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Blu-ray-Besprechung - The Wizard of Gore
Story:
Montag (Crispin Glover) ist ein Magier mit einer unglaublichen Show. Er holt sich bevorzugt junge Frauen auf die Bühne, lässt sie sich entkleiden und tötet sie dann in einer wahren Blutorgie. Das Publikum ist entsetzt, doch sie alle wurden das Opfer einer grausigen Illusion. Die Damen sind völlig intakt und leben. Doch später, nach der Show, ereilt die Mädchen das Schicksal, welches sie auf der Bühne nur scheinbar erlitten haben. Der Reporter Bigelow (Kip Pardue) ahnt was da los ist und stellt Nachforschungen an die ihn zum ehemaligen Agenten Dr. Chong (Brad Dourif) führen. Diesen verbindet eine geschäftliche Beziehung mit Montag.
Meinung zum Film:
„The Wizard Of Gore“ ist ein Remake des gleichnamigen Klassikers von Herschell Gordon Lewis („Blood Feast“) aus dem Jahre 1970. Lewis legte viel Wert auf die explizite Darstellung von Blut und Eingeweiden und ist der Begründer des Gore-Films. Im Original lag der Fokus der Handlung auf dem blutigen Magier und den Spezialeffekten, während das Remake sich stärker um den Reporter Edmund Bigelow dreht. Eine durchaus zulässige Abwandlung der Geschichte, auch wenn der Zauberer Montag dadurch deutlich in den Hintergrund gerückt wird. Allerdings werden seine Aktionen im Hintergrund immer wieder von Bigelow thematisiert, sodass er passiv präsent bleibt. So wird z.B. versucht zu ergründen, wie Montag das Publikum und die Opfer in seinen Bann zieht.
Die Geschichte spielt in der heutigen Gegenwart, jedoch wurde auf eine normale Optik verzichtet. Innerhalb des Theaters in dem die blutigen Illusionen stattfinden gibt es ein Publikum mit einer Mischung aus Gothic, Fetisch und Emos. Die Kulisse wirkt industriell und den Reporter Bigelow umgibt eine Atmosphäre von Humphrey Bogart („Casablanca“). Dies wird sogar augenzwinkernd aufgenommen, wenn Bigelow eine DVD bekommt, er selbst aber nach seiner eigenen Aussage „keine Maschine“ hat um diese abzuspielen. Die kesse Maggie, gespielt von Bijou Phillips („Hostel 2“), gönnt dem Reporter in dieser Hinsicht den einen oder anderen Spruch. Die Entwicklung des Plots erinnert stark an „Angel Heart“ und die Regie bevorzugt eine ruhige Gangart.
Die Spezialeffekte treffen den Geschmack der Gore-Fans und es gibt einiges zu sehen. Hier gibt es aber eine gewisse unlogische Haltung des Publikums im Film. Jeder kennt das Motto der Show, aber wenn Montag auf der Bühne los legt, dann sind alle entsetzt und versuchen zu fliehen. Crispin Glover („3 Engel für Charlie“) macht als Zauberer Montag eine gute Figur, wenn auch seine Bildschirmpräsenz nicht so intensiv ausgefallen ist. Der Reporter Bigelow wird von Kip Pardue („Hostel III“) gespielt, allerdings bleibt er in seinem Spiel etwas zu oberflächlich, sodass sich die Identifikation mit seinem Charakter nicht ganz einstellen will. Betrachtet der Zuschauer das Original und das Remake, so kann die Neuauflage den Klassiker nicht erreichen. Dennoch kann der interessierte Horrorfan ein Auge riskieren.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray-Disc ist leider nicht überzeugend ausgefallen. Der Kontrast ist schwach und in den vielen dunklen Szenen verlieren sich Bilddetails. Auch die Bildschärfe kann nicht mit aktuellen Produktionen mithalten. Weder bei Nahaufnahmen noch im Hintergrund werden Details sichtbar. Der Ton ist in Ordnung und für das Genre sehr passend. Auch die Rears werden passend eingesetzt.
Als erstes Extra steht dem Zuschauer ein rein englischer Audiokommentar zur Verfügung in dem Regisseur Jeremy Kasten, Drehbuchautor Zach Chassler, der Kameramann Christopher Duddy und die Produzenten Max Gillman und Dan Griffith den Film kommentierend begleiten. Das Making Of (37:16 Minuten) ist informativ und hat nicht nur werbenden Charakter. Es bietet einen guten Einblick in die Dreharbeiten. Die geschnittenen Szenen nehmen satte 29:55 Minuten ein. Ein weiteres Extra (13:22 Minuten) ist den Suicide Girls gewidmet, die den Film mit ihrer Optik aufpeppen. Sie sind Models der etwas anderen Art, denn sie sind tätowiert, gepierct und haben ihren ganz persönlichen eigenen Stil. Hinzu kommen noch der Originaltrailer sowohl der Neuauflage, wie auch des Originals von Herschell Gordon Lewis.
Fazit:
Das Remake von „The Wizard Of Gore“ kann sich der Zuschauer gut ansehen, auch wenn die Vorlage aus dem Jahre 1970 eine Nummer zu groß ist. Das Bild ist nicht überzeugend, der Ton ist o.k. und die Extras sind üppig.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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90:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Audiokommentar
- Making Of
- Deleted Scenes
- Suicide Girls im Film
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The Wizard Of Gore
The Wizard Of Gore
Goreklassiker in einer neuen Variante
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Jeremy Kasten Drehbuch: Zach Chessler Darsteller: Kip Pardue, Brad Dourif, Bijue Phillips, Crispin Glover, Jeffrey Combs, Garz Chan, Tim Chiou, Evan Seinfeld
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 14.07.2011
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