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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - John Wayne Collection

Story:
Der Falke:
Als er es in spektakulärer Manier schafft, das mordverdächtigte Pferd Duke vor der Todesstrafe zu retten, schlossen die Siedler Maricopas den durchreisenden Kuhhüter John Drury (John Wayne) in ihr Herz. Bevor er zur Tumbling Ace-Ranch in Texas zurückreist, möchte er sich um den verbrecherischen "Hawk" kümmern, welcher maskiert mit seiner Bande die Stadt und umliegende Farmen terrorisiert. Als Begleitung meldet sich der Ehrenmann Henry Sims (Frank Hagney). Drury ahnt nicht, dass es sich bei diesem um den "Hawk" höchstpersönlich handelt, der ihn in der Wüste erledigen möchte.

Gejagtes Gold:
Die Sally-Ann-Mine ist ein begehrter Ort für Golddigger. Joe Ryan (Harry Woods) gewann die Hälfte der Mine beim Glücksspiel vom Vater Janet Carters (Sheila Terry), welche nichtsdestotrotz auf ihren Anteil besteht. Unterstützung erfährt sie dabei von John Mason (John Wayne), dem die andere Hälfte der Mine gehört. Mason versucht nun, Ryan als Verbrecher zu entlarven und so die Mine mit der schönen Janet zu teilen, rechnet aber nicht mit dem geheimnisvollen Rächer, welcher in der verwunschenen Mine haust.

Er trug einen Stern:
"Der Schatten" und seine Bande tyrannisieren die Stadt durch Überfälle auf die Postkutschen und regelmäßige Morde am jeweils amtierenden Sheriff. US-Marshall John Travors (John Wayne) überlistet die Bande durch einen vorhergehenden Überfall auf die Postkutsche, um diese nach dem Überfall des "Schattens" samt Passagierin Anita (Verna Hillie) zu retten. In der Stadt selbst wird er zum Gesetzeshüter ernannt und macht sich zusammen mit seinem Freund Yak (Yakima Canutt) auf die Jagd nach den Schurken.

Meinung zum Film:
Dieser Teil der "John Wayne Collection" bündelt die drei Schwarzweiß-Western "Er trug einen Stern", "Gejagtes Gold" und "Der Falke", die alle bereits einzeln in der DVD-Reihe "Vergessene Western" veröffentlicht wurden. Die drei Filme sind recht kurz und billig produziert, sie wurden klar vor Waynes Durchbruch gedreht. Das Genre befand sich eindeutig noch in der Identitätssuche, in der mit einigen Klischees so viele verschiedene Ideen wie möglich ausgelebt wurden, auch wenn es unter anderem nur Remakes älterer Ideen waren. So kann sich natürlich keiner dieser B-Western mit den späteren Arbeiten von John Wayne ("True Grit - Der Marshall") messen. Sie liefern aber einen interessanten Einblickin die Geschichte des Genres und passen somit durchaus in eine Reihe mit dem Titel "Vergessene Western".

Einige Handlungselemente sind furchtbar vorhersehbar, wenn sie nicht schon der Rückentext verrät, doch ruiniert das keinen der Filme. Welche Filmfigur sich hinter dem Schatten versteckt, ist für den Zuschauer schnell klar, doch um wen es sich dabei wirklich handelt und wie die Hauptfiguren damit umgehen, überrascht positiv. Wer sich hinter dem Pseudonym des Falken versteckt, wird sogar ganz zu Anfang verraten, aber das ist eindeutig ein Element des humoristischen Thrillers, zu dem sich dieser Film wandelt. Keiner der Filme passt zum anderen, nur John Wayne und das Genre verbindet die drei. Dieser spielt in den drei Filmen grundsätzlich den Westernhelden, der nichts mit Recht und Unrecht zu tun hat, sich aber dennoch um die Schurken kümmert, während er durch die Städte reist. Seine Kenntnisse mit dem Revolver suchen seinesgleichen und er versteht sich vorurteilsfrei mit Indianern und Pferden gleichermaßen. Natürlich bekommt er am Ende die einzige junge Dame der ganzen Stadt, welche zwischendurch auch noch in Not gerät. Es ist also fast unmöglich, die drei Filme nicht miteinander zu vergleichen: Die Nebencharaktere in "Der Falke" verursachen einen ziemlichen Klamauk, etwa wird zu Beginn ein Pferd gerichtlich verurteilt, während der Hilfssheriff über die gesamte Handlung das mutlose Großmaul mimt. In "Gejagtes Gold" hingegen steigt die Spannung in der verwunschenen Hütte und Mine durch den allgegenwärtigen Rächer immer weiter. Und dieser ist auch bis zum Schluss nicht zu sehen. Obwohl "Er trug einen Stern" am ehesten den Westernklischees entspricht, überrascht er durch Wendungen und Rätsel, welche nach den beiden anderen Filmen nicht unbedingt zu erwarten wären.

Auf dieser DVD finden sich zwei Wayne-Filme mit dessen Pferd Duke, die vier übrigen "The Man from Monterey", "Somewhere in Sonora", "The Telegraph Trail" (alle 1933) und "The Big Stampede" (1932) wurden noch nicht auf Deutsch veröffentlicht. "Er trug einen Stern", in dem Duke nicht auftritt, erschien schon unter den Namen "Mann des Gesetzes", "US Marshal John" und "Der Unerbitterliche" in Deutschland. Mit dieser Synchronisation erschien der Film im September 1982 als "Der Schatten" in der Fernsehreihe "Western von gestern". Dabei erhielt der Film auch erstmals seine ansprechende Filmmusik, welche im Original fehlt. Die beiden anderen Filme wurden für die DVD-Veröffentlichung visuell aufbereitet und synchronisiert. Die kühnen Stunts in "Der Falke" und "Gejagtes Gold" stammen weniger von John Wayne und seinem Pferd Duke, sondern vielmehr von Ken Maynard und seinem Wunderpferd Tarzan. Beide Titel sind Neuverfilmungen der Maynard-Filme "The unknown Cavalier" (1926) sowie "The Phantom City" (1928) und verwenden auch jeweils einzelne Actionszenen aus den Originalen. Da Wayne dieselben Kleider wie Maynard trug, fallen die Unterschiede im Filmmaterial kaum auf. 

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für siebzigjährige Filme sehr scharf, kleinere Bildfehler sind aber trotz Restauration enthalten. Der Ton ist zwar etwas dumpf, passt aber so sehr gut zu den Filmen.

Eine englische Tonspur ist leider nicht enthalten. Außerdem fehlt das ursprüngliche Bonusmaterial der drei bereits einzeln innerhalb der "Vergessene Western"-Reihe erschienenen Titel.

Fazit:
Interessenten die bei den vorliegenden Filmen mit John Wayne auf Extras und Originaltonspuren Wert legen, sollten besser zu den Einzel-DVDs aus der Reihe "Vergessene Western" greifen. Wer hingegen nur eine Auswahl einiger dieser Western möchte, dem ist mit der Zusammenstellung "John Wayne Classic Collection" gut und günstig geholfen. Gerade diese ausgewogenen Sammlung zeigt, dass ein Western auch mehr sein kann als stumpfsinnige Schießwut unter knallender Sonne.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
Er trug einen Stern:
50:20 Minuten

Gejagtes Gold:
55:10 Minuten

Der Falke:
53:04 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
-
John Wayne Collection - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Er trug einen Stern / Gejagtes Gold / Der Falke
The Star Packer / Haunted Gold / Ride Him, Cowboy

Bild unseres Mitarbeiters David Bühring
John Wayne war noch nie abwechslungsreicher als in dieser Dreierbox


Autor der Besprechung:
David Bühring

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1932-34
Regie:
Robert N. Bradbury / Mack V. Wright / Fred Allen
Drehbuch:
Robert N. Bradbury / Adele S. Buffington / Scott Mason (basierend auf dem Roman von Kenneth Perkins)
Darsteller:
John Wayne, Ruth Hall, Henry B. Walthall, Frank Hagney, Sheila Terry, Harry Woods, Erville Alderson, Verna Hillie, George 'Gabby' Hayes

Label Deutschland :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart Deutschland :
12.08.2011