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DVD-Besprechung - Der gefährlichste Mann der Welt
Story:
Man stelle sich das vor: ein Weizenfeld in einem tropischen Dschungel oder eine Ananasplantage in Tibet in 3000 Metern Höhe. Pflanzen gedeihen unter den widrigsten Bedingungen und können so den Hunger in der Welt besiegen. Den Chinesen gelingt dies während des kalten Krieges durch ein neu erfundenes Enzym. Spionageaufnahmen liefern den Amerikanern den Beweis für die Existenz einer solchen Erfindung und sie sind natürlich sehr daran interessiert. Sie senden den Nobelpreisträger Dr. John Hathaway (Gregory Peck) nach China, um die Formel zu besorgen. Doch die Chinesen sind sehr misstrauisch und seine Bemühungen haben zunächst keinen Erfolg, aber Hathaway gibt nicht auf.
Meinung zum Film:
„Der gefährlichste Mann der Welt“ ist ein Agentenkrimi aus dem Jahr 1969. Er entstand in der Zeit des kalten Krieges und ausnahmsweise sind nicht die Russen die Bösen, sondern die Chinesen. Diese haben ein Enzym erfunden, mit dessen Hilfe an unwirtlichen Orten Getreide, Gemüse oder Obst angebaut werden können. Diese Erfindung wollen die Chinesen nutzen, um die Länder der dritten Welt zu plündern. Nahrung gegen Ressourcen. Es wird zunächst das recht typische Bild gezeichnet, in welchem der Westen, angeführt von den USA, die Guten darstellen und China, hinter dem eisernen Vorhang, als Schurkenstaat. Diese klare Abgrenzung löst sich im Verlauf der Handlung auf und am Schluss kann sich der Zuschauer nur noch den noblen Werten des Protagonisten anschließen.
Gregory Peck („Des Königs Admiral“) spielt Dr. John Hathaway, der das revolutionäre Enzym aus China heraus bringen soll. Er bekommt einen Abhörsender in den Kopf eingesetzt, der sowohl Gespräche, als auch seinen exakten Standort übermitteln soll. Als dann erklärt wird, dass dieses kleine Stück Technik auch eine Bombe ist, die im Falle eines Scheiterns Hathaways Kopf wegsprengen soll, kommen erste Zweifel an dem edlen Ansinnen des Westens auf. Gregory Peck spielt eine smarte Mischung aus Wissenschaftler, Humanist und Agent. Dies war Hathaway aber wohl nicht immer, denn es wird angedeutet, dass seine Menschfreundlichkeit ein neuer Charakterzug an ihm ist. Auslöser war der Unfalltod seiner Frau.
Das Kontrastprogramm in Sachen Humanität bekommt dann der Zuschauer in der Form des totalitären Chinas und in der Person des Mao Tse-tung, gespielt von Conrad Yama („Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3“). Während die ersten beiden Filmdrittel sehr dialoglastig sind, so gibt es im letzten Drittel dann doch ein wenig Action. Spannung gibt es zwischendurch zwar auch, aber die findet auf einer sprachlichen Ebene statt, wenn um bestimmte Entscheidungen gerungen wird. Aus heutiger Sicht ist der Film vielleicht in den Augen manches Zuschauers etwas antiquiert, doch wer die Zeiten noch kennt, in denen sich die Supermächte belauerten, der kann den Gesamtkontext und die Ansichten etwas besser bewerten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht, angesichts des Alters des Filmmaterials, einen ordentlichen Eindruck. Die Farben wirken frisch und nicht veraltet, der Kontrast ist ordentlich und die Bildschärfe ist ebenfalls gut. Defekte sind nur beim ganz genauen hinsehen erkennbar und zudem noch selten. Der Ton hingegen klingt etwas ältlich, was aber nicht weiter stört. Während die Dialoge gut verständlich sind, kommt der Score etwas blechern bzw. abgestumpft herüber. Damit kann der Zuschauer aber bei einem Baujahr 1969 schon leben.
Zunächst bieten die Extras die Möglichkeit den Film mit einem Audiokommentar von Filmkritiker Lee Pfeiffer und dem Journalisten Eddie Friedfeld. Es folgt der Originaltrailer, sowie ein Minifilm, in welchem der Hauptfilm gerafft rund 17 Minuten wiedergegeben wird. Hinzu kommen noch geschnittene Szenen, sowie eine Bildergalerie.
Fazit:
„Der gefährlichste Mann der Welt“ ist ein etwas anderer Agentenfilm, bei dem der Protagonist mal nicht reihenweise böse Kommunisten killt, sondern mit dem Intellekt seine Ziele verfolgt. Er ist spannend und zum Ende hin auch noch mit ein wenig Action gewürzt. Technisch geht die Umsetzung klar.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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94:50 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Italienisch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Audiokommentar
- Minifilm
- Alternative Szenen
- Bildergalerie
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Der gefährlichste Mann der Welt
The Chairman
Agentenfilm der pazifistischen Sorte
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1969 Regie: J. Lee Thompson Drehbuch: Jay Richard Kennedy, Ben Maddow Darsteller: Gregory Peck, Anne Heywood, Arthur Hill, Alan Dobie, Conrad Yama, Zienia Merton, Ori Levy, Eric Young
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 29.04.2011
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