patrick Jordan) darf sich mit einer "Dauererektion" und damit verbundenen Trieben anfreunden. Um diesen Spätfolgen auf den Grund zu gehen, folgt der beschriebene Trip in den südamerikanischen Dschungel. Weiter geht es mit für einen Partyfilm üblichen Dialogen, die der FSK-16-Freigabe entsprechend drastische Formulierungen beinhaltet. Für die Zielgruppe sicherlich kein Problem. Neutrale Zuschauer oder welche mit Ansprüchen, die über C-Movie-Bereichen liegen, werden grundsätzlich einen Bogen um Charles Bands neuste filmische Horizonterweiterung machen müssen. "Evil Bong 2 - King Bong" eignet sich ausschließlich für ein Genrepublikum, dass sich dem Gebotenen bewusst ist und den Streifen nicht allzu ernst nimmt - denn nur dann wird die Sichtung zum unterhaltenden Zeitvertreib. Zusprecher dürfte es durchaus geben, da für 2011 bereits der dritte Teil angekündigt ist!
Digitale Aufarbeitung:
Für ein Produkt im Niedrigpreissegment bietet die DVD ordentliche Bildwerte. Sowohl Farbkontraste als auch Helligkeitswerte sind im Durchschnitt. Bewegungsunschärfen, Bildrauschen oder Artefakte sind nur bedingt feststellbar. Auch in dunklen Sequenzen bleibt das Bild gut erkennbar, weshalb die Disc im Normbereich einzuordnen ist. Gleiches gilt für den Ton: Sowohl die deutsche Fassung (Dolby Digital 2.0 und 5.1) als auch das englische Original (2.0) bieten gut verständliche Dialoge. Von den Soundeffekten darf bei Produktionen dieser Größenordnung nicht allzuviel verlangt werden, was auch für die enthaltene 5.1-Spur gilt - Dolbyanlagen wurden mit großer Sicherheit schon härter gefordert. Untertitel bietet die Disc nicht.
Dafür wird im Extra-Bereich ein Interview mit Stan Lee präsentiert, dass mit 12 Minuten Laufzeit einen guten Umfang mitbringt. Gleicher Zeitansatz fällt auf das "Behind the Scenes"-Feature ab. Dies lässt ein paar interessante Einblicke in den Entstehungsprozess zu. Dazu gibt es den "Evil Bong"-Trailer sowie den Originaltrailer zu diesem zweiten Teil zu sehen. Im Vergleich zu anderen Movie-Power DVDs kann sich diese Extra-Sektion durchaus sehen lassen!
Fazit:
"Evil Bong 2 - King Bong" ist eine trashige Horror-Komödie, die zumindest im Bereich ihrer Zielgruppe auf positive Reaktionen stoßen kann. Die derbe Sprache, überzeichnete Figuren sowie der überzogene Inhalt bestimmen den Streifen zusehends, so dass er sich einem Mainstreampublikum deutlich entzieht - wer sich auf das Sequel einlässt, kann jedoch unterhalten werden. Qualitativ ist die DVD ok, auch die Extras sind einen Blick wert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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79:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Behind the Scenes - Feature
- Interview: William Shattner und Stan Lee
- Trailer "Evil Bong 2"
- Trailer "Evil Bong"
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Evil Bong 2 - King Bong
Evil Bong II: King Bong
Trashfeuerwerk für C-Filmfans
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Charles Band Drehbuch: August White Darsteller: Brett Chukerman, Sonny Carl Davis, Mitch Eakins, John Patrick Jordan, Brian Lloyd, Amy Paffrath, Robin Sydney
Label :
Movie Power Verkaufsstart : 12.05.2011
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