Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Antikiller 3 - Das letzte Kapitel
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Blu-ray-Besprechung - Antikiller 3 - Das letzte Kapitel

Story:
Major Korenev (Yuriy Kutsenko) verweilt zur Zeit in einer psychiatrischen Klinik und schreibt sich seine Probleme nebst Alkoholsucht von der Leber. Sein Aufenthalt wird jedoch eines Tages unterbrochen, als er zu einem Spezialauftrag abberufen wird: die russische Mafia gewinnt durch Korruption immer mehr an Macht. Korenev begibt sich direkt in die Höhle des Löwen und will mit den Gangstern aufräumen.

Meinung zum Film:
„Antikiller 3“ entstand 2009 als echter dritter Teil einer Reihe, in der jeweils Yuriy Kutsenko („Wächter der Nacht“) die Hauptrolle übernahm. Inszeniert wurde das Ganze diesmal von Eldar Salavatov, der erst ein Jahr zuvor sein Drehleiter-Debüt feierte und somit getrost als Anfänger bezeichnet werden kann. Das gleiche gilt für seinen Drehbuchschreiber Denis Neimand, der zuvor ebenfalls erst ein einziges Buch verfilmen lassen konnte.

Die auf der Rückseite der Hülle angedeutete politische Brisanz des Films sucht man bei Sichtung des „Antikiller 3“ vergebens. Eher kommen die Freunde ganz leichter Actionküche auf ihre Kosten. Nicht von ungefähr sagt ein Charakter nach der Anfangssequenz, dessen Ausgang die Hilfe eines ganz besonderen Mannes nötig erscheinen lässt, dass hier „nur noch Bruce Willis helfen“ könne. Und Kutsenko ist leider nur ein ganz kleiner Willis. Das liegt noch nicht mal an einer etwaigen schlechten Schauspielkunst von ihm, sondern an den pseudo-coolen Dialogen, die das Drehbuch seiner Figur in den Mund gelegt hat. Ständig kommen dumme Sprüche, die, wenn überhaupt, eher bei einem jüngeren Publikum für Begeisterungsstürme sorgen dürften. Schlimmer wiegt jedoch noch der Fakt, dass die Handlung wirr ist und man eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich weiß, worum es überhaupt geht.

Immerhin sind die zahlreichen Explosionen und die Stunts recht gut gelungen, mehr darf man aber auch wirklich kaum erwarten. Einen Film, in dem der Held wirklich und ernsthaft Schießpulver schnupft, kann eigentlich kein erwachsener Zuschauer ernst nehmen. Auch das Alkoholproblem Korenevs wird vordergründig kritisch abgehandelt, in Wahrheit jedoch durch coole Begleitszenen wiederum als Bagatelle abgetan. Von einem kritischen Film, den jeder mal gesehen haben sollte, kann also gar keine Rede sein. Wer lediglich auf Action steht, kann vielleicht mal in den „Antikiller 3“ reinschauen, wem dies allein nicht reicht, der kann getrost etwas anderes gucken.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray ist recht gut gelungen. Details, z.B. auf der Haut sind immer eindeutig zu erkennen und auch bei schnelleren Kamerabewegungen ist das Ergebnis gut. Der Kontrast sitzt ebenfalls am rechten Fleck, die Farben wirken oftmals knallig. Für diesen eher kleineren Film kann sich das Gebotene sehen lassen. Der deutsche Ton in DTS HD Master Audio 5.1 klingt dynamisch, die hinteren Lautsprecher hätten aber gern noch etwas mehr einbezogen werden können.

An Extras gibt es ein Musikvideo und den Trailer zum Film.

Fazit:
„Antikiller 3“ nervt durch ein Drehbuch, das wirr ist und durch eine Hauptfigur, die den Zuschauer mit ständigen, dummen und möchtegern-coolen Sprüchen penetriert. Immerhin wurde die Action visuell ansprechend inszeniert, dies reicht jedoch nicht für ein überzeugendes, abendfüllendes Programm. Die Blu-ray ist technisch gut ausgefallen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
95:37 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Russisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Musikvideo
  • Trailer
Antikiller 3 - Das letzte Kapitel - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Antikiller 3
Antikiller D.K: Lyubov bez pamyati

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Etwas wirr, bemüht cool und nur punktuell spannend


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Russland, 2009
Regie:
Eldar Salavatov
Drehbuch:
Denis Neimand
Darsteller:
Yuriy Kutsenko, Yevgeni Antropov, Yusup Bakhshiev, Ivan Bortnik, Mikhail Efremov, Igor Ganzha, Ruslan Khabibullov, Ekaterina Klimova

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
14.07.2011