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DVD-Besprechung - Begierde - Staffel 2
Story:
Begierde kann ein richtige Antriebskraft sein. Wenn man Macht haben will, muss man sie sich erarbeiten. Will eine Frau die Leidenschaft einer lesbischen Domina erwecken, so muss sie sich ihr präsentieren. Alles, worauf der Mensch ein Auge wirft, kann erstrebt werden, doch die Wege, diese Dinge zu erlangen, können einen überraschenden Verlauf nehmen. Dies erleben auch die Charaktere in den neuen Episoden der Sendereihe „Begierde“.
Meinung zum Film:
„Begierde - Staffel 2“ ist die Fortsetzung einer Horror-Fernsehserie, die insgesamt von 1997 bis 2000 produziert wurde. Jede Episode stellt eine eigene Geschichte dar, die komplett abgeschlossen ist. Die Storys basieren auf Horror, Thriller und Mystik, doch augenscheinlich sollen sie sich von ähnlichen Serien wie z.B. „Geschichten aus der Gruft“ oder „Twilight Zone“ abheben. In „Begierde“ wollten die Produzenten mehr Glamour und Anspruch unterbringen. Genau hier liegt der Schwachpunkt der Serie, denn in den knapp 30 Minuten einer jeden Folge sind diese Ansätze nur sehr schwer zu verwirklichen. Viele Geschichten bleiben dadurch oberflächlich.
Was den Nordamerikaner vielleicht schockiert, lässt den Europäer eher gelassen und so verpuffen die „skandalösen“ Storyinhalte. Dominasex, Sex an ungewöhnlichen Orten, lesbische Beziehungen oder Orgasmus durch Strangulation sind hierzulande bekannt und als überwiegendes Element der meisten Episoden schnell abgenutzt. Was der Serie jedoch gut steht, sind die realistischen Filmsets, die nie gekünstelt wirken. Alles wirkt echt und wie aus dem Leben der handelnden Figuren. Als Gastgeber führt David Bowie („Labyrinth“) durch die verschiedenen Folgen und gibt jeweils zu Beginn und zum Ende einer Episode seinen Kommentar ab. In einzelnen Folgen wird sehr stark mit Bild und Klangeffekten experimentiert, was nicht jedem Zuschauer gefallen dürfte, denn vor allem die kreischenden Soundeffekte sind grenzwertig.
In der zweiten Staffel geht es z.B. um eine lesbische Domina, die es wirklich in sich hat, denn die Tattoos auf ihrer Haut haben eine ganz besondere Eigenart. In einer anderen Folge muss ein drogensüchtiger junger Mann erkennen, dass die alte Dame mit dem komischen slawischen Namen mehr ist, als ein Mensch. Tragisch endet der Umzug einer jungen Frau, denn ein neugieriger Nachbar späht immer durch den Briefschlitz in ihre Wohnung. Merkwürdig ist auch die Geschichte, in der eine Frau sich in einer Scheinehe von Woche zu Woche neu verändert. Sie wechselt ihren kompletten Charakter. Und dann ist da noch eine aufstrebende Schriftstellerin, die den Freitod eines jungen Verehrers mit verursacht, um danach erkennen zu müssen, dass seine Familie ein merkwürdiges Hobby hat.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht schlecht, aber auch keine Besonderheit. Es ist auf jeden Fall deutlich besser als das, was das analoge Kabel zu bieten hat. Die Farben sind kräftig, was aber auch daran liegt, dass mit ihnen gern gespielt wird. Ein leichtes Bildrauschen ist erkennbar, aber nicht weiter störend. Der Ton ist unspektakulär, doch die Dialoge sind stets gut verständlich.
Ein Making Of (26:06 Minuten) macht den Auftakt der Extras und es gibt sogar eine deutsche Synchronisation. Geboten werden viele Informationen zur Entstehung der Serie und auch kleinere Einblicke in die Dreharbeiten. Und mit der Bildergalerie enden dann die Extras auch schon wieder. Etwas wenig.
Fazit:
Mit „Begierde - Staffel 2“ haben die Produzenten einen anderen Horrorserienansatz gesucht und auch gefunden. Leider ging dieser Ansatz aber am Publikumsgeschmack etwas vorbei. Die Mischung aus Anspruch und 30-Minuten-Format kann nicht überzeugen. Technisch ist die DVD-Umsetzung für eine Fernsehserie in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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22 Folgen a ca. 30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Begierde - Staffel 2
The Hunger - Season 2
Handwerklich gut, inhaltlich schwach
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1999/2000 Regie: Russel Mulcahy, Darrell Wasyk, Alain Desrochers, Daniel Grou Drehbuch: Gerald Wexler, Bruce M. Smith, Terry Curtis Fox, Mark Nelson Darsteller: David Bowie, Richard Jutras, Don Jordan, Philippe Ross, Claudia Besso, Sabrina Boudot, Daniel Brochu, Martin Sims
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 27.05.2011
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