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DVD-Besprechung - 5 Dollars a Day
Story:
Ritchie (Allessandro Nivola) hat gerade keinen erfolgreichen Zeitpunkt in seinem Leben erreicht. Erst verliert er seinen Job und dann verlässt ihn auch noch seine Freundin. Als sich auch noch sein Vater Ned (Christopher Walken), ein Kleinganove, meldet, und ihm erzählt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist, steht er kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Das Verhältnis der beiden ist zerrüttet, seit Ritchie für einen misslungenen Coup seines Vaters ins Gefängnis musste. Dessen letzter Wunsch ist es mit seinem Sohn einen Roadtripp quer durch Amerika zu machen, eine Reise in die Vergangenheit, dessen Ziel nur eines sein kann: Versöhnung und Abschied zugleich.
Meinung zum Film:
Roadmovies wie „5 Dollars a Day“ gibt es wie Sand am Meer und sie sind nicht an ein bestimmtes Genre gebunden. Das Endzeitdrama „The Road“ (John Hillcoat) gehört ebenso in diese Kategorie, wie das Drama „Thelma und Louise“ (Ridley Scott) oder das Sozialdrama „Easy Rider“ (Dennis Hopper). Roadmovies handeln meist von einer Wanderschaft, einer unruhigen Reise als Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Die Protagonisten bereisen als unabhängige Menschen dabei nicht nur einen Teil Amerikas, sondern sie sind auch auf der Suche nach sich selbst und nach einem Platz in der Gesellschaft. Auch in „5 Dollars a Day“ geht es darum, dass zwei Outlaws, Ritchie und sein Vater Ned, keinen richtigen Platz in der Gesellschaft haben. Sie stehen jenseits der Gesellschaft, was ihnen auf der einen Seite ein Gefühl des Ausgestoßenseins verleiht, auf der anderen Seite aber auch Freiheit und Unabhängigkeit verspricht.
Regisseur Nigel Cole („We Want Sex“) konnte für seinen Film großartige Schauspieler gewinnen. Ritchie, der von seiner Mutter verlassen wurde und sich von seinem Vater stets benutzt fühlte, bis er seinetwegen sogar im Gefängnis landete, wird von Allessandro Nivola („Howl - Das Geheul“) verkörpert. Der erfahrene Schauspieler haucht seiner Rolle eine Authentizität ein, die den Zuschauer mitreisst. In einer Nebenrolle spielt Sharon Stone („Basic Instinct“) das ehemalige Kindermädchen von Ritchie, und auch sie liefert eine solide und glaubwürdige Arbeit ab. Amanda Peet spielt Maggie, die Freundin von Ritchie. Auch wenn ihr Part zeitlich sehr begrenzt ist, kann sie mit ihrer schauspielerischen Leistung dennoch überzeugen. Aber die größte Leistung erbringt die Schauspiellegende Christopher Walken („Sleepy Hollow“). Seine Rolle als Kleingauner und Lebenskünstler Ned ist nicht nur glaubwürdig, sie begeistert geradezu. Die großartige schauspielerische Leistung aller Protagonisten trägt zu der guten Qualität des Films bei.
Nigel Cole, der sein gutes Gespür für Komödien gerade erst mit dem Film „We Want Sex“ bewies, gelang hier ein wirklich gut durchdachter und tiefsinniger Film. Unter der Oberfläche des Roadmovies, versteckt sich nicht nur eine gelungene Komödie, sondern auch ein tiefschürfendes Familiendrama. Dabei ist die Erzählstruktur unspektakulär linear und die Handlung nicht unbedingt außergewöhnlich, doch den Drehbuchautoren Neal H. Dobrofsky und Tippi Dobrofsky gelingt es mit spritzigen Dialogen dem Film eine Lebendigkeit einzuhauchen, die den Zuschauer fasziniert. Durch eine hervorragende Kameraführung gelingt es dem Zuschauer eine fast intime Perspektive auf das Geschehen einzunehmen. Auch die Schnitte ermöglichen es, den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren und verleihen dem Geschehen zugleich das notwendige Tempo. Dadurch gelingt es den Machern einen überaus amüsanten und glaubwürdigen Film zu kreieren.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist hervorragend. Es ist klar und auch an der Farbqualität ist nichts auszusetzen. Der Kontrast hält den gesamten Film über ein gut ausbalanciertes Niveau. Auch der Ton klingt gleichmäßig und klar aus allen Boxen. Der Mix zwischen Musik, Dialogen und Hintergrundgeräuschen ist gut gelungen.
Als Extras bietet die DVD diverse Interviews in denen sich Regisseur Nigel Cole und die Schauspieler Alessandro Nivola, Sharon Stone, Dean Cain, Peter Coyote und Amanda Peet über die Zusammenarbeit im Team, zu den Dreharbeiten und zu der Story äußern. Außerdem gibt es noch einen deutschen und einen englischsprachigen Trailer zum Film.
Fazit:
„5 Dollars a Day“ ist ein gelungener Mix aus Roadmovie, Komödie und Familiendrama. Die großartige Leistung der Schauspieler, allen voran Christopher Walken, ein gut durchdachtes Drehbuch, handwerkliche Rafinesse in den Segmenten Schnitt und Kamera, bürgen für einen kreativen und amüsanten Film, der den Zuschauer begeistern wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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93:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Deutscher Kinotrailer
- Originaltrailer
- Interviews mit Cast und Crew
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5 Dollars a Day
$5 a Day
Christopher Walken in Höchstform!
Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Nigel Cole Drehbuch: Neal H. Dobrofsky, Tippi Dobrofsky Darsteller: Christopher Walken, Allessandro Nivola, Sharon Stone, Dean Cain, Peter Coyote, Amanda Peet, Beth Baileys, Marya Beauvais, Frank Bond, Christopher Dempsey, Christopher Hagen, Anne Johns, Diana Maimin, Mike Miller, Mandy Olsen
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 08.07.2011
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