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Blu-ray-Besprechung - Luster
Story:
Seit sechs Monaten hat Tom Luster (Andrew Howard) nicht mehr mit seiner Frau Jennifer (Tess Panzer) geschlafen. Es geht ihm nicht gut und wenn er morgens aufwacht, dann ist er wie gerädert und neben der Spur. Ständig liegen auch seine Schlüssel immer woanders oder sein Auto steht auf der Straße, statt ordentlich in der Garage abgestellt zu sein. Tom befürchtet, dass nachts jemand ins Haus schleicht und für die Unordnung sorgt. Er installiert ein Kamerasystem und ist zu Tränen bestürzt, als er sich selbst auf den Überwachungsvideos sieht und nichts mehr von seinen nächtlichen Aktivitäten weiß. Kein Wunder, hat er doch mittlerweile zwei Menschen in sich: den Schwächling Tom und den skrupellosen Machertypen Luster.
Meinung zum Film:
Mit „Luster“ kommt ein Film auf den Heimkinomarkt, der über die Schizophrenie seines Hauptcharakters beim Publikum Punkte sammeln will. Da präsentiert sich mit dem Gartenarchitekten Tom Luster ein schüchterner Mann im mittleren Alter, der sowohl Eheprobleme hat, als auch mal wieder einen gut bezahlten Job benötigt. Tom ist kein richtiger Loser, aber ist auch nicht der Typ, der mal auf den Tisch haut und allen zeigt, wo es lang geht. Seine Haare sind schütter und sein Auftreten gegenüber den Kunden ein bisschen zu defensiv. Aufgrund seiner Probleme kann er schlecht schlafen und ein herunter gekommener Kumpel gibt ihm ominöse Schlaftabletten. Hier liegt der Hase im Pfeffer bzw. gibt es schon die ersten Merkwürdigkeiten, die dem Zuschauer zu denken geben.
Nachdem Tom festgestellt hat, dass er nachts aktiv durch das Haus läuft und ein zweites Ich in seinem Körper existiert, passen die Schlaftabletten nicht mehr ins Bild. Sie sollen immerhin den Körper ruhig stellen und stattdessen gibt es einen zweiten Tom, der sich aber nur „Luster“ nennt. Später im Film nimmt er aber keine Tablette und als er erwacht, war sein anderes Ich wieder aktiv. Da hakelt es schon mächtig in der logischen Abteilung. Dennoch besitzt der Film eine gewisse Spannung, da dem Zuschauer fast immer Tom gezeigt wird. Luster wird, zunächst, vollkommen unbeobachtet gelassen und das Publikum sieht nur, was er in der Nacht wieder angestellt hat. Da die zwiegespaltene Persönlichkeit von Tom Luster relativ früh aufgeklärt wird, ist dann auch der Kern der Handlung offenbart. Tom oder Luster gehört die Zukunft.
Die Geschichte bietet nur wenige Charaktere an und bleibt so einerseits übersichtlich, andererseits aber auch frei von Überraschungen. Andrew Howard („Hangover 2“) spielt gut und überzeugend, auch wenn die Rolle des Luster zum Ende hin leicht an einem Overacting schrammt. Das ist aber eine Sache des Drehbuchs und nicht seiner Schauspielerei. Tess Panzer („Blood River“) als seine Frau Jennifer geht ein wenig unter und bleibt blass. In der Rolle des britischen Veteranen Les kann Tommy Flanagan („Smokin Aces“) die Aufmerksamkeit erhaschen. Die Nebenrollen agieren ordentlich, sind aber nicht weiter erwähnenswert. Wenn der Film ein höheres Erzähltempo hätte und die oben angeführten Logikprobleme nicht wären, dann wäre ein besseres Ergebnis erzielt worden, als nur dieses durchschnittliche Resultat.
Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des Bildes wirken sehr lebensecht und frisch. Der Kontrast zeigt bei dunklen Bildsequenzen Schwächen und das Bild wirkt leicht gekörnt. Die Bildschärfe hat ihre Stärken eindeutig bei Nahaufnahmen und in hellen Filmpassagen werden die meisten optischen Details gezeigt. Der Ton ist ordentlich und der Score wird gleichmäßig über alle Boxen verteilt. Das Verhältnis zwischen den Dialogen und den Nebengeräuschen wirkt ausgewogen.
Der Originaltrailer ist das einzige Extra.
Fazit:
Hätte „Luster“ nicht die diversen kleinen Defizite, könnte die Produktion als ein nettes Derivat von Typ „Dr, Jekyll & Mr. Hyde“ verkaufen lassen. So jedoch gehört er zu der Kategorie der Filme, die man einmal sieht und dann wahrscheinlich nie wieder. Die technische Umsetzung ist ordentlich.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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85:20 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Luster
Luster
Der eine schläft, der andere ist wach
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Adam Mason Drehbuch: Adam Mason, Simon Boyes Darsteller: Andrew Howard, Tess Panzer, Tommy Flanagan, Matthew Rhys, Ian Duncan, Sarah Essex, Tara Summers, Billy Burke
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 16.06.2011
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