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Blu-ray-Besprechung - High Life
Story:
Es ist das Jahr 1983 als Bug (Stephen Eric McIntyre) frisch aus dem Knast entlassen wird. Es zieht ihn gleich zu seinem alten Zellenkumpel Dick (Timothy Olyphant), mit dem zusammen er gleich das nächste krumme Ding durchziehen möchte. Komplettiert wird das alte Zellen-Trio durch Donnie (Joe Anderson), der sich mit kleinen Diebstählen über Wasser hält. Um für längere Zeit ausgesorgt zu haben entschließt man sich einen größeren Raub durchzuführen, indem sie einen der gerade neu aufgestellten Geldautomaten ausrauben. Dazu verbünden sie sich kurzerhand mit dem smarten Trickdieb Billy (Rossif Sutherland). Doch ganz so leicht wie erhofft stellt sich der Diebeszug bei der Durchführung dann doch nicht dar.
Meinung zum Film:
„High Life“ gehört in die Reihe der Heist-Filme, die vornehmlich aus Großbritannien kommen und recht abgedrehte und meist auch kaputte Charaktere in den Mittelpunkt stellen. Der in unseren Breitengraden eher unbekannte Regisseur und Co-Drehbuchautor Gary Yates hat offensichtlich Gefallen an Filmen wie „Snatch“ von Guy Ritchie gefunden, denn sein Film tendiert in eine ähnliche Richtung, ist allerdings nicht ganz so ausufernd. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück des Kanadiers Lee MacDougall, der für den Film auch als Co-Drehbuchautor fungierte. Mit Timothy Olyphant („The Crazies“) ist ein bekannter Schauspieler in der Hauptrolle zu sehen. Komplettiert wird das Ganovenquartett durch die ebenfalls nicht ganz unbekannten Darsteller Stephen Eric McIntyre („Horsemen“), Joe Anderson („Ruinen“) und Rossif Sutherland („Poor Boy`s Game“). Als der Film Ende 2007 gedreht wurde, waren die Akteure aber noch weitgehend unbekannt.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die drei ehemaligen Zellengenossen Bug, Duck und Donnie, die alle morphinabhängig sind und nichts lieber tun als sich mit dem Schmerzkiller zu betäuben. Doch die Morphinbeschaffung kostet eine Menge Geld und so entschließen sich das Trio eine Bank auszurauben. Da sie bei einem Raub an einem Schalter zu große Schwierigkeiten erwarten, planen sie einen der gerade frisch in den Banken installierten Geldautomaten auszurauben. Die Technologie ist noch jung und die Absicherung kann ihrer Meinung nach bei den Geräten nicht genauso groß sein, wie sie es im Schalterraum einer Bank ist. Da sie alle drei schon ziemlich abgehalftert erscheinen nehmen sie zusätzlich noch den smarten Billy mit ins Boot, der den ganzen Plan ins Rollen bringen soll. Und hier beginnt dann das größte Problem, da der harte Bug sich durch den unerfahrenen Schönling in die zweite Reihe degradiert fühlt. Aber auch der labile Donnie schafft es nicht, über einen längeren Zeitraum mal nicht auf Droge zu sein, was für die Durchführung des Plans ebenfalls eher kontraproduktiv ausfällt.
Das Tempo, dass der Film beim Erzählen seiner Geschichte vorlegt ist recht angenehm. Es kommen kaum spürbare Längen auf, richtig temporeich wird es dabei aber allerdings auch nie. Das liegt unter anderem daran, dass kaum Spannung aufkommt, da es ohnehin von vornherein zu erwarten ist, dass der Diebeszug in einem Fiasko endet. Die Frage ist im Grunde nur, wer von den Protagonisten den entscheidenden Bock schießt, mit dem die Kettenreaktion aus weiteren fatalen Entscheidungen ins Laufen kommt. Wer Filme mag, in denen Verlierertypen mit ihrer naiven Weltanschauung geradewegs ins Verderben steuern, wird sicherlich auch bei „High Life“ gut unterhalten werden. Die Charaktere sind schräg genug um über sie schmunzeln zu können und ihre Ideen sind verschroben genug, um ein ungläubiges Kopfschütteln hervorzurufen. Mit Dick gibt es auch eine Figur im Film, die zumindest teilweise als Sympathieträger funktioniert und mit dem der Zuschauer durchaus mitleiden kann. Wer sich nicht unbedingt allzu großen Spannungsmomente und raffinierte Einbruchspläne von einem Heist-Movie erwartet, dürfte hier durchaus kurzweilig unterhalten werden. Mit rund 78 Minuten weist der Film auch eine angenehme Laufzeit auf. Für viel mehr hätte der Stoff dann aber wohl auch nicht gereicht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen recht ordentlichen Eindruck und kann in Sachen Detailvielfalt und Schärfe knapp am guten Durchschnitt anklopfen. Die Farben erscheinen natürlich und die Helligkeit/Kontrast-Abstimmung passt. Der deutsche Ton liegt im Format Dolby Digital 5.1 vor, ohne dabei jedoch allzu viel auf den hinteren Lautsprechern zu bieten. Da der Film zu einem Großteil aus Dialogen besteht, stört dies allerdings nicht.
Als Extras gibt es zunächst ein rund 11-minütiges Making Of zum Film, bei dem allerdings die meiste Zeit dafür verwendet wird um klarzustellen, wie toll die Kollegen beim Dreh waren und wie gut man miteinander klar kam. Zusätzlich gibt es noch eine nicht verwendete Szene und den Trailer zum Film.
Fazit:
„High Life“ ist ein netter, kleiner Heist-Film mit leicht kaputten Protagonisten. In der Tradition von alten Guy-Ritchie-Filmen wird eine Gruppe morphinabhängiger Typen auf einen Bankautomatenraub losgelassen, ohne dass ihr eine echte Erfolgschance eingeräumt wird. Wer bei dieser Gattung Film auf Spannung und Action verzichten kann, dürfte kurzweilige Unterhaltung finden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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78:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- On the Set of High Life: Making Of
- Entfallene Szene
- Trailer
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High Life
High Life
Ein kurzweiliger Heist-Film, der allerdings ohne großes Tempo und Spannung auskommen muss
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2009 Regie: Gary Yates Drehbuch: Gary Yates, Lee MacDougall (basierend auf dem Theaterstück von Lee MacDougall) Darsteller: Timothy Olyphant, Stephen Eric McIntyre, Joe Anderson, Rossif Sutherland, Mark McKinney, Ernesto Griffith, Kelly Wolfman, Turk Scatliff, Brittany Scobie, Sarah Constible
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 29.07.2011
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