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DVD-Besprechung - Transmorphers 3
Story:
Officer Hadley Ryan (Bruce Boxleitner) wird zu einem mysteriösen Todesfall gerufen, dessen Ursachen er nicht begreifen kann. Kurze Zeit später erhält er einen Anruf von seiner Nichte Madison (Alana Dimaria) deren Ex-Freund Jack Van Ryberg (Shane Van Dyke) angeblich von einer Satellitenschüsssel angegriffen wurde. Immer mehr Berichte über Übergriffe von elektronischen Alltagsgegenständen wie Autos, Computern und Handys auf Menschen werden verzeichnet. Gleichzeitig fängt das S.E.T.I.-Programm der NASA Signale aus dem All auf, die sich nicht entschlüsseln lassen. Versuchen etwas Außerirdische mit den Menschen Kontakt aufzunehmen? Oder haben die Signale etwas mit der plötzlichen Feindseligkeit der computergesteuerten Maschinen auf die Menschen zu tun? Officer Ryan versucht mit einigen Helfern dem Rätsel auf die Spur zu kommen.
Meinung zum Film:
Die Produktionsfirma „The Asylum“ hat sich auf sogenannte Mock-Buster, wie beispielsweise „Transmorphers 3 – Der dunkle Mond“ spezialisiert. Mock-Buster sind Parodien auf gerade erschienene Blockbuster, in diesem Fall ist „Transmorphers 3 – Der dunkle Mond“ also eine Persiflage auf Michael Bays „Transformers 3 – Die dunkle Seite des Mondes“. Schon die Veränderung des Titels und ein ähnlich dem Original aufgebautes DVD- Cover haben zum Ziel, unaufmerksame Käufer zu täuschen, die sich über ihre Fehlentscheidung erst klar werden, wenn sie sich den Film ansehen. Dabei strotzt die Billig-Produktions-Firma nur so vor Selbstvertrauen, wie sich unschwer an der Vielzahl ihrer „Direct-to-DVD-Produktionen“ erkennen lässt. Darunter finden sich Filme mit imposanten Titeln wie „Pirates of Treasure Island“ (Leigh Scott), „Paranormal Entity“ (Shane Van Dyke) und „Mega Piranha“ (Eric Forsberg). Heraus kommen dabei viele teils lustige, teils jedoch auch ziemlich schwache Filmchen, die nichts mit dem Original verbindet, die aber auch nicht in die Klassifizierung des Trashfilm-Genres passen, da sich die Macher einfach zu ernst nehmen, und deren Werke somit eher lächerlich als amüsant wirken.
Qualität, gute CGI-Effekte, hervorragende Schauspieler, ein logisch aufgebautes Drehbuch und gelungene Dialoge sucht der Zuschauer bei den Asylum-Produktionen jedoch vergeblich, wie der Betrachter schmerzlicherweise auch bei „Transmorphers 3“ erkennen muß. Die Handlung des Films ist schon ein Paradoxon in sich. Eine sehr kleine Stadt mit gefühlten zehn Einwohnern wird von den eigenen computergesteuerten Maschinen bedroht. Diese Geräte, wie beispielsweise ein Handy oder ein Auto-Navigationssystem, sind mit Computerchips ausgestattet worden, deren Technologie angeblich aus einem abgestürzten Raumschiff in Roswell/Nevada stammt. Irgendwie haben auch die Pyramiden mit Außerirdischen zu tun – um welchen Zusammenhang es sich dabei genau handelt wird jedoch nicht weiter erläutert. Das Häufchen Menschen unter der Führung des hiesigen Sheriffs Ryan macht sich auf um die fehlgesteuerten Maschinen zu vernichten oder wenigstens zur Vernunft zu bringen. Zufällig ist natürlich ein NSA-Team vor Ort, zusammen mit einer auf Außerirdische spezialisierten Wissenschaftlerin und natürlich ist auch ein Soldat mit Spezialausbildung mit an Bord.
Die darstellende Crew besteht größtenteils aus B-Movie-Schauspielern. Überraschenderweise befindet sich auch Bruce Boxleitner unter ihnen, der einst mit „Tron“ (Steven Lisberger) seinen Durchbruch schaffte und später mit der Serie „Babylon 5“ (J. Michael Straczynski) Kultstatus erlangte. Boxleitner ist auch der einzig glaubwürdige Schauspieler unter all den anderen Mitwirkenden, denn er schafft das Unmögliche, er kämpft sich durch die unglaublich schlechten Dialoge und haucht seiner Figur einen kleinen Hauch Leben ein. Der Drehbuchautor dieses Billig-Spektakels Shane Van Dyke übernimmt auch gleichzeitig eine der Hauptrollen. Er spielt den stark überzeichneten Super-Soldaten Jack Van Ryberg, und zeigt damit, dass er scheinbar weder im Stande ist ein ordentliches Drehbuch mit sinnvollen Dialogen zu verfassen noch über jedwedes schauspielerisches Talent verfügt. Seine Mimik ist hölzern, seine Gesten sind überzogen und seine blecherne Stimme macht die unsinnigen Dialoge qualitativ noch schlechter als sie sowieso schon sind. Letztlich wird der relativ unerfahrene Regisseur Scott Wheeler („Milf“), der sich früher eher mit visuellen Effekten beschäftigte, dem Image der Produktionsfirma zwar gerecht, aber für den Zuschauer ist sein Film eher eine psychische Qual.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild besitzt eine annehmbare Qualität. Es ist klar und die Konturen heben sich scharf voneinander ab. Die Farben scheinen durch einen Filter auf ein bestimmtes Spektrum von orangen Tönen reduziert worden zu sein, was dem künstlerischem Aspekt des Film zuzuschreiben ist. Auch der Kontrast hält eine permanent gute Balance. Der Ton klingt gleichmäßig und ohne nennbare Schwankungen aus allen Boxen. Der Mix zwischen Musik, Hintergrundgeräusche und Dialogen ist gekonnt umgesetzt worden.
Die DVD besitzt einige Specials. Zunächst gibt es eine Auswahl an verpatzten und geschnittenen Szenen. Daneben existiert ein Originaltrailer und ein kurzes Making Of, in dem Drehbuchautor und Schauspieler Shane Van Dyke sowie die Schauspieler Bruce Boxleitner, Jennifer Rubin, Alana Dimaria und Debra Harrison-Lowe sich über den Dreh und die Handlung äußern.
Fazit:
„Transmorphers 3 – Der dunkle Mond“ ist eine fast physische Qual von einem Film, der sich fälschlicherweise der Annahme hingibt, ein kleines Trash-Meisterwerk zu sein, und im Schatten eines angeblichen Hollywood-Blockbusters zu agieren. Wie auch bei den anderen Asylum-Produktionen steht Qualität nicht im Vordergrund des Spektakels, sondern vielmehr scheinen die Verantwortlichen einfach nur mit der Tatsache befriedigt zu sein, einen neuen Schundfilm auf den Markt gebracht zu haben. Ein unerfahrener Regisseur, untalentierte Schauspieler und ein scheinbar unfähiger Drehbuchautor tun ihr übriges dazu, diesen Film zu einem der schlechtesten aller Zeiten zu machen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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82:23 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Originaltrailer
- Geschnittene Szenen
- Verpatzte Szenen
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Transmorphers 3 - Der dunkle Mond
Transmorphers - Fall of Man
Ein schlechter Witz wäre besser zu ertragen!
Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Scott Weeler Drehbuch: Shane Van Dyke Darsteller: Bruce Boxleitner, Jennifer Rubin, Alana Dimiaria, Russ Kingston, Silvy Kas, Debra Harrison-Lowe, Amy Van Horne, Benjamin W. Smith, Lana O`Brian, Jay Beyers, Jason Yorrick, Londale Theus, Iona Thonger, Dana Dimatteo, Hiram Gonzales, Dean Kreyling, Cole Protzman, Chad Vigil, Aiden Bristow, Corinne Dutra
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 29.07.2011
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