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Kino-Besprechung - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

Story:
Viel bleibt nicht mehr zu tun. Im ersten Teil von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" ist das dynamische Trio bestehend aus Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) noch hilflos auf der Flucht vor Voldemort umhergeirrt. Im letzten Teil geht alles rasant auf das Ende zu. Die verbleibenden Horkruxe müssen gefunden und zerstört werden. Und dann war da noch das Problem mit Voldemort selbst.


Meinung zum Film:
Ohne großartige Umschweife setzt der zweite Teil da an, wo der erste aufgehört hat. Voldemort findet den Elderstab und alles steuert auf die letzte große Konfrontation zu. Und die findet an dem Ort statt, um den sich alles bisher gedreht hat - Hogwarts. Die Schule bietet auch eine grandiose Kulisse für die ultimative Schlacht und David Yates zieht alle Register, um daraus ein denkwürdiges Ereignis zu machen. Die Spezialeffekte sind durchaus ansehnlich und die schieren Massen von Beteiligten sind schlichtweg beeindruckend. Zwar ist der geneigte Fantasy-Fan mittlerweile solche cineastischen Massenveranstaltungen gewohnt, aber der Film bietet deutlich mehr, als das Buch vorgibt.

Die Fans der Bücher werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. In 130 Minuten handelt der Film die letzten 200 Seiten des siebten Buchs ab. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Büchern bleibt also wirklich viel Zeit, die Handlung umzusetzen. Nichts muss bis zur Unkenntlichkeit übereilt werden und die fast schon öde Entschleunigung des ersten Teils der "Heiligtümer des Todes" ist auch vergessen. Es scheint, als hätte David Yates im achten Film endlich das richtige Tempo gefunden. Schade, dass es wohl auch der letzte sein wird. Ein wirklicher Leckerbissen für Liebhaber der Bücher ist, dass einige Dialoge wirklich 1:1 umgesetzt wurden. Zwar gibt es kleinere Änderungen - Passagen, die anders als im Buch ablaufen, aber "Die Heiligtümer des Todes - Teil 2" ist die wahrscheinlich inhaltstreueste Verfilmung der "Harry Potter"-Bücher.

Es begann vor 10 Jahren, als ein kleiner Junge, der längst die Herzen und die Phantasie unzähliger Kinder gewonnen hatte, sich aufmachte um auch die große Leinwand zu erobern. Damals noch unter der Regie von Chris Columbus wurden einige sehr junge, unbekannte Schauspieler an die Seite einiger großartiger Charakterdarsteller wie Maggie Smith ("Gosford Park", "Tee mit Mussolini") oder Alan Rickman ("Das Parfum", "Sinn und Sinnlichkeit") gestellt. Es war ein gewagtes Spiel und ein Spiel auf Zeit. Die Hauptcharaktere sollten natürlich im Verlauf der Reihe möglichst durch unterschiedliche Schauspieler dargestellt werden, wie es bei dem leider zu früh verstorbenen Richard Harris (Dumbledore) der Fall war. Es war nicht abzusehen, wie sie sich entwickeln würden und es war nötig, die Filme innerhalb kurzer Zeitspannen zu drehen, damit die Schauspieler sich altersmäßig nicht zu weit von den Buchcharakteren entfernen. Abgesehen von Kleinigkeiten ist das vollauf gelungen. Daniel Radcliffe erscheint etwas älter als der 17-Jährige Harry Potter im Buch und wahrscheinlich hätte auch niemand erwartet, dass Rons Schwester und Harrys Freundin Ginny (Bonnie Wright), ihn am Ende um einige Zentimeter überragen würde. Insgesamt haben es die Harry Potter Filme tatsächlich geschafft, eine Geschichte zu erzählen, die mit ihren Akteuren und mit ihrem Publikum mitwächst. J.K. Rowling dürfte sehr zufrieden sein.

Fazit:
Der Kreis schließt sich. Die Harry Potter Filme gelangen zu einem würdigen Abschluss. Mit Witz, Knalleffekten und natürlich Magie wird die letzte Schlacht um das Schicksal der Welt in Hogwarts ausgetragen. Alle verbleibenden Handlungsstränge laufen zusammen und bilden das Finale einer Fantasyreihe, die das Genre verändert hat, die keine Stereotypen brauchte, die nicht belehren wollte, dafür aber sehr unterhaltsam war. Der letzte Film der Reihe ist wahrscheinlich auch der beste. Schade, dass es vorbei ist.


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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2
Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 2

Bild unseres Mitarbeiters Falk Ebert
Es endet alles.


Autor der Besprechung:
Falk Ebert

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 2011
Regie:
David Yates
Drehbuch:
Steve Kloves
Darsteller:
Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Helena Bonham Carter, Ralph Fiennes

Verleiher:
Warner Bros.
Kinostart Deutschland :
14.07.2011