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DVD-Besprechung - Dark Angel - Tochter des Satans

Story:
Veronica (Angela Featherstone) ist die Tochter des Satans und streitet sich aufgrund ihrer jugendlichen Aufmüpfigkeit mit ihrem Vater derart, dass sie aus der Hölle verbannt wird und künftig auf der Erde leben muss. Dort lernt sie Dr. Max Barris (Daniel Markel) kennen, der ihr nach einem Autounfall das Leben rettet. Er verliebt sich in sie, ohne zu ahnen, was er sich da angelacht hat. Veronica hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, Verbrecher zu jagen und an Ort und Stelle zu bestrafen.

Meinung zum Film:
„Dark Angel“ entstand bereits 1994 und hat nichts mit der gleichnamigen TV-Serie zu tun, die von James Cameron („Terminator“) produziert wurde. Auf dem Regiestuhl saß Linda Hassani, die zuvor und auch später nichts nennenswertes zur Filmwelt hinzufügen konnte. In der Titelrolle ist Angela Featherstone zu sehen, deren bisher größte Produktion eine kleine Rolle in „Con Air“ gewesen ist. An ihrer Seite spielt Daniel Markel den Arzt Dr. Barris. Markel konnte sich selbst bisher ebenfalls nur in kleineren Rollen unterbringen, vor allem als Gast in TV-Serien wie z.B. „Mord ist ihr Hobby“. Veronicas Mutter wird von Charlotte Stewart gespielt, die vor allem David-Lynch-Fans aus "Eraserhead" und "Twin Peaks" bestens bekannt sein sollte und die das bekannteste Gesicht in dieser Produktion sein dürfte. Das Drehbuch schrieb Matthew Bright, der später mit „Bundy“ ein gutes Script ablieferte – das zu diesem Film gehört aber leider definitiv nicht zu denen, mit dem Bright angeben darf.

Man weiß vor allem zu Beginn nicht, was der Direct-to-Video-produzierte Film eigentlich sein will. Ein richtiger Horror-Film oder eher eine heitere Parodie? Vor allem die Höllen-Szenen zu Beginn des Films lassen glauben, dass es eher heiter zugehen wird. Zeugen hierfür sind der Teufel und vor allem dessen Frau, die sich um ihre Tochter kümmert und sich mit deren Problemen mit dem Vater herumschlägt – diese schiebt Mutti ganz normal auf die „Generationsunterschiede“. Später auf der Erde wird die vermutlich unfreiwillige Komik dann beiseite gelegt und durch einige Splatterszenen und vor allem viel Langeweile ersetzt. Hier stören vor allem die Szenen zwischen Barris und Veronica, in der sie lang und breit ihre Motive erklärt, was Barris zumindest zunächst jedoch nicht richtig zu deuten weiß.

Zudem nerven logische Schwächen: zwar weiß Veronica über jeden Menschen, den sie sieht, welche Geheimnisse er verbirgt, dennoch sitzt sie in Harris’ Wohnung ganz fasziniert vor dem TV-Gerät und ist erstaunt über das Wundergerät. Auch die Szenen, in denen es um die Rivalität, bzw. punktuelle Zusammenarbeit zwischen Gut/Böse und Himmel/Hölle geht, sind wenig gelungen und eher verwirrend als erleuchtend. Gerade hier hätte man glänzen können, das Potential wurde jedoch verschenkt. Insgesamt reichen ein paar Sekunden nackte Haut und ein wenig Gedärm-Gematsche nicht aus, die 80 Minuten Laufzeit mit guter Unterhaltung zu füllen.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist nicht besonders berauschend. Besonders in dunklen Szenen zeigt das Material seine Schwächen im Kontrast, hier fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Die Schärfe ist ebenfalls nicht gut, hier herrscht nur eine befriedigende Qualität vor. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich.

An Extras gibt es den deutschen Trailer und das Feature "Videozone", das ein Behind the Scene sein möchte, in seinen 6 Minuten Laufzeit jedoch fast ausschließlich werbenden Charakter hat, was sich besonders deutlich im deutschen Voice-Over bemerkbar macht.

Fazit:
„Dark Angel“ ist ein nur mäßig unterhaltsamer Horror-Streifen, der sich vor allem zu Beginn nicht sicher ist, ob er eher heiter oder eher ernst sein will. Auch ansonsten wurde so gut wie jedes Potential, das in dem Plot steckt, verschenkt – schade. Die DVD-Qualität ist nur durchschnittlich gut.


Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,33:1
1,33:1
80:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Feature "Videozone"
  • deutscher Trailer
Dark Angel - Tochter des Satans - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dark Angel - Tochter des Satans
Dark Angel

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Wenig unterhaltsamer Horror-Streifen


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1994
Regie:
Linda Hassani
Drehbuch:
Matthew Wright
Darsteller:
Constantin Draganescu, Angela Featherstone, Cristina Stoica, Valentin Teodesiu, Nicholas Worth, Marius Stanescu, Constantin Cotimanis, Charlotte Stewart

Label Deutschland :
Infopictures
Verkaufsstart Deutschland :
12.05.2011