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DVD-Besprechung - Sci-Fighter - Der Serienkiller aus dem All
Story:
Der Sträfling Adrian Dunn (Billy Drago) infiziert sich in seiner Strafanstalt auf dem Mond absichtlich mit einem außerirdischen Virus. Nach seinem dadurch vermeintlich erfolgten Ableben wird er jedoch auf die Erde transportiert. Ein fataler Fehler, denn Dunn ist mittlerweile mutiert und dadurch beinahe unverwundbar, entkommt und beginnt eine Reihe von Frauen zu vergewaltigen, die alle ebenfalls an dem parasitären Virus erkranken. Detective Cameron Grayson (Roddy Piper), der mit Dunn noch eine alte Rechnung zu begleichen hat, beginnt gegen den Willen seines Vorgesetzten in dem Fall zu ermitteln und arbeitet dabei mit der Ärztin Dr. Kirbie Younger (Jayne Heitmeyer) zusammen, die eine weitere Verbreitung des Virus verhindern will.
Meinung zum Film:
„Sci-Fighter - Der Serienkiller aus dem All“ ist der zweite Teil innerhalb der Reihe „Sci-Fi Sensation“ von Voulez Vous/Intergroove, auch wenn die Coverrückseite durch einen ihrer zahlreichen Druckfehler erneut „Vol. 1“ daraus macht, obwohl diese Ehre eigentlich „Digital Man“ zusteht. Das Werk versteht sich als Mischung aus Science-Fiction-Film und Cop-Thriller im B-Movie-Bereich. Regie führte Peter Svatek („Hemoglobin“), der seit einiger Zeit glücklicherweise nur noch im TV-Bereich aktiv ist, zuvor aber schon einige Filme in den Sand setzte. Drehbuchautor Mark Sevi machte sich zuvor ebenfalls nur einen Namen als Begründer überflüssiger und qualitativ schwacher Sequels wie „Class of 1999 Part II“, „Ghoulies IV“, oder „Scanner Cop 2“. In den Hauptrollen bzw. als Gegenspieler agieren mit Ex-Wrestler Roddy Piper („Jungleground“) und Billy Drago („Delta Force 2: The Columbia Connection“) hingegen zwei auf dem B-Sektor erfahrene Akteure, deren Mitwirken schon eher etwas Potential für den Film verspricht.
„Sci-Fighter“ ist leider ein Film, den die Welt nicht braucht. Die Story des Titels ist selbst für ein B-Movie von ergreifender Schlichtheit und voller Logikfehler. Zudem zieht sich der Film wie ein Kaugummi endlos in die Länge und geizt dabei, unüblich fürs Genre, mit Actionszenen. Und die kleinen Handgemenge, mit oder ohne Waffen, sind zudem dermaßen unspektakulär und kurz ausgefallen, dass sie den Zuschauer auch nicht mehr aus seinem Halbschlaf reißen. Roddy Piper wirkt auch entsprechend gelangweilt und spielt seine Paraderolle als tougher Cop wie auf Autopilot und ohne besondere Akzente zu setzen. Störend wirkt ebenfalls seine hier verwendete unübliche und leider auch unpassende deutsche Synchronstimme. Billy Drago trägt hingegen wieder gewohnt dick auf und lässt den „Maniac“ raushängen. Allerdings gibt ihm das Drehbuch wenig Material, um damit vernünftig arbeiten zu können, und seine Figur wirkt in ihrer Überzeichnung eher unfreiwillig komisch. Die Spezialeffekte des Films, im Hinblick auf den futuristischen Aspekt des Films, wirken ebenso billig wie die verwendeten preisgünstigen Locations. Lediglich ein paar der handgemachten, leicht trashigen Mutationseffekte im Bereich des Make-Ups sehen ganz ordentlich aus, die Altersfreigabe ab 18 Jahren ist aber in jeder Hinsicht viel zu hoch gegriffen, da der Film vergleichsweise harmlos ist.
Die Handlung verläuft unglaublich vorhersehbar und wirkt komplett abgedroschen. Natürlich haben Dunn und Grayson wegen eines zurückliegenden Vorfalls noch ein Hühnchen miteinander zu rupfen und selbstverständlich beginnt Grayson eine Affäre mit der attraktiven Ärztin Kirbie und ebenso klar wird diese natürlich später zur Zielscheibe von Dunn. Wieso sich dieser eigentlich genau freiwillig mit dem Virus infiziert bzw. meint, die Folgen dieser Aktion einschätzen zu können, bleibt ein Rätsel. Spätestens wenn plötzlich parasitäre Aliens in den Fokus rücken, die den Planeten Erde einem kleinen Terraforming, nebst Atmosphäreaustausch, unterziehen möchten, wird allerdings eh deutlich, dass das Drehbuch lediglich mit der heißen Nadel gestrickt wurde und dem Prädikat „dämlich“ eine neue Dimension verleiht. Bis zum Finale verläuft der Film weitgehend ereignislos und vergisst dort sogar, dass Dunn doch mittlerweile eigentlich hochexplosiv sein müsste, weshalb der Zuschauer auch noch um eine abschließende Explosion betrogen wird.
Digitale Aufarbeitung:
Für ein 15 Jahre altes B-Movie mit nicht gerade verschwenderischem Budget hinterlässt die DVD des Films technisch einen wirklich überzeugenden Eindruck. Die Bildschärfe ist gut, die Farbgebung wirkt natürlich sowie kräftig und die Vorlage ist sehr sauber ausgefallen. Bildrauschen ist zwar vorhanden, stört aber nicht besonders, lediglich bei den Kontrastwerten gibt es aufgrund leichter Überstrahlungen und gelegentlicher Detailverluste in dunklen Bereichen leichte Abzüge. Die beiden Tonspuren geben sich unspektakulär, allerdings auch ausgewogen abgemischt und gut verständlich. Die wenigen Actionszenen klingen leider frontlastig und nicht besonders druckvoll.
Auf der DVD befindet sich keinerlei Bonusmaterial. Die Veröffentlichung besitzt ein Wendecover.
Fazit:
„Sci-Fighter - Der Serienkiller aus dem All“ hat zwar zwei halbwegs prominente Gegenspieler aufzubieten, jeder Anflug von Unterhaltung wird jedoch durch das vorhersehbare und ereignislose Drehbuch, dröge Locations, unspektakuläre Actionsequenzen und eine Extraportion Langeweile im Keim erstickt. Die hohe Altersfreigabe ist vollkommen unverständlich und der einzige Lichtblick sind Teile des für die Infektions- bzw. Mutationseffekte verwendeten Make-Ups. Technisch hinterlässt die DVD einen überraschend guten Eindruck, bietet allerdings keinerlei Bonsumaterial.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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90:30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Sci-Fighters - Vorhof zur Hölle
Sci-Fighters
Ein absoluter Karrieretiefpunkt für Roddy Piper!
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 1996 Regie: Peter Svatek Drehbuch: Mark Sevi Darsteller: Roddy Piper, Billy Drago, Jayne Heitmeyer, Tyrone Benskin, Carl Alacchi, Richard Raybourne, Donna Sarrasin, Karen Elkin, Chip Chuipka, Ricky Mabe
Label :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart : 05.08.2011
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