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DVD-Besprechung - Schuldig bei Anklage
Story:
D-Mo (Jeff Edwards) und sein Freund D-Mo (Daemon Moore) leben zusammen mit ihren Freunden ein hartes Leben in den Slums von Washington DC, wo Mord und Kriminalität an der Tagesordnung stehen. Um aus ihrer allgegenwärtigen Armut auszubrechen beschließen die beiden ab sofort im großen Stil ins Drogengeschäft einzusteigen. Doch je besser ihr Geschäft läuft, desto unvorsichtiger werden sie. Dass ihr Handeln auch Konsequenzen hat, erkennen sie erst, als es schon fast zu spät ist.
Meinung zum Film:
Filme über aufstrebende Kleinkriminelle, die auf den Erfolgsweg straucheln, wie es bei „Schuldig bei Anklage“ der Fall ist, gibt es wie Sand am Meer. Dass dabei einen gewaltigen Qualitätsunterschied gibt, lässt sich leider nicht leugnen. Beispielsweise kann man einen Film wie „Goodfellas“ (Martin Scorsese) nicht mit einem Film wie „Brooklyn Rules“ (Michael Corrente) vergleichen, weder in der Handlungsstruktur, noch im Aufbau, noch in der Kameraführung oder schauspielerischen Leistung. Bei Po Johns Film „Schuldig bei Anklage“ handelt es sich leider im eine Produktion der niedrigen Qualitätsstufe. Der Plot leidet unter fehlender Kreativität, da er mit keiner neuen Idee aufwarten kann, um längst bekannte und zur Genüge ausgeschöpfte Handlungsstrukturen interessanter zu gestalten. Dadurch entsteht eine Vorhersehbarkeit der Geschehnisse, die der Qualität des Films noch mehr schadet. Einzig der Perspektivenwechsel in der Erzählweise, bringt ein wenig Abwechslung in den eintönigen Handlungsablauf.
Viele der teilnehmenden Schauspieler geben mit in diesem Film ihr Debüt. Den beiden Hauptdarsteller Daemon Moore, als D-Mo und Jeff Edwards als Drama merkt man ihre fehlende Erfahrung leider mehr als an. Ihre linkischen Bewegungen, die überaus hölzern vorgetragenen Dialoge und die einseitige Mimik lassen nicht nur keinen Zweifel über ihre Unerfahrenheit, sondern auch über ihr fehlendes schauspielerisches Talent. Der einzige wirkliche Schauspieler, der sein Talent schon mehrfach unter Beweis gestellt hat, ist gleichzeitig auch das Zugpferd des Films. Dieser Schauspieler ist Morgan Freeman („The Dark Knight“), aber auch seine Anwesenheit wertet den Film nicht unbedingt auf, da sein Part zeitlich sehr begrenzt ist. Überhaupt gelingt es der Darstellercrew nicht, einen Identifikationspunkt für das Publikum zu schaffen, um damit einen besseren Zugang zum Geschehen zu ermöglichen.
Ein weiteres Defizit des Films ist die unzulängliche Ausstattung und die fehlerhafte Kameraführung. Obwohl das Ghetto von Washington DC der Haupthandlungsort ist, geht Regisseur Po Johns, der mit diesem Film sein Debüt gibt, in keinster Weise auf den Handlungsort ein, der Fokus der Kamera erfasst nie mehr als einige Straßen. Auch die erwähnte hohe Kriminalitätsrate wird nicht mit Bildern untermalt, sondern nur von einer Stimme aus dem Off erwähnt. Die Kamerasicht ist sehr eingeschränkt, befasst sich fast ausschließlich mit bestimmten Szenenbildern, ohne eine Makroperspektive zu bieten, wackelt teilweise, wie bei einer Dokumentation- kurz: sie ist alles in allem unzulänglich und ermöglicht dem Zuschauer einen fast schmerzhaft begrenzten Ausblick auf die Ereignisse. Letztlich ist „Schuldig bei Anklage“ ein amateurhafter Versuch, in die Fußstapfen großer Vorbilder wie „Es war einmal in Amerika“ (Sergio Leone) zu treten, der jedoch bedauernswerterweise gründlich misslungen ist.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist zum größten Teil gut erkennbar. Manchmal verliert es jedoch an Klarheit und wirkt verschwommen. Doch diese Störungen treten nur partiell auf. Auch die Farbqualität schwankt manchmal. In diesem Fällen scheinen die Gesichter der Darsteller eine unnatürliche Orangefärbung anzunehmen. Aber auch diese Schwankungen sind zeitlich äußerst begrenzt und wirken sich nicht allzu schädlich auf die Gesamtqualität aus. Der Ton klingt jedoch gleichmäßig aus allen Boxen und bietet deshalb keinen Grund zur Klage. Auch der Mix zwischen Musik, Hintergrundgeräuschen und Dialogen ist gut gelungen.
Die DVD bietet leider keine Extras.
Fazit:
„Schuldig bei Anklage“ verspricht sehr viel mehr, als er dann letztlich ist. Das Debüt des Regisseurs Po Johns besitzt nicht genug Kreativität oder schauspielerische Höchstleistung, um dem Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Die Amateurschauspieler schaffen es leider nicht, dem Zuschauer einen Zugang zu den Geschehnissen zu verschaffen, was mit dessen Desinteresse belohnt wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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74:56 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Schuldig bei Anklage
Guilty by Association
Pures Säbelgerassel!
Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2003 Regie: Po Johns Drehbuch: Howard Gibson Darsteller: Bryce Wilson, Daemon Moore, Michael Evans, Morgan Freeman, Cahill Wiggins, Jeff Edwards, Jamie Patton, Queen Pen, Tony Kennedy, Arnie Clover, Steph Lover, Stacy Johns, Jennifer Lee, Dexter Mason, Eddie Money, Agnes Miller, William Becton, Rajaee Mohammed, Dominique Watson, Usma Lee Jalloh, Howard Gibson
Label :
Movie Power Verkaufsstart : 16.06.2011
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