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DVD-Besprechung - Black Zombies from Sugar Hill

Story:
Sugar Hill (Marki Bey) und ihr Freund, der Nachtclubbesitzer Langston (Larry D. Johnson), sind ein glückliches Paar, doch der umtriebige Gangster Morgan (Robert Quarry) möchte den Laden übernehmen. Er hetzt Langston seine Schläger auf den Hals und die prügeln ihn tot. Sugar ist außer sich vor Trauer und Wut. In ihrem Zorn bietet sie dem Voodoo-Baron Samedi (Don Pedro Colley) ihr Fleisch an, damit er ihr hilft. Er nimmt die Offerte an und stellt ihr seine Zombies zur Verfügung. Die Zeit ist nun da, für Sugars grausame Rache.

Meinung zum Film:
1974 erschien „Black Zombies from Sugar Hill“ in einer Phase, in der sich die Gesellschaft der USA in einem Umbruch befand. Viele wissen nicht mehr, dass es in den USA Rassengesetze gab, die den afroamerikanischen Bürger diskriminierten. In der Zeit, als die Gleichberechtigung begann sich zäh durchzusetzen, begann das Selbstbewusstsein der schwarzen Bevölkerung zu steigen. Dieses manifestierte sich dann auch in der Filmunterhaltung und das Blaxploitation-Genre entstand. Hier traten überwiegend farbige Schauspieler auf und deren Charaktere waren den Weißen überlegen. Die Handlungen waren oft recht rudimentär, galt es, den Afroamerikaner und seine Sicht der Dinge heraus zu stellen.  

Der Film beginnt mit einer Sequenz, die eine Gruppe von Voodoo-Anhängern zeigt, was sich dann als inszeniertes Event eines Nachtclubs entpuppt. Diese erfüllt aber alle Erwartungen, die im allgemeinen an eine solche gestellt werden und der Film verfolgt weiter diese Strategie mit Stereotypen zu arbeiten. Alles, was man mit diesen Menschen verbindet, wird auch tatsächlich in den Film aufgenommen. Das beginnt bei der Afrofrisur, geht über die Machoattitüden und endet bei bekannten weiblichen Reizen. Die Rachestory ist einfach gestrickt und so will eine hübsche Frau den Tod ihres Freundes mittels eines Paktes mit dem Bösen rächen. Die gute Sugar organisiert sich über den Voodoo-Baron Samedi eine Armee von Zombies.  

Die Zombies sind in diesem Fall aber nicht von der Fraktion eines George A. Romero („Night Of The Living Dead“), sondern sie sind Untote, die Sugar unterstellt werden und ihre Befehle ausführen. Sie halten wahlweise die Delinquenten fest, oder schwingen fesch die Macheten. Übrigens hatte ausgerechnet Romero mit „The Night Of The Living Dead“ Ärger bekommen, da hier ein Schwarzer rationell denkt und sich mit seinen Führungsqualitäten von den Weißen abhebt. Das Geschehen ist recht blutfrei und es wird mehr angedeutet als tatsächlich gezeigt. Die Zombies machen eine interessante Veränderung durch, denn erst krabbeln sie aus der Erde, um danach mit Spinnenweben behangen zu sein. Das ist alles sehr hausbacken, hat aber einen gewissen Charme und ist gewiss ein echtes Zeitdokument.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist für das Alter des Films akzeptabel. Die Farben sind nicht so frisch, aber diese optische Patina passt zum Film. Nicht alle Bildfehler wurden korrigiert und so blitzt es hin und wieder. Der Kontrast ist schwach und so wird die Farbe schwarz nicht richtig dargestellt. Dadurch entsteht sogar teilweise ein Bild, bei dem die eine Hälfte grau aussieht und die andere einen leichten Grünstich hat. Der deutsche Ton ist in den Dialogen in Ordnung, doch die Nebengeräusche kommen kaum herüber. Beim englischen Ton ist es genau umgekehrt.

Einziges Extra ist der Originaltrailer.

Fazit:
„Black Zombies from Sugar Hill“ ist eine Trashperle des Blaxploitationfilms und längst nicht so grausig wie es der Titel vermuten lässt. Auch wenn der eine oder andere Fehler vorhanden ist, der Film kann unterhalten. Die technische Umsetzung ist, angesichts des Alters, durchaus akzeptabel.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
87:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
Black Zombies from Sugar Hill - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Black Zombies From Sugar Hill
Sugar Hill

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Voodoo-Zombies als Söldner


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1974
Regie:
Paul Maslansky
Drehbuch:
Tim Kelly
Darsteller:
Marki Bey, Robert Quarry, Don Pedro Colley, Betty Anne Rees, Richard Lawson, Zara Cully, Charles Robinson, Rick Hagood

Label Deutschland :
Infopictures
Verkaufsstart Deutschland :
12.05.2011