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DVD-Besprechung - Medium - Staffel 6
Story:
Allison Dubois (Patricia Arquette) hat eine spezielle Gabe, die auch gleichzeitig ihr Fluch ist. Sie ist in der Lage, Dinge zu sehen, die ihr Verstorbene vor Augen führen und an Hand der Aura von Menschen ihre Vergangenheit und teils auch Zukunft zu sehen. Meist manifestieren sich diese Visionen in ihren Träumen, die sie in den Augenblicken aber nie als solche erkennen kann. Immer wenn sie eine Vision hat, heißt es für sie aktiv zu werden, da sie durch ihr spezielles Wissen Mordfälle aufklären und teilweise sogar verhindern kann.
Meinung zum Film:
„Medium – Staffel 6“ setzt einige Woche nach den Ereignissen aus „Medium – Staffel 5“ ein. Nach der schweren Operation, der Allison sich am Ende der vorhergehenden Staffel unterzogen hatte, scheint sie ihre Fähigkeiten komplett verloren zu haben. Weiterhin ist ihre rechte Körperhälfte teilweise gelähmt. Doch Generalstaatsanwalt Devalos hält weiterhin an ihr fest und behält sie als Beraterin in seinem Team. Eine Sache, die ihrem Mann nicht sonderlich gefällt. Doch da er selbst seinen gut bezahlten Job aufgegeben hat, um sich um seine Frau kümmern zu können, gibt er letzten Endes nach. Aber bereits in der ersten Folge beginnen die Dinge sich wieder in alte Bahnen zu begeben. Allison hat wieder eine Vision, Joe scheint bei der Suche nach Arbeit Erfolg zu haben und zu guter Letzt stellt sich zum Schluss der einleitenden Episode auch langsam wieder die Beweglichkeit in Allisons rechtem Arm ein. Es dauert also nicht allzu lange bis die vermeintlich schicksalhaften Folgen, welche die schwere Operation nach sich gezogen hat wieder verschwunden sind und im Hause Dubois alles wieder beim Alten ist.
Ruhiger wird es im Leben der Familie dadurch aber nicht. Denn gleich in einer der ersten Visionen sieht Allison ihre älteste Tochter Ariel mit einer Axt in der Hand, während sie von oben bis unten mit Blut verschmiert ist. Doch dies ist nur der Auftakt von weiteren Problemen mit der langsam erwachsen werdenden Tochter, die immer mehr ihre Grenzen austestet. Überhaupt rücken die Kinder immer stärker in den Fokus der Serie, da sie ebenfalls beginnen besondere Fähigkeiten zu entwickeln. Dies führt teilweise so weit, dass Ariel einzelne Folgen komplett als Hauptdarstellerin übernimmt. Auch Bridgette erhält in dieser Hinsicht immer mehr an Bedeutung. So hat sie in einer Folge Visionen von einem Astronauten, der mit einem anderen um eine freie Stelle bei der NASA kämpft. Joe Dubois erkennt darin seine Situation bei der Bewerbung um eine neue Arbeitsstelle wieder, in der er sich in Konkurrenz mit einem anderen Bewerber befindet. Und auch Nesthäkchen Maria wird nicht vergessen. Sie hat u.a. ihren großen Auftritt als es um den Geburtstag ihres Vaters geht. Die familiären Probleme zählen noch immer zu den Stärken der Serie, da sie wie ein roter Faden eine Verbindung zwischen den einzelnen Episoden herstellen.
Wie gewohnt haben sich die Autoren so manches einfallen lassen, um die Abenteuer abwechslungsreich zu gestalten. Etwas Besonderes stellt dabei eine Episode dar, in der Allison sich und ihre Familie als Hauptfiguren im Kult-Film „Nacht der lebenden Toten“ wiederfindet. Es gibt auch zahlreiche Spielereien mit der Art und Weise, wie sich die Visionen bei Allison manifestieren. In einem Fall kann sie zum Beispiel auf der Stirn der Menschen ablesen, wie viele Tage sie noch zu leben haben, in einer anderen sieht sie überall Schriftzeichen eines Geheimcodes. Was allerdings ein wenig fehlt, sind die ganz besonderen Handlungsstränge, die sich über eine längere Zeit hinweg erstrecken. In der 6. Staffel gibt es in dieser Hinsicht zwar die neue Arbeit von Joe, die für einiges an Durchgängigkeit sorgt, das war es dann aber auch schon im Großen und Ganzen mit den Geschehnissen außerhalb der Familie. Es fehlt ein wenig an durchgängiger Brisanz, die bereits in der schwächelnden 5. Staffel etwas nachließ. Die einzelnen Fälle für sich sind zwar weiterhin gut und spannend ausgearbeitet, haben oftmals überraschende Wendungen und durch den roten Faden der Veränderungen im Leben der Dubois wird auch für eine Weiterentwicklung der Charaktere gesorgt, allerdings fehlt es ein bisschen am Salz in der Suppe. Die Serie ist ohne Frage weiterhin durchweg unterhaltsam. Doch im direkten Vergleich zu den vorhergehenden Staffeln hat sie doch ein wenig abgebaut. Das wird nicht zuletzt in der finalen Episode deutlich, die wie eine gewöhnliche Episode aus der Mitte der Staffel wirkt und kaum Spannung bezüglich der nächsten Season aufbaut.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt gewohnt gut daher. Die meiste Zeit über ist es mit klaren Konturen und einer angenehmen Schärfe versehen. Lediglich in einzelnen Szenen wirkt es ein wenig weicher, was aber nie zu einem Problem wird. Der Ton liegt im üblichen Dolby Digital Surround Format vor und bietet das gewohnt angenehme Klangbild.
Die ersten beiden Extras befinden sich auf DVD 2. In „Die 100. Folge von Medium: Eine Feier“ schwärmen Cast & Crew davon wie sehr sie sich über das Erreichen der 100. Episode freuen und welche Gedanken sie mit der Serie verbinden. Anschließend wird in „Zombies laufen frei herum: Das Making Of von Wenn Träume töten“ erklärt wie die Idee zu der „Night of the Living Dead“-Hommage-Episode entstand und umgesetzt wurde. Das restliche Bonusmaterial ist auf DVD 5 zu finden. In „Der Geist hinter Medium“ interviewt Hauptdarstellerin Patricia Arquette rund 30 Minuten lang Serienschöpfer Glenn Gordon Caron. In „Die Musik von Medium“ wird ein Blick auf den musikalischen Kopf der Serie, Sean Callery geworfen. „Fettfrei Medium Zweifach“ kümmert sich abschließend um die Mirabello-Zwillinge, die sich die Rolle der Marie Dubois teilen.
Fazit:
Im Vergleich zu den vorhergehenden Staffeln geht „Medium – Staffel 6“ ein wenig die Luft aus. Jede Folge für sich betrachtet bietet die gewohnt gute Unterhaltung, allerdings fehlt es ein wenig an durchgehender Brisanz. Doch die Weiterentwicklung der Charaktere und das Einbeziehen von Ariel als weitere tragende Person gleichen diesen Makel zumindest ein wenig aus.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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22 Episoden à ca. 43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Surround | Englisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Surround |
Italienisch Dolby Surround | Spanisch Dolby Surround |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Die 100. Folge von Medium: Eine Feier
- Zombies laufen frei herum: Das Making Of von „Wenn Träume töten“
- Der Geist hinter Medium
- Die Musik von Medium
- Fettfrei Medium Zweifach
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Medium - Staffel 6
Medium - Season 6
Im Vergleich zu den vorhergehenden Staffeln mit leichtem Qualitätsabfall, insgesamt aber immer noch beste Mystery-Unterhaltung
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Diverse Drehbuch: Diverse Darsteller: Patricia Arquette, Jake Weber, Sofia Vassilieva, Maria Lark, Madison Carabello, Miranda Carabello, Miguel Sandoval, David Cubitt
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 07.07.2011
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