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Blu-ray-Besprechung - Cold Fusion 2012
Story:
Irgendwo in der Sowjetunion taucht 1982 eine fliegende Untertasse auf und wird abgeschossen. Was genau es damit auf sich hat, wird zunächst nicht klar, denn schon befinden wir uns in der Gegenwart, wo in einer Kleinstadt in Iowa eine Bombe hochgeht, die eine ähnliche Reichweite hat wie ein atomarer Schlag. Was steckt dahinter? Sind Terroristen am Werk? Genau das soll der Militärtrupp von General Unger (Adrian Paul) herausfinden. Unger schickt seine Mitarbeiterin Lila (Sarah Brown) los und kommt über sie einem Plan auf die Spur, der die gesamte Menschheit vernichten könnte ... denn die Technik der abgeschossenen Außerirdischen ist in die falschen Hände geraten!
Meinung zum Film:
Fans von Adrian Paul haben es schon nicht leicht ... denn der einstige "Highlander"-Star ist in letzter Zeit doch eher in fragwürdigeren Filmen zu sehen, die nicht immer so wirklich durch einen hohen Produktionswert oder gar Anspruch glänzen. Während beispielsweise "Nine Miles Down" trotz des B-Movie-Flairs wenigstens noch ganz unterhaltsam war, mangelt es "Cold Fusion", an das Savoy für die deutsche Veröffentlichung unbedingt ein "2012" mit anhängen musste, aber leider völlig daran. Der Film ist einfach nur stinklangweilig und man ertappt sich als Zuschauer ständig dabei, nebenher irgendetwas anderes zu machen, weil einen einfach nicht interessiert, wie es weitergeht.
Noch dazu fällt auf, dass Adrian Paul - ähnlich wie Val Kilmer bei diversen seiner letzten Filme - eher als Werbefigur im Einsatz ist. Sein Name wird zwar als einziger groß vor dem Filmtitel in den Opening Credits genannt, außer ein paar Sätze in einer Militäruniform von sich zu geben hat er allerdings nicht gerade viel zu tun. Die eigentliche zentrale Person ist die von Sarah Brown gespielte Lila Body, die nun - ähnlich wie ihr Vater vor vielen Jahren, bevor er aus ihr nicht bekannten Gründen entlassen wurde - eine Topagentin des Militärs verkörpert. Brown ist sonst hauptsächlich als Stuntfrau tätig (u.a. bei "Bones") und dementsprechend gut choreografiert sind die Actionszenen mit ihr. So staucht sie beispielsweise gern mal ein paar böse Buben zusammen, was zwar nicht überragend realistisch wirkt, aber zumindest etwas Abwechslung bietet.
Leider gibt es aber gerade von dieser Action viel zu wenig, sodass die lahme Story auch nicht durch optische Schauwerte aufgebessert wird. Die Darsteller scheinen sich ebenfalls furchtbar gelangweilt zu haben und spielen durchweg so, als ob sie gleich einschlafen oder am liebsten möglichst schnell das Set verlassen würden. Genauso unspektakulär wie die Leistungen des Casts sind die CGI-Spezialeffekte geraten, die mit trashigen UFOs schon gleich in der allerersten Szene zeigen, welches technische Niveau man als Zuschauer zu erwarten hat. "Cold Fusion" ist sicherlich nicht als Kinofilm angelegt gewesen und sieht auch deutlich nach einer TV- oder Direct-to-Video-Produktion aus ... zumindest ein minimaler Unterhaltungswert - auf den man hier in jeder Hinsicht vollständig verzichten muss - wäre aber doch eigentlich nicht zu viel verlangt gewesen.
Bei der deutschen Fassung ist noch negativ anzumerken, dass die
Synchronisation noch billiger und gelangweilter klingt, als die
Darsteller im Original, und die Übersetzungen auch manchmal
etwas seltsam gewählt wurden.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch bietet die Blu-ray in Anbetracht des B-Movie-Charakters des Films eine recht gute Qualität. Rauschen fällt nicht auf, die Farben wirken kräftig und natürlich. Zudem wirkt das Bild die meiste Zeit über scharf, ohne dabei jedoch Referenzniveau zu erreichen. Gerade die Details sind immer etwas zu weich geraten. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in dts-HD Master Audio 5.1 vor, die deutsche Fassung gibt es zudem in Dolby 2.0. Die Abmischung ist wie die Bildqualität ziemlich gut ausgefallen und wirkt stellenweise durchaus räumlich.
Als einziges Bonusmaterial gibt es den Trailer zum Film in SD.
Fazit:
"Cold Fusion 2012" ist ein furchtbar langweiliges B-Movie, das selbst mit den vereinzelten Actionszenen und dem zwischendurch kurz auftauchenden Adrian Paul niemanden hinter dem Ofen hervorlocken wird. Dafür ist die Story zu lahm, sind die Effekte zu billig und wirken die Darsteller zu unmotiviert. Zumindest technisch bewegt sich die Blu-ray aber auf einem ordentlichen Niveau, wenngleich auf Bonusmaterial größtenteils verzichtet werden muss.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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83:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Cold Fusion 2012
Cold Fusion
Wenn nur die schlechten Effekte das größte Problem wären ...
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Ivan Mitov Drehbuch: Nathan Atkins Darsteller: Adrian Paul, Sarah Brown, Michelle Lee, William Hope, Velizar Binev, Shelly Varod, Velizar Binev, Atanas Srebrev
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 04.07.2011
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