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Blu-ray-Besprechung - Beastly
Story:
Kyle (Alex Pettyfer) ist der angesagteste Junge der Schule. Und wie er es von seinem Vater, einem TV-Nachrichtensprecher, gelernt hat, zählen für ihn ausschließlich Äußerlichkeiten. So tritt er beispielsweise bei einer Wahl an seiner Schule nicht etwa mit einem Programm, sondern nur mit seinem guten Aussehen an, und behandelt alle, die nicht so schön wie er sind, wie den letzten Dreck. Als er eines Tages das Goth-Chick Kendra (Mary-Kate Olsen) lächerlich macht, belegt ihn das Mädchen mit einem Fluch. Kyle verwandelt sich in ein entstelltes Narbengesicht und hat genau ein Jahr Zeit, eine Frau zu finden, die ihn liebt. Ansonsten bleibt er für immer ein Biest. Bald setzt er alle Hoffnungen in Lindy (Vanessa Hudgens), die bei der Wahl gegen ihn angetreten war und auf einer Party anscheinend Interesse für ihn gezeigt hatte.
Meinung zum Film:
Die Geschichte rund um "Die Schöne und das Biest" gehört sicherlich zu den bekanntesten Nicht-Grimm'schen Märchen. Die klassische französische Erzählung wurde schon zigfach verfilmt, unter anderem als TV-Serie mit Ron "Hellboy" Perlman und Linda "Sarah Connor" Hamilton in den Hauptrollen und natürlich als großes Disney-Zeichentrickmeisterwerk. Mit "Beastly" (auf Deutsch erschienen im Baumhaus-Verlag) hat sich die Schriftstellerin Alex Flinn im Jahr 2007 an eine moderne Neuinterpretation des Stoffes gewagt, die von dem unbekannten Regisseur und Drehbuchautor Daniel Barnz nun für die große Leinwand adaptiert wurde. In den Hauptrollen sind Alex Pettyfer ("Ich bin Nummer Vier") als in ein Narbengesicht verwandelter Jugendlicher, Vanessa Hudgens ("High School Musical") als seine große Liebeshoffnung und Mary-Kate Olsen ("Full House") als magisches Goth-Chick Kendra zu sehen, das an dem ganzen Schlamassel schuld ist.
Fans des Romans werden von der filmischen Umsetzung sicherlich etwas enttäuscht sein, denn die Geschichte ist fast schon eine Neuinterpretation der Neuinterpretation und hat mit der eigentlichen Romanhandlung nur noch Grundzüge gemein. Das beginnt bereits damit, dass Kyle im Roman zwei Jahre Zeit hat, um die große Liebe zu finden, und das erste Jahr erst einmal dafür nutzt, mehr oder weniger mit seiner neuen Situation fertig zu werden. Zudem fällt ihm im Roman eine deutlich passivere Rolle zu. Während Kyle Lindy im Film fast schon stalkt, kennt er sie im Buch gar nicht wirklich, sondern bekommt sie fast schon zufällig "überschrieben", als ihr Vater, ein Drogenjunkie, in Kyles liebgewordenes Rosengewächshäuschen einbricht. Letzteres taucht im Film zwar auch auf, aber in einem ganz anderen Zusammenhang. Hier baut er es erst viel später und zwar, um Lindy zu beeindrucken.
Die diversen Änderungen führen letztlich dazu, dass aus der ursprünglich zwar einerseits komischen, aber andererseits auch sehr düsteren und teilweise unheimlichen Handlung des Romans ein sehr durchschnittlicher und oberflächlichlicher Teenie-Film nach Schema X wird. Dieser ist zwar nicht schlecht inszeniert und wird auch für die Zielgruppe ganz gute Unterhaltung für zwischendurch bieten, ein bisschen zu unmotiviert wirkt aber trotzdem alles. Kyle findet sich deutlich zu schnell mit seiner neuen Situation zurecht und dadurch, dass seine Angebetete ausgerechnet Vanessa Hudgens ist - die sich nun wirklich nicht zu verstecken braucht und die er sich auch noch selbst aussucht - wird es nicht unbedingt glaubhafter, dass er erkannt hat, dass wahre Schönheit von innen kommt. Im Roman ist Lindy optisch eher Durchschnitt und hat auch noch schiefe Zähne, wodurch die Charakterwandlung Kyles deutlich stärker betont wird. Wer nach der tiefgründigeren Handlung aus dem Roman sucht, ist bei der Leinwandadaption von "Beastly" also sicherlich an der falschen Stelle. Wer nur einen optisch ansprechenden, recht oberflächlichen Teenie-Film für zwischendurch sucht, oder eben schon immer den Beweis sehen wollte, dass die Olsen-Zwillinge, oder zumindest Mary-Kate, tatsächlich Hexen sind, der kann mit "Beastly" hingegen nicht viel falsch machen.
Digitale Aufarbeitung:
"Beastly" zeigt sich auf der Blu-ray von Concorde in sehr guter technischer Qualität. Vor allem wissen die kräftigen, natürlichen Farben und der ausgewogene Kontrast zu gefallen, doch auch die Bildschärfe kann überzeugen. Selbst der Detailbereich wirkt immer gut durchzeichnet. Im Hintergrund macht sich leichtes Filmkorn-Rauschen bemerkbar, das aber nicht weiter unangenehm auffällt. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in dts-HD Master Audio 5.1 vor und kann ebenfalls überzeugen. Auf Effekte muss man genrebedingt zwar größtenteils verzichten, die Musik ist aber angenehm druckvoll und räumlich abgemischt und die Dialoge sind jederzeit klar verständlich.
Als Bonusmaterial gibt es mehrere Trailer, ein Musikvideo, einige entfernte Szenen sowie ein alternatives Ende, das etwas näher an der Handlung des Romans liegt. Des Weiteren findet man mit "Die Erschaffung des perfekten Biests" und "Ein altes Märchen neu erzählt" auch zwei Featurettes vor, die zwar nicht sonderlich lang, aber trotzdem interessant ausgefallen sind und einiges über die Hintergründe des Films verraten.
Fazit:
"Beastly" ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Alex Flinn, hat mit dem Roman aber nur noch Grundzüge gemein und lässt die Tiefgründigkeit der Vorlage vermissen. Wer mit seichter, auf Hochglanz polierter Teenie-Unterhaltung im Stil der "Twilight"-Filme kein Problem hat, wird jedoch sicherlich auch mit "Beastly" unterhaltsame anderthalb Stunden verbringen. Die technische Qualität der Blu-ray ist zumindest sehr gut und auch das Bonusmaterial hat ein paar interessante Infos zu bieten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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86:28 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Musikvideo
- Die Erschaffung des perfekten Biests
- Ein altes Märchen neu erzählt
- Alternatives Ende
- Entfernte Szenen
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Beastly
Beastly
Oberflächliche, aber für zwischendurch ganz nette Adaption des Romans
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: Daniel Barnz Drehbuch: Daniel Barnz (nach dem Roman von Alex Flinn) Darsteller: Alex Pettyfer, Vanessa Hudgens, Mary-Kate Olsen, Neil Patrick Harris, Lisa Gay Hamilton, Peter Krause, Dakota Johnson, Erik Knudsen
Label :
Concorde Film
Verkaufsstart : 19.08.2011
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