Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Terence Hill & Bud Spencer Box #1
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Terence Hill & Bud Spencer Box #1

Story:
Verflucht, verdammt und Halleluja:
Der Brite Joseph (Terence Hill) hat einen Vater, den es einst in den Wilden Westen verschlagen hat. Moore Senior hat sich damals für eine Schurkenkarriere entschieden, und als er stirbt, reist Sohn Jo ebenfalls in den Wilden Westen und kommt dort in Kontakt mit den drei früheren Komplizen und Kumpels des Verstorbenen. Diese sollen nun aus dem zwar kultivierten, aber verweichlichten Sohn einen richtigen Mann machen.

Mr. Billion:
Als der schwerreiche Onkel von Guido Falcone (Terence Hill) in den USA stirbt, vermacht er sein gesamtes Vermögen seinem in Italien lebenden Neffen. Leider hat John Cutler (Jackie Gleason), der Assistant des Onkels gehofft, das Geld für sich einstreichen zu können. Falcone hat aber nicht nur Cutler im Nacken, sondern muss auch innerhalb von 20 Tagen in San Francisco sein, um das Erbe anzutreten.

Auch die Engel essen Bohnen:
Der Catcher Charlie (Bud Spencer) ist auf der Flucht vor der Mafia, denn er hat einen Kampf nicht so ausgehen lassen wie es die Gangster von ihm verlangt haben. Er trifft Sonny (Guliano Gemma) der soeben seinen Job als Reinigungskraft in einer Karateschule geschmissen hat. Ein Zufall führt dazu, dass die beiden ausgerechnet dem Gangsterclan beitreten sollen, der Charlie ans Leder will. Probehalber sollen sie ein illegales Spielcasino führen, was sie auf ihre besondere Weise dann auch machen.

Meinung zum Film:
Die Zutaten bei „Verflucht, verdammt und Halleluja“ sind stimmig. Ein bestens aufgelegter Terence Hill, Riccardo Pizzuti, der wohl bekannteste Sidekick der Herren Spencer/Hill, der in nahezu jedem Film der beiden Haudraufs sein Fett abbekommen hat und ein eingängiger Soundtrack von Guido und Maurizio de Angelis machen diesen Film zu einem wahren Vergnügen. Der genannte Pizzuti hat als Moores Gegenspieler Morten seine vermutlich größte Rolle. Unterhaltsam ist in dieser Komödie der Running Gag, an den zum Glück auch hier in Form der beiden immer mal wieder auftretenden Kopfgeldjäger gedacht wurde. Handlungstechnisch ist der Film stets vorhersehbar, wird aber immer solide präsentiert. Bereits durch das Lesen der Inhaltsangabe ist es möglich sich ausmalen, wie dieser Film endet, doch darauf kommt es auch gar nicht an. Wichtig ist, dass der Zuschauer sich gut unterhalten fühlt und diese Aufgabe erfüllt „Verflucht, verdammt und Halleluja“ mit Leichtigkeit. Seinerzeit lief dieser Film zwar recht erfolgreich in deutschen Kinos, gehört heute aber leider zu Unrecht zu den Hill-Werken, die keinen besonders hohen Bekanntheitsgrad besitzen.

Terence Hill wagte 1977 den Sprung nach Hollywood und spielte die Hauptrolle in „Mr. Billion“. Es war Hills erste und einzige US-Produktion. Der Film ist ohne Zweifel unterhaltsam, es fehlt ihm aber ein wenig an Seele, was so viele andere Produktionen aus italienischen Landen mit Hill zuvor wesentlich besser drauf hatten. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich Hill in seiner Rolle als Guido Falcone bei seiner Reise durch die USA ein wenig verloren vorkommt, zumindest in der ersten Hälfte des Films. In einigen Szenen darf er bei einer zünftigen Schlägerei dann aber glücklicherweise doch zeigen, wo der Hamer hängt, so dass zumindest ein wenig Flair aufkommt. Gelungen sind auch die zahlreichen Anspielungen auf Hills erste große Erfolge als Italowesternheld. Ansonsten bietet der Film unterhaltsame Action. Wenn nach einer Stunde Laufzeit dann noch Road-Movie-Elemente in den Film einfließen, ist das Fan-Herz trotz einiger anfänglicher Schwächen wieder voll versöhnt.

Bei der schlagkräftigen Komödie „Auch die Engel essen Bohnen“ sollte eigentlich auch Terence Hill mitwirken, doch dieser hatte bereits andere Projekte auf seinem Terminplan stehen. Guliano Gemma („Tenebre“) ersetzte ihn und macht seine Sache dabei wirklich gut. Er spielt den Glücksritter Sonny, der zusammen mit dem Catcher Charlie Karriere bei der Mafia machen will. Leider kommt den beiden ihre gute Seele in die Quere und sie verhalten sich überhaupt nicht wie skrupellose Gangster. Die Idee den Film im New York der 20er Jahre anzusiedeln bietet eine unverbrauchte Optik und das Gangstergenre an sich ermöglicht viele neue Einflüsse. Der Film ist richtig unterhaltsam und die Zeit rast nur so dahin. Natürlich gibt es die obligatorischen Schlägereien, ohne die ein Film mit Bud Spencer völlig untypisch wäre. Hier sei nur das Zitat aus einem der vielen Filme erwähnt: “Haue ist doch was Feines“. Dieses Motto wird auch hier verfolgt und zusätzlich mit seichter Komik und einer guten Story verfeinert.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität der ersten beiden Filme ist nicht so gut umgesetzt worden wie es eine DVD eigentlich zulässt. Beide leiden an einer nicht sehr ausgeprägten Bildschärfe und im Fall von „Verflucht, verdammt und Halleluja“ sind deutliche Schwankungen im Bereich der Helligkeit zu erkennen. Im Verlauf des Films nimmt der Effekt zwar ab, bleibt aber bis zum Schluss erkennbar. Sicherlich ist dem Alter des Filmmaterials einiges geschuldet, doch etwas Aufbauarbeit hätte es schon sein dürfen. So wie bei „Auch die Engel essen Bohnen“, denn hier wurde kräftig am Bild gearbeitet und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es tauchen zwar kleinere Blitzer auf, doch insgesamt wirkt die Optik aufgefrischt. Das Bild ist scharf und die Farben wirken sehr harmonisch. So sollte eine Neuauflage einer DVD aussehen. Die Tonspuren aller drei Filme sind in Ordnung und bieten saubere Dialoge ohne Verzerrungen.

Es gibt einiges an Extras, so z.B. ein Interview von rund 35 Minuten mit dem Darsteller und Stuntman Ricardo Pizzuti, der die Hiebe auf den Kopf kreiert hat, die als ein Markenzeichen von Bud Spencer gelten. Der Filmhistoriker Antonio Bruschini kommt ebenfalls mit interessanten Informationen zu Wort. „Mr. Billion“ und „Auch die Engel essen Bohnen“ können in der Super 8 Fassung (16 und 21 Minuten) bewundert werden und eine Bildergalerie gehört auch zum Bonusmaterial. Entfallene Szenen sind ebenfalls vorhanden.

Fazit:
Die „Terence Hill & Bud Spencer Box #1“ bietet drei gute Filme der beiden Kultdarsteller. Technisch überzeugt zwar nur ein Film, dennoch ist die Qualität besser, als das was durch das Fernsehen geboten wird. Die Extras sind üppig und die Box ist somit nicht nur für Fans eine ernsthafte Option.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16

Verflucht, verdammt und Halleluja:
120:04 Minuten

Mr. Billion:
88:58 Minuten

Auch die Engel essen Bohnen:
122:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Italienisch
Bonusmaterial:
  • Interview mit Darsteller Ricardo Rizzuti
  • Interview mit Filmhistoriker Antonio Bruschini
  • Trailer (Deutsch)
  • Trailer (Englisch)
  • Originaltrailer
  • Super 8-Fassungen von "Mr. Billion" und "Auch die Engel essen Bohnen"
  • Bildergalerie
  • Entfallene Szenen


Terence Hill & Bud Spencer Box #1 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Verflucht, verdammt und Halleluja/ Mr. Billion/ Auch die Engel essen Bohnen
E poi lo chiamarono il magnifico/ Mr. Billion/ Anche gli angeli mangiano fagioli

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Eine Box, die Unterhaltung garantiert


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien / USA / Frankreich / Spanien, 1972 / 1977 / 1973
Regie:
Enzo Barboni, Jonathan Kaplan
Drehbuch:
Enzo Barboni, Jonathan Kaplan, Ken Friedman, Tulio Demicheli, J. Fortini, Ángel G. Gauna, Marie Claire Solleville
Darsteller:
Terence Hill, Bud Spencer, Gregory Walcott, Yanti Somer, Dominic Barto, Harry Carey Jr., Riccardo Pizzuti, Valerie Perrine,Jackie Gleason, Slim Pickens, William Redfield, Robert Middleton, Victor Isreal, Lara Sender, Bill Vanders, Francy Fair

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
26.08.2011