Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Serum of the Reanimator
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Serum of the Reanimator

Story:
Forschung ist teuer: Um die Arbeit an einem Heilmittel für zahllose Krankheiten zu finanzieren, muss Dr. Edward Kanopolus (David Hickey) Resultate vorweisen, die er ohne Patienten nicht bekommt. Ein erster Versuch verlief unglücklich: Der geheilte Patient griff seine Ärzte an und musste erschossen werden. Kanopolus' Neffe Eddie (Derek Phillips) wird jedoch, während er versucht wieder mit seiner Exfreundin Sarah (Lizabeth Cardenas) anzubandeln, von einem Auto angefahren und bietet durch seine Verletzungen den perfekten Patienten, um sein Serum an ihm zu erproben. Eine fatale Idee...

Meinung zum Film:
"Serum of the Reanimator" hat nichts mit den "Re-Animator"-Filmen unter Mitwirkung von Jeffrey Combs gemeinsam, sondern erzählt eigenständig von einem weiteren Doktoren, der abgeschieden von der Gesellschaft Untote erschafft. Das ist auch am Timing zu erkennen: Zwei Drittel des Filmes sind bereits vorbei, bevor der Horrorteil in Aktion tritt. Obwohl der Film viele Slasher-Elemente beinhaltet, wie auch die  dazugehörigen nackten Brüste, dokumentiert er die Handlung überraschend wertfrei. Anstatt aus den vorhandenen Gore-Effekten und Schock-Momenten einen richtigen Horror-Film zu kreieren, bleibt "Serum of the Reanimator" neutral und zeigt genauso viel vom Teenager Eddie und seinen Freunden wie von seinem erwachsenen Erschaffer und seinen Verwandten, wird dadurch aber auch letztendlich zu einem B-Movie mit deutlichen Schwächen.

Was nach einem durchdachten Konzept klingt, wird schnell furchtbar öde. Die Handlung ist früh durchschaubar, sodass im Grunde schon im Vorspann zu erahnen ist, wie die Geschichte enden wird. Die Handlung beginnt zwar genreüblich mit einem Untoten und blanken Busen, bremst dann aber für das Familien- und Liebesleben von Eddie, dem Untoten des letzten Drittels. Die Darsteller liefern mimisch ebenfalls keine Glanzleistungen ab und bei der deutschen Synchronisation zeigen einige Sprecher noch weniger Feingefühl als der entsprechende Schauspieler. Doch sollte den meisten Charakteren ohnehin nicht zuviel Sympathie entgegengebracht werden, auch nicht denen die von etwas besseren Schauspielern beseelt werden. Denn im letzten Filmdrittel wird wieder kräftig aufs Gas gedrückt und ein regelrechtes Massensterben eingeleitet. Hier kommt die Handlung somit auch schnell auf den Punkt: Die Polizei glaubt auf Anhieb die Geschichte vom wandelnden Toten, was den Film allerdings nicht daran hindert noch einen Cliffhanger für einen möglichen zweiten Teil anzuhängen.

Die DVD-Veröffentlichung wird so leider insgesamt zum Etikettenschwindel: Der deutsche Titel ist irreführend, das Cover lässt deutlich mehr Untote erwarten und der rote FSK-Flatschen unterstützt diesen Eindruck auch noch. Das Versprechen am Anfang, notgeile Teenager und blutigen Horror zu zeigen, verläuft sich dermaßen im Sande, dass nicht einmal die Action gegen Ende noch entsprechend gewürdigt werden kann. Trotz aller Schwächen, wie etwa der ausbleibenden Gänsehaut beim Zuschauer, hatte das Team angesichts des niedrigen Budgets jedoch offensichtlich eine Menge Spaß, verdammt gute Kulissen und einige einzigartige Idee für das Zombie-Genre zur Verfügung, sodass der gewisse Spaß, den das Anschauen von B-Movies bereitet, nicht zwangsläufig ausbleiben muss.

Digitale Aufarbeitung:
Abgesehen von schwacher Körnung bei manchen dunklen Szenen ist die Bildqualität für ein B-Movie überraschend gut. Dafür ist der deutschen Tonspur an allen Ecken und Enden anzumerken, dass sie aus einem Studio stammt. Die leisen Hintergrundgeräusche scheinen bei gleichen Orten in Endlosschleife zu laufen. Somit sind kaum Schritte, Rascheln oder andere unauffällige Geräusche zu hören. Bei der englischen Tonspur harmonisieren zwar Geräuschkulisse und Gesprächslautstärke besser, aber die Endlosschleifen haben hier bereits ihren Ursprung.

Eine zusätzliche Tonspur beinhaltet einen Audiokommentar mit dem Autoren und Regisseur Steve Franke, dem Produzenten Jason Kabolati sowie den Kamermännern Clay Liford und Jay Serra, welcher humorvoll hinter die Kulissen blicken lässt. Leider ist der Unterschied zum Making Of, in dem der Regisseur und einige Darsteller über den Dreh sprechen, nur gering. Zusätzlich gibt es noch den Filmtrailer. Alle Extras sind in englischer Sprache gehalten. Die Veröffentlichung besitzt ein Wendecover.

Fazit:
"Serum of the Reanimator" ist trotz des vom Label propagierten und vom Cover vermittelten Eindrucks kein brutaler Slasher und bestenfalls für B-Movie-Fans eine unterhaltsame Erfahrung. Die DVD wartet mit zufriedenstellender Qualität auf. Das Bonusmaterial gestaltet sich recht interessant, wiederholt sich aber inhaltlich auch und hätte durchaus umfangreicher ausfallen können.


Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
85:10 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
  • Making Of
  • Audiokommentar mit Steve Franke, Jason Kabolati, Clay Liford und Jay Serra
Serum of the Reanimator - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Serum of the Reanimator
Serum

Bild unseres Mitarbeiters David Bühring
Statt Dr. Herbert West belebt hier Dr. K die Handlung neu.


Autor der Besprechung:
David Bühring

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Steve Franke
Drehbuch:
Steve Franke
Darsteller:
Derek Phillips, Dennis O'Neill, Lizabeth Cardenas, David Ford, Joel S. Greco, David H. Hickey, Bill Sebastian, Kevin Squires, Shawn Kurz, Betheny Zolt

Label Deutschland :
Movie Power
Verkaufsstart Deutschland :
24.07.2011