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DVD-Besprechung - Die Fliege
Story:
Für Helene Delambre (Patricia Owens) geht alles drüber und drunter. Noch vor wenigen Tagen arbeitete ihr Gatte an einem Apparat, Materie zu übertragen - und schon muss ihr André (Al Hedison) seinen Kopf unter einem Tuch verstecken, da ihn ein schrecklicher Unfall entstellte. Beim Übertragen schlich sich nämlich eine Fliege in seine DNA. Das inzwischen ebenfalls entstellte Tier wird nun aber benötigt, um beide wieder zu heilen - kein leichtes Unterfangen.
Meinung zum Film:
Bevor Scotty das erste Mal Menschen durch das All beamen
konnte, bevor das Fernsehen farbig wurde und bevor Horrorfilme durch Effekte
glänzen mussten, gab es "Die Fliege". Aus heutiger Perspektive strotzt
er vielleicht vor Klischees und simpler Masken, jedoch wird das Drama der
Familie Delambre durch gutes Schauspiel und einen langsamen Spannungsaufbau
enorm aufgewertet. Besonders bemerkenswert, da der Hauptdarsteller sich über
weite Teile des Films nur per Körpersprache ausdrücken kann - sein Gesicht ist
dabei vermummt.
Die Masken, welche später für "Die Fliege"
eingesetzt werden, sehen zwar unrealistisch aus, was man aber problemlos
hinnimmt, da wenige Momente vorher noch Objekte durch die Gegend
materialisiert wurden. Eine winzige Fliege ruiniert die geniale Erfindung bis
zum Extremfall, sodass Menschenleben vom Fund der entstellten Fliege abhängen:
Eine Ironie, die den ganzen Zweck des Fortschritts in Frage stellt und somit
weit mehr ist als "nur" ein B-Movie aus den Fünfzigern.
Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von John Langelaan und brachte
zwei schwarzweiße Fortsetzungen mit weiteren Generationen der Delambre-Familie
hervor - alle vom selben Autoren: "Die Rückkehr der Fliege" mit Andrés Sohn Philipe erschien
ein Jahr später und "Der Fluch der Fliege" 1965 dann mit seinem Enkel
Henry. 1959 erschien "Die Wespenfrau" als Frauen-Pendant zur Fliege. Auch
das Remake "Die Fliege" von 1986 hatte eine Fortsetzung mit dem
entsprechenden Sohn, "Die Fliege 2" errang aber keinen vergleichbaren
Erfolg wie der Vorgänger.
Digitale Aufarbeitung:
Natürlich kann von einem Film aus dieser Zeit keine Spitzen-Bildqualität erwartet werden, dennoch überrascht der Film mit einem recht scharfen Bild und kräftigen Farben, welche in den melancholischeren Momenten verblauen. Der Ton ist klar verständlich, jedoch fehlt ihm in der deutschen und spanischen Spur die Tiefe des englischen Originals. Auch wird bei Schreien und einigen anderen Szenen im Deutschen auf das Original zurückgegriffen, während diese Szenen im Spanischen mitsynchronisiert wurden.
Die Extras bieten neben dem Original-Kinotrailer und dem Kinotrailer für das Remake zwei weitere Trailer für die entsprechenden Fortsetzungen und einen für "Die phantastische Reise" (1966) - alle in hallendem Englisch. Die Trailer der drei älteren Filme sind leicht weichgezeichnet, der Trailer für "Die phantastische Reise", ursprünglich für Breitbild ausgerichtet, wurde sogar auf 4:3 beschnitten.Weiterhin liegt der Veröffentlichung noch ein Booklet bei, das biographische Informationen zu Kurt Neumann und Vincent Price enthält.
Fazit:
Wer sich "Die Fliege" wegen seinem absurd wirkenden Thema ansieht, wird überrascht sein, wie emotional und ernsthaft es letztendlich verpackt ist. So funktioniert der Film als subtile Erinnerung, dass schon eine kleine Fliege einen großen Unterschied ausmachen kann - und dass kein übermäßiges Budget benötigt wird, um ein stimmungsvolles Drama zu realisieren.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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89:45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 4.0 | Spanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Original-Kinotrailer
- Trailer zu: "Die Rückkehr der Fliege" (1959), "Die Fliege" (1986), "Die Fliege II" (1989) und "Die phantastische Reise" (1966)
- Booklet mit Informationen zu Kurt Neumann und Vincent Price
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Die Fliege
The Fly
Zeitloser Filmspaß mit versteckter Moral
Autor der Besprechung:
David Bühring
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1958 Regie: Kurt Neumann Drehbuch: James Clavell (basierend auf einer Kurzgeschichte von John Langelaan) Darsteller: Al Hedison, Patricia Owens, Vincent Price, Herbert Marshall, Kathleen Freeman, Betty Lou Gerson, Charles Herbert
Label :
20th Century Fox Home Entertainment
Verkaufsstart : 05.09.2005
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