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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Die! - Ein Spiel auf Leben und Tod

Story:
Sechs Menschen, die einander nie zuvor begegnet sind, finden sich plötzlich in einem gemeinsamen Gefängnis wieder. Wie sind sie hierhergekommen, wer hat sie hier hergebracht und was will man von ihnen? Die letzte der Fragen wird schnell beantwortet, als sich Jacob (John Pyper-Ferguson) als ihr Richter und Henker zu erkennen gibt. Denn die sechs Fremden verbindet doch eine Gemeinsamkeit: sie wollten sich alle schon einmal das Leben nehmen. Jacob fühlt sich dazu auserkoren, ihnen die Chance zu geben, um ihr Leben zu spielen, doch letztlich kann nur einer überleben.

Meinung zum Film:
Bei „Die! - Ein Spiel auf Leben und Tod“ ist ganz klar erkennbar, wer hier Pate gestanden hat. Allein die Tatsache, dass sich sechs fremde Menschen unerwartet gemeinsam in den Händen eines psychopathischen Killers befinden und um ihr Leben spielen müssen, wobei das Ziel das Erkennen eines Lebenssinnes sein soll, erinnert den Zuschauer extrem an die „Saw“- Reihe (2004-2010). Natürlich gibt es auch Unterschiede im Handlungsaufbau, beispielsweise wird die Vergangenheit des Killers gleich zu Anfang erläutert, so dass der Zuschauer sogleich weiß, dass auch der spätere Killer Jacob in Wirklichkeit selbst ein Opfer ist. Doch wo „Saw I-VII“ noch faszinierte, nämlich in der perfiden Tötungsart und in dem Geheimnis um den mutmaßlichen Mörder, versagt „Die-Ein Spiel auf Leben und Tod“ gewaltig. Regisseur Dominic James („Lotto 6/66“) gelang es lediglich einen schwachen Schatten zu kreieren, dem es nicht gelingt, sich mit seinen Vorbildern zu messen. Dies ist wohl vor allem der Vorhersehbarkeit der Ereignisse geschuldet, also einem seichtem Drehbuch und der Schwäche des Regisseurs, der sich eher an anderen Filmen orientierte, als eigene Wege zu gehen.

Zunächst sollten die positiven Elemente des Films erwähnt werden. Regisseur James legte viel Wert auf die logischen Hintergründe der Opfer. In permanenten Rückblicken wird das psychologische Profil jedes Einzelnen aufgezeigt, womit die Beweggründe des Killers, gerade diese Menschen auserwählt zu haben, offensichtlich werden. Auch wenn diese Rückblicke anfangs ein wenig irritieren, da sie ohne Zusammenhang auftreten, ist nach einer Weile die Absicht des Regisseurs erkennbar. Auch die Ambivalenz der Opfer ist dadurch ersichtlich. Doch leider sind die Tötungsszenen nicht unbedingt kreativ gestaltet, sie orientieren sich an den Fehlern der jeweiligen Opfer, womit eine Vorhersehbarkeit entsteht, die auf Dauer langweilt. Zusätzlich wird das Element der Verschwörung eingebaut, indem angedeutet wird, dass es sich bei Jacobs um keinen Einzeltäter handelt, sondern gleich eine ganze Organisation hinter dem Ganzen steht. Doch durch diese Überfrachtung wirkt der Film leicht unglaubwürdig.

Die Schauspielercrew kann sich einer beachtlichen Leistung rühmen. Obwohl das Drehbuch, aus der Feder von Domenico Salvaggio („Plastic Man“), nicht unbedingt viel Raum für Interpretation lässt, schaffen es doch einige, ihren Rollen Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Besonders hervorzuheben ist dabei Emily Hampshire („Good Neighbors“), die die Rolle der spielsüchtige und depressiven Lisa übernahm. Hampshire gelingt es, die Emotionen der Verzweiflung und Angst gelungen zu transportieren. Auch Elias Koteas („Let Me In“) schafft es seinen Part als resignierter Arzt Mark Murdock authentisch zu verkörpern. Die Polizistin Sofia Valenti wird von Caterina Murino („La Proie“) verkörpert, die damit in die Fußstapfen von Danny Glover tritt, der diese Rolle im ersten „Saw“-Film (James Wan) übernommen hatte. Leider sind diese Fußstapfen für die italienische Schauspielerin anscheinend viel zu groß, denn sie wirkt leicht hölzern und kann deshalb nicht völlig überzeugen. Doch an der schlechten Qualität des Films ist sie nur sekundär schuld. Viel eher liegt der Qualitätsverlust an der Überfrachtung der Handlung und an der hohen Vorhersehbarkeit der Ereignisse.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist klar und gut erkennbar. Die Farbqualität hält sich auch auf einem guten Niveau, obwohl Farbfilter eingesetzt worden sind, die dem künstlerischen Aspekt des Films zuzurechnen sind. Der Kontrast befindet sich ebenfalls im Gleichgewicht. Der Ton klingt zwar etwas dumpf, aber gleichmäßig aus allen Boxen. Obwohl die Musik manchmal ein wenig zu laut erscheint, ist der Mix zwischen Dialog, Hintergrundgeräuschen und Musik im Großen und Ganzen gut gelungen.

Die DVD enthält keine Extras.

Fazit:
„Die! - Ein Spiel auf Leben und Tod“ ist ein eher seichter Abklatsch der kreativen „Saw“-Reihe. Durch ein unmotiviertes Drehbuch, das sich zu stark an seinem Vorgänger orientiert, und einen unerfahrenen Regisseur, der sich nicht traute eigene Wege zu beschreiten, entstand ein Film, der den Zuschauer durch seine Vorhersehbarkeit eher langweilt, als ihn in seinen Bann zu ziehen. Positiv hingegen kann die schauspielerische Leistung bewertet werden, die bis ein paar Ausnahmen, insgesamt zufriedenstellend ausfällt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
87:44 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • -
Die! - Ein Spiel auf Leben und Tod - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Die! - Ein Spiel auf Leben und Tod
Die

Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Langweiliges und vorhersehbares Spiel!


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien/Kanada, 2010
Regie:
Dominic James
Drehbuch:
Domenico Salvaggio
Darsteller:
Emily Hampshire, Elias Koteas, John Pyper-Ferguson, Caterina Murino, Patricia McKenzie, Karl Pruner, Katie Boland, Fabio Fulco, Simone-Elise Girard, Peter Miller, Alexander Bisping, Ruth Chiang, Chip Chuipka, Bill Croft, Larry Day, Trevor Hayes, Paul Hopkins, Debbi Larkins, Elliott Larson, Stephen McHattie, Quinn O`Neill, James Stevens

Label Deutschland :
Senator Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
12.08.2011