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DVD-Besprechung - Das Orakel
Story:
Es gibt viele okkulte Gegenstände denen die Menschen die verschiedensten Fähigkeiten nachsagen. Da gibt es die Hexenbretter mit deren Hilfe der Kontakt zum Jenseits oder zu Dämonen gesucht werden kann oder auch eine geheimnisvolle künstliche Hand die eine Schreibfeder hält. Diese kann im Kontakt zu einem Menschen geheimnisvolle Botschaften niederschreiben, bis hin zu unheimlichen Vorhersagen. Nachdem eine alte Frau eine schreckliche Prophezeiung bekam, räumte sie flugs aus Angst ihre Wohnung und ließ die schreibende Hand zurück. Die neue Wohnungsinhaberin Jennifer (Caroline Capers Powers) findet diese und die Nachricht die nun erscheint macht sie neugierig, denn ein Mordopfer scheint Rache zu fordern.
Meinung zum Film:
Warum „Das Orakel“ nun auf DVD erscheint, ist ein echtes Rätsel für jeden der den Film gesehen hat. Der Film ist eine misslungene Mixtur aus „Poltergeist“, „New York Ripper“ und „Phenomena“ bei dem zu keinem Zeitpunkt auch nur der Ansatz von Unterhaltung aufkommen will. Sicherlich wird der eine oder andere Trashfan seine Form der Unterhaltung finden, aber das müssen schon die härtesten Fans ohne jegliche Ansprüche sein. Filmfans der oben genannten Filme hingegen werden sich über diese dilettantische Mischung fast schon ärgern. Hier wird mit billigsten Mitteln versucht große Vorlagen zu kopieren.
Wer erinnert sich nicht an die Szene aus „Poltergeist“, bei der im Kinderzimmer alles schwebt und kreiselt. Die übelste Kopie dieser Szene kann in „Das Orakel“ betrachtet werden und dazu gleichzeitig noch eine richtig schlechte schauspielerische Leistung, bei der eine Darstellerin zeigen soll, wie sie von einer unsichtbaren Kraft zurückgehalten wird. Es gibt kleine Kinder die mit einer besseren Show Kekse bei ihren Eltern abstauben. Zu allem Übel wird die Hauptdarstellerin auch noch Jennifer genannt, ein Affront für jeden Fan von Argentos „Phenomena“. Hauptdarstellerin Caroline Capers Powers spielte zu Recht keine weitere Rolle nach „Das Orakel“, da sie zu mehr als kreischen kaum in der Lage ist.
Wirft der Zuschauer einen Blick auf die Filmografie von Regisseurin Roberta Findlay dann gibt es da keine Produktion für den breiten Markt. Sie suchte ihr Heil in den B- und C-Movies, aber auch in der Hardcore-Branche. Es gibt zwar ein paar blutige Effekte die in Fulci-Manier dargestellt werden, aber das reicht nicht um die Schwächen des Films zu kaschieren. Die Kamera hält z.B. gnadenlos auf die Messerklinge die tief in einen Arm eindringt. Etwas albern wird dann im Verlauf des Films die treibende Kraft des übersinnlichen Plots, was darin gipfelt, dass eine Gummifigur auftaucht die auch von den politischen Clowns von „Spitting Image“ stammen könnte.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist schlecht und einer DVD nicht würdig. Hier wurde scheinbar auf größeres Engagement hinsichtlich der Qualität verzichtet und vielmehr einfach ein altes VHS-Tape transferiert und das mit allen Fehlern. Dropouts, Hell-Dunkel-Schwankungen und Unschärfen sind die optischen Auffälligkeiten. Der Ton ist ebenfalls mau und erinnert stark an die ganz alten VHS-Zeiten. Alles klingt dumpf und veraltet.
Als Extras gibt es den Originaltrailer und eine Bildergalerie.
Fazit:
„Das Orakel“ hätte nicht als DVD aufgelegt werden müssen, denn sowohl der Film, wie auch seine schlechte technische Umsetzung sind keine Anschaffungsempfehlung. Horror hin oder her, es gab schon immer Filme die nicht hätten sein müssen und diese Produktion gehört leider mit dazu. Einzig Allesgucker dürften hier die richtige Zielgruppe sein.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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89:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Das Orakel
The Oracle
80er Jahre C-Movie ohne Potential
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1985 Regie: Roberta Findlay Drehbuch: Lee-Allen Richardson Darsteller: Caroline Capers Powers, Roger Neil, Pam La Testa, Victoria Dryden, Chris Maria De Koron, Dan Lutsky, Stacey Graves, Ethel Mark
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 10.06.2011
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