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Ninja KommandoThe Quiet Ones...und Äktschn!

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Kino-Besprechung - Cars 2

Story:
Lightning McQueen hat zum wiederholten Male den Piston Cup gewonnen, der zu Ehren des verstorbenen Hudson Hornet nun dessen Namen trägt. Müde kommt er nach Radiotors Springs nach Hause. Er will Ferien machen und die Zeit mit Sally genießen und Blödsinn mit seinem Freund Hook treiben. Doch da wird er zu einer besonderen Rennserie eingeladen und Hook sorgt dafür, dass McQueen mit dabei ist. Beim World Grand Prix sollen die besten Fahrer der ganzen Welt gegeneinander antreten und ausschließlich mit dem neuen ökologischen Wunderbenzin des Ölmulti Sir Miles Axlerod fahren. Währenddessen ist der britische Geheimagent Finn McMissile zusammen mit seiner charmanten Kollegin Holley Shiftwell damit beschäftigt eine Verschwörung rund um den World Grand Prix aufzudecken. Und ausgerechnet Hook könnte der Schlüssel zu dieser Verschwörung sein...

Meinung zum Film:
Die Cars rufen mitunter Kritikerstimmen auf den Plan, die bemängeln, dass sowohl der erste, als auch der zweite Film zu den schwächeren Werken von Pixar gehören. Fragt man hingegen speziell männliche Zuschauer im Alter von unter 10 Jahren, wird man nur begeisterte Stimmen hören. Dies wird sicherlich auch bei Cars 2 nicht anders sein. Erneut werden sich die verschiedenen Merchandise-Figuren wie geschnitten Brot verkaufen. Immerhin hielt sich deren Boom ganze 5 Jahre lang und resultierte in Kurzfilmen rund um Hooks verrückte Abenteuer. Es ist also nur folgerichtig, dass man einen zweiten Kinofilm nachgelegt hat. John Lasseter, der bei allen Pixarfilmen entweder Regie führte oder als ausführender Produzent verantwortlich zeichnete, hat auch den zweiten Teil inszeniert, wobei ihm diesmal Brad Lewis zur Seite stand, der vor bisher vor allem als Produzent bei Pixar in Erscheinung getreten ist. Erneut standen viele prominente Sprecher zur Verfügung, sei es zum Beispiel Owen Wilson („Nachts im Museum“), der erneut Lightning McQueen sprechen durfte oder Michael Caine („Batman Returns“), der in die Rolle des Geheimagenten Finn McMissile schlüpfen durfte. Mit Thomas Kretschmann („Next“) ist auch ein Deutscher im Original mit von der Partie, wenn auch etwas arg stereotyp als mit einem Kneifer versehenen Bösewicht besetzt.

Cars 2 macht gewaltig viel Spaß. War der erste Teil noch lose auf der Geschichte von „Doc Hollywood“ (1991) aufgesetzt, geht der zweite Teil ganz andere Wege. Und das ist auch gut so. Niemand hätte einen zweiten Aufguss der schon bekannten Geschichte haben wollen. Radiator Springs dient nur noch als Sprungbrett in die weite Welt. Tokio, ein etwas abgewandeltes Monaco, Paris und London sind die Hauptschauplätze einer rasanten Verfolgungsjagd der Bösewichte, deren Motive und deren Anführer erst ganz zum Schluss verraten werden. Und mittendrin ist Hook, der sich im zweiten Film zum Hauptdarsteller gemausert hat. Lightning McQueen darf im Prinzip nur noch Rennen fahren, während Hook die eigentliche Action erlebt und zum Agent wider Willen oder eher wider besseren Wissens wird. Heraus gekommen ist eine Persiflage auf James Bond- und andere Agentenfilme, die richtig viel Spaß macht. Cars 2 nimmt sich und alles andere einfach nicht ernst und spielt mit so vielen Elementen gleichzeitig, dass es schwer fallen wird, alle Aspekte beim ersten Ansehen zu bemerken. Drei verschiedene Handlungsebenen verlangen sehr viel vom Zuschauer und daher ist der Film ganz sicher nichts mehr für die ganz Kleinen. Da auch die Action mitunter etwas brutaler ausgefallen ist, wäre eigentlich eine Freigabe ab 6 Jahren eher zu erwarten gewesen. Es überrascht etwas, dass die Hüter der FSK diese Achterbahnfahrt ab 0 Jahren freigegeben haben. Zumal der Film mit 106 Minuten gerade für kleine Kinder sehr lange geraten ist.

Eins ist sicher: Die Geschichte des zweiten Films ist gut durchdacht und rasant erzählt. Viele emotional tiefgehende Momente, wie beispielsweise bei Wall-E darf man einfach nicht erwarten, aber warum auch? Man geht in Cars 2, um Popcorn-Kino zu erleben und genau das bekommt man geliefert, inklusive einiger schöner Momente zwischen den Charakteren. Hinzu kommt freilich noch, dass Cars 2 erneut technisch glänzend gemacht ist. Die Kulissen sind atemberaubend schön im Computer animiert. Monaco heißt zwar anders und hat einige Änderungen erfahren, aber man erkennt, welche Stadt hier zitiert wurde. Tokio wurde mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt und insbesondere die manchmal sehr verrückten Einfälle der Japaner wurden perfekt eingebaut. Als lustigstes Beispiel sei hier einfach einmal die Unterbodendusche in der Toilette der Cars genannt. In Japan gibt es in der Tat Toiletten, die einem den Allerwertesten mit Wasser abwaschen. Paris und London sehen ebenso perfekt aus. Es blitzt und blinkt und spiegelt sich an vielen Orten. Wenn man genau hinschaut, sieht man insbesondere in den Blechkleidern der Autos Details, die im ersten Film noch nicht zu sehen waren. Natürlich sind die Autos sehr stereotyp besetzt. Aber das gehört ja gerade zu Cars dazu, dass jedes Auto einen bestimmten Charakter hat. Da darf dann auch nicht ein alter Topolino als Onkel von Luigi fehlen, dem die Crew von McQueen in Italien begegnet. Luigis Tante wird übrigens in 21 Ländern von Sofia Loren gesprochen. Insgesamt wird Cars 2 den Hype rund um die Cars neu antreiben können. Der Film macht Spaß, er ist rasant und spätestens wenn Kinder aus dem Kino heraus kommen und den Film gleich noch einmal sehen wollen oder aber auf den Release auf DVD hin fiebern, ist klar, dass alles richtig gemacht wurde.

Fazit:
Cars 2 macht viel Spaß und ist perfektes Popcorn-Kino. Die 105 Minuten vergehen wie im Flug und hier wird so manche Familie mehrere Kino-Besuche einplanen müssen. Wie eine richtig gute Fortsetzung, die diesen Namen auch mit Leben erfüllt, aussehen muss, zeigt Pixar bei diesem Film auf eindrucksvolle Art und Weise. Cars 2 ist in vielerlei Hinsicht schneller, größer und besser wie der erste Teil. Allerdings ist zu empfehlen nicht mit zu kleinen Kindern in den Film zu gehen.

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Cars 2
Cars 2

Bild unseres Mitarbeiters Bernd Glasstetter
Rasante Rennen auf der ganzen Welt


Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
John Lasseter, David Lewis
Drehbuch:
Ben Queen, John Lasseter, Brad Lewis, Dan Fogelman
Darsteller:
Manou Lubowski, Reinhard Brock, Dietmar Wunder, Martina Hill, Thomas Kretschmann, Bettina Zimmermann, Rick Kavanian

Verleiher:
Buena Vista International
Kinostart Deutschland :
28.07.2011