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Blu-ray-Besprechung - Separation City
Story:
Simon (Joel Edgerton) und Pam (Danielle Cormack) sind seit mehreren Jahren glücklich verheiratet. Die wahre Erfüllung findet Simon in seinem Eheleben aber derzeit nicht. Zwar liebt er seine Frau, doch ist er nicht mehr in sie verliebt. Beziehungsprobleme hat auch Pams Freundin Katrien (Rhona Mitra), die als Cellistin herumreist und bei einer etwas verfrühten Heimkehr ihren Mann Klaus (Thomas Kretschmann) zusammen mit einer anderen Frau erwischt hat. So fliegt Klaus kurzerhand raus und Simon und Pam nähern sich im Laufe der Zeit immer mehr an. Zwar passiert nie wirklich etwas zwischen den beiden, doch das wollen sie in Kürze ändern, denn es stellt sich heraus, dass Simon zusammen mit seinem Chef nach Berlin reisen wird und Katrien zur gleichen Zeit dort ist, um ihre Mutter in Potsdam zu besuchen. Die beiden wissen allerdings nicht, dass Simons Chef als Überraschung Pam nach Berlin eingeladen hat. So nehmen die Verstrickungen ihren Lauf.
Meinung zum Film:
"Separation City" ist eine romantische Komödie, die sich nicht so ganz entscheiden kann, ob sie nicht lieber ein Drama sein möchte, was auch das größte Problem des Films ist. Zentrales Thema ist die Eintönigkeit, die sich im Eheleben der Hauptfiguren nach einigen Jahren eingestellt hat und die Unterscheidung zwischen Liebe und Verliebtsein. Simon (Joel Edgerton, "King Arthur") ist Mitarbeiter eines neuseeländischen Abgeordneten und glücklich mit Pam (Danielle Cormack, "Trouble ohne Paddel") verheiratet. Doch er langweilt sich in seiner Ehe inzwischen irgendwie und fühlt sich zu Pams Freundin Katrien (Rhona Mitra, "Underworld - Aufstand der Lykaner") hingezogen, nachdem diese ihren Mann Klaus (Thomas Kretschmann, "King Kong") aufgrund eines Seitensprungs vor die Tür gesetzt hat.
Drehbuchautor Tom Scott scheint ganz klar eine Geschichte mit realistischen Charakteren in realistischen Situationen und mit realistischen Problemen im Sinn gehabt zu haben, doch will man das wirklich sehen? Das scheint er sich auch selbst gefragt zu haben und hat die Handlung deshalb mit einigen Comedy-Elementen angereichert. Sei es Simons Chef, der gerne der jungen Assistentin (die es ihrerseits auf Simon abgesehen hat) aufs Dekolletee starrt, sein Kollege, der täglich eine andere "Nichte" präsentiert oder auch mal Simons Versuch, ein Schaf zu retten, das kurz darauf als Hundefutter endet - die Szenen bringen zwar durchaus einiges an Situationskomik mit sich, wollen aber letztlich nicht so ganz zum Grundton der eigentlich nicht wirklich lustigen Haupthandlung passen. So bekommt man hier eine Geschichte präsentiert, die insgesamt etwas unausgewogen wirkt und den Zuschauer letztlich darüber rätseln lässt, was ihm der Film überhaupt vermitteln wollte. Der Titel des Films, der Wellington kurzerhand als "Stadt der Trennungen" abstempelt - was gar nicht zentrales Thema des Films ist -, ist ebenfalls kein wirklicher Geniestreich.
Dass man trotzdem während der gesamten Laufzeit von rund 100 Minuten bei der Stange gehalten wird und nicht gelangweilt wegdöst, liegt zum einen an den teilweise doch ganz unterhaltsamen Comedy-Elementen, zum anderen aber vor allem an den schönen Aufnahmen Neuseelands und Berlins sowie den insgesamt sehr überzeugenden Leistungen der Darsteller. Vor allem Rhona Mitra wirkt als betrogene Katrien, die nicht so ganz weiß, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen soll, jederzeit glaubhaft und auch ihre Kollegen machen durchweg eine gute Figur. Sogar Thomas Kretschmann, der sonst gerne mal zu Overacting neigt, kann bei seinen kurzen Auftritten überzeugen und schafft es, ohne viele Worte einen sehr intensiven Eindruck zu hinterlassen. So verpasst man im Endeffekt zwar nichts, wenn man sich den Film nicht anschaut, wird sich als Zuschauer aber auch nicht allzu sehr ärgern, wenn man sich entscheidet, anderthalb Stunden mit ihm zu verbringen.
Digitale Aufarbeitung:
"Separation City" kommt mit einem sehr guten Bildtransfer daher. Die Blu-ray gefällt durch ihre - auch im Detailbereich - knackige Schärfe und die kräftigen, natürlichen Farben. Rauschen tritt nur in sehr dezentem Ausmaß auf, Kompressionsprobleme lassen sich nicht ausmachen. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in dts-HD Master Audio 5.1 vor, die deutsche Fassung gibt es zudem als Dolby-Digital-2.0-Spur. Insgesamt bleiben alle Spuren genretypisch frontlastig, die Rears kommen nur in wenigen Szenen dezent zum Einsatz. Die Dialoge sind allerdings zu jeder Zeit gut verständlich.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Separation City" kann sich nicht so ganz zwischen Komödie und Drama entscheiden, wodurch ein etwas unausgewogener Eindruck entsteht und dem Zuschauer nicht so wirklich klar wird, welche Botschaft der Film vermitteln möchte. Dank der schönen Landschaftsaufnahmen und der guten darstellerischen Leistungen kann man ihn sich aber trotzdem anschauen, ohne allzu sehr gelangweilt zu werden. Die Blu-ray präsentiert den Film in guter technischer Qualität, auf Extras muss man allerdings verzichten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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106:13 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Separation City
Separation City
Leicht unausgegorener Mix aus Drama und Komödie
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Neuseeland, 2009 Regie: Paul Middleditch Drehbuch: Tom Scott Darsteller: Joel Edgerton, Rhona Mitra, Danielle Cormack, Les Hill, Thomas Kretschmann, Alan Lovell, Michelle Langstone, Jodie Rimmer
Label :
WGF Verkaufsstart : 22.06.2011
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