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Blu-ray-Besprechung - Cold Prey - Teil 1 & 2
Story:
Cold Prey: Fünf junge Menschen begeben sich in die Abgeschiedenheit der norwegischen Berge, um dort mit ihren Snowboards von einsam gelegenen Pisten fahren zu können. Bei einem Sturz bricht sich einer von ihnen ein Bein, worauf sich die Gruppe zu einem nahegelegenen, verlassenen Hotel rettet. Am nächsten Morgen beschließt man, dass einer von ihnen ins nächstgelegene Dorf geht, um Hilfe zu holen. Doch eines hat man nicht bedacht – den unheimlichen Killer, der das verlassene Hotel als sein Domizil auserkoren hat.
Cold Prey 2: Die einzige Überlebende des Massakers im alten Berghotel wird von einem Polizisten gefunden und ins Krankenhaus gebracht. In der Klinik ist allerdings nur noch eine Notbesetzung für die wenigen verbliebenen Patienten anwesend, da diese bald geschlossen wird. Während die junge Frau sich von ihrem Schrecken erholt, bergen die Polizisten die Leichen ihrer ermordeten Freunde und die des Killers. Doch in dem Täter steckt noch ein Funken Leben und ein Arzt schafft es, ihn zu stabilisieren. Ein fatale Entscheidung, denn der Massenmörder zeigt wenig Dankbarkeit und macht recht schnell da weiter, wo er im alten Berghotel aufgehört hat.
Meinung zum Film:
Die „Cold Prey“-Filme haben im Grunde nicht mehr zu bieten als jeder herkömmliche Slasher aus den USA. Eine Gruppe Jugendlicher, die in einer einsamen Hütte die Nacht verbringt und von einem maskierten Killer gejagt wird, hat es schon in zahlreichen Variationen gegeben. Auch dass ein vermeintlich toter Killer in einem Krankenhaus wieder auf die Beine kommt und sein Werk weiter führt, ist alles andere als neu. Was die norwegischen „Cold Prey“- Produktionen von ihren US-Pendenten abhebt, ist ohne jeden Zweifel das Umland der verschneiten norwegischen Bergwelt. Das weiße Ambiente, in dem das schon seit vielen Jahren geschlossene Berghotel liegt, erinnert ein wenig an das Finale von „Shining“, lediglich das fatale Heckenlabyrinth fehlt. Positiv bei den Filmen fällt auch die Musik von Magnus Beite auf, bei der der Komponist sich zwar unüberhörbar von großen Vorbildern inspirieren ließ, das Ergebnis lässt sich aber sehr gut hören und trägt zu einem großen Teil zu der packenden Atmosphäre der Filme bei.
Hinsichtlich der Geschichte und diverser Gegebenheiten gilt es in „Cold Prey“ aber durchaus auch einige Unzulänglichkeiten zu verzeihen. Das wohl größte Rätsel ist sicherlich, wie das große Hotel seit rund 30 Jahren komplett leer stehen kann, ohne dass auch nur der Hauch von Spinnenweben oder Ungeziefer zu finden ist, geschweige denn Staub. Möbel und Inventar sehen weitgehend gut in Schuss aus, selbst Bettwäsche scheint es in den Zimmern in annehmbaren Zustand zu geben. Es ist nur schwer vorstellbar, dass der Killer in seiner Freizeit mit Wischmob und Staubwedel durch die Gegend zieht um seinen Opfern eine komfortable Nacht zu ermöglichen. Doch auch wenn es inhaltliche Probleme gibt, sorgt der Film für spannende Unterhaltung. Beworben wurde er bei seiner Veröffentlichung treffenderweise mit der Umschreibung „MTV trifft auf Freitag der 13. – das blutigste Rock-Video des Jahres“. Und genau das ist „Cold Prey“. Eine von Akustik und Optik geprägte Hetzjagd durch die dunklen Gänge eines verlassenen Hotels in eisiger Bergwelt. Solange nicht allzu viel inhaltliche Tiefe erwartet wird, kann der Film dementsprechend kurzweilig über seine rund eineinhalb Stunden fesseln.
Obwohl der Nachfolger „Cold Prey 2“ in einem (relativ) verlassenen Krankenhaus spielt, kommt die kalte Abgeschiedenheit rund um das lang geschlossene Berghotel aus dem Vorgänger auch dort wieder wunderbar zum Tragen. Erneut nimmt die Kameraarbeit eine tragende Rolle bei der Erzeugung der Stimmung des Films ein. Immer wieder gibt es interessante Blickwinkel, Schwenks und Fahrten zu erleben, die zusammen mit dem Schnitt für eine sehr spannungsgeladene Optik sorgen. Beibehalten wurde allerdings auch der künstlerische Anspruch hinsichtlich der Story. Im Grunde reduziert diese sich auf die Jagd des Killers nach seinen potentiellen Opfern. Abgesehen von der Überlebenden aus dem ersten Film sind diesmal nur Stereotypen ohne großen Identifikationscharakter im Film enthalten, die nicht mehr als eine Schlachtplatte für den in Strickklamotten verpackten Serienkiller darstellen. Doch wenn es sich um einen Film aus der „Freitag, der 13.“- oder der „Halloween“-Reihe handelt, oder wie im vorliegenden Fall eben um „Cold Prey 2“ , ist es das Ziel dem Zuschauer einige Gruselschauer über den Rücken laufen zu lassen und dies schafft Regisseur Mats Stenbers mit seinem Debütfilm allemal. Als Zuschauer wird man sich sicherlich gut unterhalten fühlen und attestiert dem Team hinter „Cold Prey 2“ eine äußerst gelungene Fortsetzung geschaffen zu haben, die dem Original in Sachen Spannung in nichts nachsteht.
Digitale Aufarbeitung:
Die Blu-rays entsprechen den bereits erhältlichen Einzelveröffentlichungen. Für „Cold Prey“ bedeutet dies, dass das Bild lediglich im Format 1080i/25 vorliegt. Die Details sind zwar weitgehend gut zu erkennen, teils sind Feinheiten aber nicht immer ganz leicht auszumachen. Ganz anders präsentiert sich „Cold Prey 2“. Hier macht das Bild sehr guten Eindruck und bietet eine wunderbare Tiefenschärfe kombiniert mit fein gezeichneten Details. Bei beiden Filmen wirken die Farben gedrückt, was aber ein gewolltes Stilmittel darstellt. Aber selbst in den Momenten, die in dunklen Räumen spielen kommt nur selten das Gefühl auf, Bildinformationen zu verpassen. Der deutsche Ton liegt bei beiden Filmen im DTS-HD Master Audio 7.1-Format vor und verteilt sich immer wieder auf die einzelnen Effektboxen. Bei den Effekten hat der zweite Film die Nase vorn, da er deutlich mehr Gebrauch von den Surroundmöglichkeiten macht und wuchtige Schockeffekte über die Lautsprecher jagt.
Zu „Cold Prey“ gibt es als Extra zunächst ein Making Of, das einige Bilder vom Dreh zeigt. Ergänzt wird dieses durch vier Postproduktions-Features, die sich um technische Aspekte wie das Soundmastering, die digitalen Effekte, die Farbkorrektur und Artworks kümmern. Zusätzlich gibt es noch ein paar Outtakes vom Dreh zu sehen. Abschließend folgt noch ein Kurzfilm vom Regisseur, mit einem tödlichen Rasenmäher in der Hauptrolle. Zu „Cold Prey 2“ gibt es einen Audiokommentar mit Mats Stenberg in englischer Sprache, allerdings ohne Untertitel. Von daher werden die durchaus recht interessanten Informationen und Meinungen des Regisseurs den englischsprachigen Fans vorenthalten bleiben. Unter den Extras befindet sich ein rund 15-minütiges Making Of, das allerdings nicht sonderlich interessant ausgefallen ist und meist nur kurze Aussagen von den Proben direkt vor dem Dreh einer Szene zeigt. Es folgen drei Minuten Outtakes und fünf Minuten nicht verwendeter Szenen, bei denen es sich ausschliesslich um Dialoge handelt. Abschließend werden noch zwei Minuten über die Special Effects serviert, die sich mit CGI- und Effektaufnahmen auseinander setzen. Außerdem ist noch der Trailer zum Film auf der Blu-ray enthalten.
Fazit:
Das „Cold Prey 1+2“-Doppelpack bietet atmosphärisch gelungenen Slasher-Horror aus Norwegen. Die Story ist zwar bei beiden Filmen kaum der Rede wert, der Spannungsaufbau und die Atmosphäre verstehen es aber in ihren Bann zu ziehen und für spannende Unterhaltung zu sorgen. Wer die Filme bislang noch nicht gesehen hat, sollte hier unbedingt zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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Cold Prey: 93:22 Minuten
Cold Prey 2 89:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1 | Norwegisch DTS-HD Master Audio 5.1 | Norwegisch DTS-HD Master Audio 7.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Cold Prey:
- Making Of
- Kurzfilm
- Digitaleffekte
- Farbkorrektur
- Sound Design
- Artwork
- Outtakes
Cold Prey 2:
- Audiokommentar mit Regisseur Mats Stenberg
- Making Of
- Outtakes
- Deleted Scenes
- Special Effects
- Trailer
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Cold Prey / Cold Prey 2 - Resurrection
Fritt vilt / Fritt vilt II
Atmosphärisch gelungenes Slasher-Doppelpack aus dem hohen Norden Europas
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Norwegen, 2006 / 2008 Regie: Roar Uthaug, Mats Stenberg Drehbuch: Thomas Moldestad, Roar Uthaug Darsteller: Ingrid Bolsø Berdal, Rolf Kristian Larsen, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Viktoria Winge, Rune Melby, Marthe Snorresdotter Rovik, Kim Wifladt, Johanna Mørck, Fridtjov Såheim, Per Schaaning, Andreas Cappelen, Mats Eldøen, Vetle Qvenild Werring, Mads Sjøgård Pettersen, Robert Follin
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 11.08.2011
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