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Kino-Besprechung - Kung Fu Panda 2

Story:
Imperator Shen überzieht das Land mit Krieg. Und er scheint nicht aufzuhalten zu sein, denn er hat eine neue Wunderwaffe dabei, gegen die kein Kung Fu zu helfen scheint. Panda Po, der wohl unmöglichste Kung Fu Kämpfer aller Zeiten, und die Furiosen Fünf machen sich auf den Weg, um es wenigstens zu versuchen.

Meinung zum Film:
Dreamworks lässt es mal wieder richtig krachen. Nachdem 2008 “Kung Fu Panda” das Genre der Kung-Fu-Comedy revolutioniert hat, weil man dank CGI nicht mehr auf die Beweglichkeit der Schauspieler und die Möglichkeiten von Halteseilkonstruktionen angewiesen war, liefert der Nachfolger jetzt wieder feinsten Martial-Arts-Klamauk. Vorausgesetzt natürlich, dass man damit leben kann, dass keine Menschen, sondern animierte Tiere sich perfekt choreographiert prügeln.  

Technisch ist der Film auf der Höhe der Zeit. Die Animationen sind kraftvoll und lebendig, die Szenerien sehr detailverliebt gestaltet und teilweise ist die schiere Menge von simultan agierenden Charakteren beeindruckend. Sehr nett ist auch der Wechsel zwischen verschiedenen Darstellungsformen. Während der Großteil des Films in klassischer 3D-Optik daherkommt, sind manche Szenen eher in 2D-Zeichentrickstil oder in der Art eines chinesischen Schattenspiels gehalten. Auch die Besetzung der Synchronsprecher ist im englischen Original beeindruckend und liest sich, mal abgesehen von Jack Black, Dustin Hoffman und Gary Oldman, dafür aber mit Angelina Jolie, Lucy Liu, Jackie Chan, Jean-Claude Van Damme, Michelle Yeoh tatsächlich wie der Cast eines neueren Kung-Fu-Filmes. Die deutschen Synchronsprecher sind alles bekannte Stimmen, allen voran Hape Kerkeling als Po, können aber letztlich nicht ganz so beeindrucken wie das englische Original.  

Allein die Handlung ist ein kleiner Kritikpunkt. Ohne wirkliche Überraschungen wird innerhalb der ersten Minuten klar, worum es im weiteren Film gehen wird und sogar, wie Po es letztendlich schaffen wird, Imperator Shen seine Wunderwaffe um die Ohren zu hauen. Der Weg bis dahin ist aber unbestritten sehr amüsant zu sehen. Viele der aus dem ersten Teil bekannten Charaktere gewinnen einiges an erzählerischer Tiefe. Das und der deutlich düstere Grundtenor als im Vorgänger sind wahrscheinlich Guillermo del Toros (“Hellboy”, “Pan’s Labyrinth”) Wirken als Produzent zu verdanken.

Fazit:
"Kung Fu Panda 2" ist dramaturgisch leicht verdauliche Kost, die aber mit Animationskunst auf höchstem Niveau grandios präsentiert wird. Kurzweilig, humorvoll, aber nie platt wird es wahrscheinlich ein vergnügliches Kinoerlebnis für jeden Kinobesucher- der irgendwann mal heimlich versucht hat, ein Holzbrettchen mit der Hand zu zerschlagen. Der Mehrpreis, um den Film auch wirklich in einem 3D-Kino zu sehen, lohnt zwar, ist aber nicht zwingend nötig. Wenn man es kann, sollte man sich aber die englische Originalfassung gönnen.

Kung Fu Panda 2 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Kung Fu Panda 2
Kung Fu Panda 2

Bild unseres Mitarbeiters Falk Ebert
Der Weg zum inneren Frieden in 3D


Autor der Besprechung:
Falk Ebert

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
Jennifer Yuh
Drehbuch:
Jonathan Aibel, Glenn Berger
Darsteller:
Hape Kerkeling, Cosma Shiva, Bettina Zimmermann, Gottfried John (Synchronstimmen)

Verleiher:
Paramount Pictures
Kinostart Deutschland :
16.06.2011