Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Flesh Wounds
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Blu-ray-Besprechung - Flesh Wounds

Story:
In einem geheimen US-Labor wird fleißig an einer neuen Waffe gearbeitet, doch es geht etwas grundlegend schief. Anscheinend wurde das Labor von Terroristen überfallen. Als die Militärs in den USA davon erfahren, entsenden sie mit Lt. Tyler (Kevin Sorbo) und seinen Leuten ein Commando nach Südamerika, um die Forscher und ihre Ergebnisse zu retten. Doch es ist weniger ein Terrorismusproblem, mit dem sich Tyler auseinander setzen muss, sondern die neue Waffe. Es beginnt ein tödlicher Kampf.

Meinung zum Film:
„Flesh Wounds“ ist einmal mehr der Beweis dafür, was bekannte Schauspieler alles so anstellen, um im Geschäft zu bleiben. Kevin Sorbo erlangte als „Hercules“ einst TV-Ruhm, doch mit „Flesh Wounds“ hat nicht nur er sich keinen Gefallen getan. Die anderen Schauspieler haben ebenfalls einen satten Griff daneben gemacht. Die Grundidee wurde von „Predator“ stiebitzt, doch die Umsetzung ist derart banal ausgefallen, dass die vorzeitige Betätigung der „Stopp“-Taste eine nur sehr natürliche Reaktion des Zuschauers sein wird. Das ist nicht einmal mehr eine TV-Produktion für den klassischen Trashfan und eindeutig ein Film der billigsten Machart.  

Zwar gibt es einige derbe Spezialeffekte in Sachen Blut, aber die können andere grundlegende Schwächen nicht ausgleichen. Das Drehbuch ist langweilig, die Dialoge sind dröge und stellenweise so simpel, dass es den Zuschauer graust. Kevin Sorbo versucht ja wenigstens zu schauspielern, doch der Rest der Truppe scheitert an der eigenen Motivationslosigkeit. Die harten Söldner nimmt der Zuschauer ihnen nicht ab. Leider passt die deutsche Synchronisationsstimme so gar nicht zu Sorbo und so geht in der deutschen Sprachversion auch der letzte Schwung verloren. Die Effekte aus dem Computer sind billigster Machart und stechen negativ hervor.

Die Sets lassen zusätzlich nicht den Eindruck aufkommen, als würde sich die Gruppe tatsächlich irgendwo in Südamerika befinden. Bei der Betrachtung der Actionszenen werden sämtliche vorherigen schlechten Eindrücke bestätigt. Die Szenen wirken inszeniert und es werden von den Schauspielern etliche Fehler gemacht. So versucht ein Kämpfer seinen Gegner mit dem Lauf des Gewehrs niederzuschlagen, anstatt den Kolben zu nehmen. Ein anderer macht es richtig, aber es ist deutlich zu erkennen, dass er das Tempo aus seinen Schlägen nimmt und vor dem Kollegen abstoppt. Laienschauspiel wirkt dagegen professioneller.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild zeigt sich bei Nahaufnahmen überwiegend detailreich, während Hintergrundaufnahmen etwas schwächer aussehen. Die Luftaufnahmen vom Dschungel wirken sehr plastisch. Die Bildfarbe ist ein wenig sandig und dämpft die Farben, ohne sie aber qualitativ zu mindern. In mehreren Szenen leidet das Bild an der schlechten Ausleuchtung des Sets, denn mal ist zu viel und mal zu wenig Licht im Spiel. Der deutsche und englische dts-HD-Track sind leise ausgepegelt. Die deutschen Dialoge wirken nicht sehr harmonisch mit dem übrigen klang und hören sich eher aufgesetzt an.

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
„Flesh Wounds“ ist leider niemandem zu empfehlen, da dies die billigste Form einer TV-Produktion darstellt. Mit einem bekannten Namen und blutigen Effekten ist es nicht getan. Viele handwerkliche Fehler unterstreichen den Ramschcharakter.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
81:06 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • -
Flesh Wounds - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Flesh Wounds
Flesh Wounds

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Öder Überlebenskampf im Predator-Plot


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
Dan Garcia
Drehbuch:
Gabriel Saint
Darsteller:
Kevin Sorbo, Heather Marie Marsden, Bokeem Woodbine, Kirk Kepper, Johnny Lee, Beau Brasso, Shannon Hand, Joel Davis

Label Deutschland :
WGF
Verkaufsstart Deutschland :
09.06.2011