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DVD-Besprechung - Killer Pad

Story:
Brody (Shane McRae) hat durch einen Unfall mit seinem Hund Ballsy einen Haufen Geld und möchte mit seinen Kumpels Craig (Eric Jungmann), dessen Vater daheim lieber unbekleidet durch die Zimmer wandelt, und Doug (Daniel Franzese), der unter der minderwertigen Kochausstattung seiner Oma leidet, zusammenziehen. Endlich scheint für die drei alles nach Plan zu laufen: Sie bekommen nicht nur eine schnieke Villa, sondern lernen auch Lucy (Emily Foxler) und ihre zwei Freundinnen kennen, denen sie bei einer Einweihungsfeier noch etwas näher kommen wollen. Wenn da nur nicht der Mexikaner Angel (Héctor Jiménez) wäre, der andauernd behauptet, ihr Haus sei eine Pforte zur Hölle. Und dann kommt es auch noch ständig zu vermeintlich zufälligen, total verrückten Party-Unfällen.

Meinung zum Film:
Die Story von "Killer Pad" ist schnell erzählt und ist nur der Rahmen für ein Feuerwerk an Flachwitzen. Was abgedroschen klingt, ist erstaunlich originell im Vergleich zu anderen Teenie-Komödien. Obwohl die pubertären Protagonisten gerne die Party mit ihren eingeladenen Traumfrauen verbringen möchten, sind die darauf basierenden Gags nicht so plump wie bei "American Pie". Und obwohl Horrorkomödien mit Teenagern bereits durch "Scary Movie" bestens bekannt sind, parodiert "Killer Pad" keinen anderen Film, sondern höchstens Klischees, die nicht weiter von der eigentlichen Handlung ablenken. Es muss also nicht "Der Exorzist" bekannt sein, um rotierende Köpfe als übernatürlich zu verstehen oder die Bibel gelesen worden sein, um angebissene Äpfel der Erkenntnis und sprechende Namen zu erkennen. Der Film weiß, dass er nichts besseres zu kopieren braucht, um mit seinem Humor zu punkten.

Obwohl der Titel ziemlich reif mit Sex- und Horror-Witzen umgeht, ist das nicht vom Fäkalhumor zu behaupten. Zwar sind diese Szenen an einer Hand abzuzählen, trotzdem sind männliche Hinterbacken und der Toilettenbesuch nicht gerade massenkompatibel. Für den Film sollte also eine gewisse Infantilität mitgebracht werden, um ihn genießen zu können. Zum Glück wirbt die DVD schon auf dem Cover mit "Ey Mann - wo ist mein Auto", der durchaus ähnlich funktionierte. Auch Regisseur Robert Englund, Star aus der Freddy-Krueger-Reihe, ist dort aufgelistet. Allerdings ist der Film kein Slasher und die Effekte sind nur spärlich vorhanden, allerdings gut akzentuiert. Einige Effekte sind auch bewusst billig gehalten. So wirkt die Höllenpforte im Keller eher wie ein Modell-Vulkan aus der Schul-Projektwoche, was bei einer solchen Komödie aber besser wirkt als jeder Schicksalsberg.

Schauspielerisch sind die Rollen zwar nicht tiefgründig, aber sehr gut gespielt. Obwohl die Hauptfiguren schrecklich naiv sind, wirken sie nicht nervig. Und bei den Klischees, welche die Rollen mit sich bringen, ist das gar nicht leicht: So sind Doug und Craig zwar in ihren "Dick und Doof"-Rollen gefangen, in denen Craig alles erklärt werden muss und Doug sich gerne mit Essen befasst und seinen Bauch abbinden muss, sie spielen diese aber so überzeugend, dass sie trotzdem ernstgenommen werden. Die ganze Freundschaft zwischen den Dreien wirkt authentisch und verleiht der Klaumauk-Klamotte einen Hauch von Glaubwürdigkeit. Auch Emily Foxler ("Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen") spielt die verführerische Femme Fatale in ihren Spielfilm-Debüt durchaus überzeugend, obwohl sie eigentlich eher durchschnittlich aussieht.

Digitale Aufarbeitung:
Bild- und Tonqualität sind gelungen. Der Einsatz von Filtern wirkt natürlich und nimmt nichts von der Bildschärfe. Die DVD enthält zwei deutsche Tonspuren (DD 2.0 und DD 5.1) und nur eine englische (DD 5.1). Die Dialoge sind stets klar verständlich.

Als Sonderausstattung gibt es noch den englischen Trailer, ein englisches Making Of mit einer Laufzeit von rund 12 Minuten, ohne Untertitel, das sich hauptsächlich darauf konzentriert, dass der Film digital und nicht auf Band gedreht wurde, und einen zusätzlichen Audiokommentar, ebenfalls ohne Untertitel, von Regisseur Robert Englund, der nicht nur humorvoll Hintergrundinformationen über Schauspieler und Drehorte liefert, sondern auch unauffällig auf Nipslips hinweist. Die DVD besitzt außerdem ein Wendecover.

Fazit:
"Killer Pad" zeigt nicht nur eine Party, sondern ist auch etwas für eine. Der Film ist gefüllt mit der Sorte Witze, über die nur mit Freunden schamlos gelacht werden kann, aber dafür auch am laufenden Band. Technisch macht die Veröffentlichung einen guten Eindruck und beinhaltet im Bonusmaterial auch noch einen interessanten Audiokommentar.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
81:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Englischer Trailer
  • Audiokommentar mit Regisseur Robert Englund
Killer Pad - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Killer Pad
Killer Pad

Bild unseres Mitarbeiters David Bühring
Drei Teenager in einer Mörderwohnung - was kann schon schiefgehen?


Autor der Besprechung:
David Bühring

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Robert Englund
Drehbuch:
Dan Stoller
Darsteller:
Daniel Franzese, Eric Jungmann, Shane McRae, Emily Foxler, Jeff Bryan Davis, Noureen DeWulf, Corri English, Sam McMurray, Katie Chonacas, Héctor Jiménez, Bobby Lee, Andy Milonakis

Label Deutschland :
WGF
Verkaufsstart Deutschland :
18.08.2011