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Blu-ray-Besprechung - Don't look up
Story:
Regisseur Marcus Reed (Reshad Strik) hat eine schwere Zeit hinter sich und versucht mit einem neuen Filmprojekt wieder Fuß im Filmbusiness und im Leben zu fassen. In Rumänien will er die Legende einer Frau verfilmen, die einst einen Pakt mit einem Dämonen geschlossen hatte. Da der Dämon allerdings nicht die Gegenleistung erhielt, die ihm die Frau einst versprach, herrscht in dem rumänischen Dorf ein Fluch. Ausgerechnet als die Filmcrew mit den Arbeiten beginnt, entfaltet der Fluch seine Wirkung und es geschehen unerklärliche Unfälle und Stimmungswechsel. Der Dämon will seinen Tribut.
Meinung zum Film:
Am Ende von „Don’t Look Up“ steht der Zuschauer vor der Frage, was der Film denn nun wollte. Sicherlich ist es ein Horrorfilm, doch die Entscheidung, sich nicht für ein genaueres Genre festzulegen, war die falsche. Es gibt Splatteransätze, Gruselelemente und Psychospannung, allerdings gefällt die Mischung sicherlich nicht jedem Zuschauer. Die Story basiert auf einer alten Legende, die recht klassisch aufgebaut ist. Eine Frau in Rumänien einigte sich einst mit einem Dämon und dieser garantierte ihr ein gutes Leben. Dafür sollte sie ihm jedoch ihre erste Tochter geben, damit er mit dieser einen eigenen Nachkommen zeugen kann. Die Bewohner des Dorfes jedoch töteten die junge Frau, ehe der Dämon seinen Nachwuchs bekam. Soweit, so gut.
Im Plot wird nun ein Regisseur eingeführt, der 1928 versuchte, genau diese Geschichte am Ort des Geschehens zu verfilmen, doch er verschwand. Ein überflüssiges Ereignis für die weitere Handlung, die zwar immer wieder aufgegriffen wird, doch dies dient lediglich der Verlängerung der Handlung. Diese wird bestimmt durch den offensichtlichen Fluch, der auf der Örtlichkeit liegt, wo nun in der Gegenwart wieder versucht wird, die Legende zu verfilmen. Und dieser Fluch wirft Fragen auf. So werden z.B. Fliegen immer wieder zu einem Instrument des Bösen, doch die Symbolik bleibt auf der Strecke. Es gibt keine echte Erklärung. Der Regisseur ist schwer gestört und der Zuschauer ahnt schnell, dass er dem gezeigten nicht zu viel Glauben schenken sollte. Immerhin wird zum Ende aufgelöst, was bei ihm nicht stimmt, was sich aber nicht auf das Finale an sich auswirkt.
Die blutigen Effekte sind gut gelungen, doch etwas rar gesät. Leider werden sie auch immer von der Dramaturgie angekündigt. Den Schockeffekten ergeht es ähnlich, denn immer wieder bei Nahaufnahmen wird versucht durch plötzliche Ereignisse Spannung zu vermitteln. Das hat das Publikum jedoch schnell raus und die Schocker verpuffen. Positiv ist allerdings das im Film gezeigte Filmset in Rumänien. Freunde der Hammer-Film-Produktionen werden ihre Freude daran haben, erinnern sie doch stark an die alten Klassiker. Wenn der Hauptfilm doch auch so eine Atmosphäre verströmen könnte. Nicht einmal die Charaktere schaffen es den Zuschauer zum mitfiebern zu bewegen. Sie sind zu distanziert und farblos.
Digitale Aufarbeitung:
Bei Nahaufnahmen weist das Bild eine sehr gute Bildschärfe auf, bei der kein Detail verloren geht. Befindet sich die Kamera aber in der Totalen, verliert sich der gute Eindruck ein wenig, ohne dass das Bild aber schlecht wird. Die Farben wirken realistisch und lassen den Drehort sehr authentisch wirken. Der Ton ist gut und die Boxen werden im Frontbereich gut in Szene gesetzt. Aber auch die hinteren Boxen bekommen etwas zu tun.
Der Reigen der Extras beginnt auf der Blu-ray-Disc selbst. Neben dem deutschen und dem englischen Trailer gibt es noch Lauftexte zu den wichtigsten Personen des Films die eine kurze Bio- und Filmografie beinhalten. Die übrigen Extras befinden sich auf einer Bonus-Disc und beginnen mit einem Making Of (32:52 Minuten) und bieten die üblichen Informationen über den Film. Natürlich wird hier auch viel gelobt, aber einige Infos sind auch interessant. Die darauf folgenden Interviews mit Cast & Crew sind aber deutlich informativer und bieten mehr Details. Der Blick hinter die Kulissen (20:51 Minuten) ist gut ausgewählt und bietet einen guten Einblick in die Dreharbeiten. Den Abschluss bildet eine Bildergalerie. Alle Extras verfügen über deutsche Untertitel.
Fazit:
„Don’t Look Up“ ist kein schlechter Film, aber einer von denen, der seine eigene Ausrichtung nicht erkennt. Mehr Fokus auf den Genretyp hätte dem Film gut getan und auch mehr Atmosphäre. Für einmal sehen langt es, nicht aber für die Aufnahme in eine Sammlung. Technisch ist die Blu-ray in Ordnung. Die Extras sind Standard.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Filmografien
- Making Of
- Behind The Scenes
- Bildergalerie
- Interviews
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Don't Look Up
Don't Look Up
Wenn Fliegen fliegen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Japan / Südafrika, 2009 Regie: Fruit Chan Drehbuch: Brian Cox, Hiroshi Takahachi Darsteller: Rachael Murphy, Reshad Strik, Eli Roth, Henry Thomas, Carmen Chaplin, Kevin Corrigan, Alyssa Sutherland, Daniela Sea
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 27.05.2011
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